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Fasten: Kanadier ernährt sich nur von Bier und Saft

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Skurriles Fasten  

Kanadier ernährt sich 40 Tage lang nur von Bier und Saft

02.04.2014, 17:12 Uhr | stw

Fasten: Kanadier ernährt sich nur von Bier und Saft . Fasten: Chris Schryer ernährt sich 40 Tage lang ausschließlich von Bier und Saft.  (Quelle: Chris Schryer)

Der Kanadier Chris Schryer ernährt sich 40 Tage lang ausschließlich von Bier, Säften und Wasser. (Quelle: Chris Schryer)

Manche Leute verzichten in der Fastenzeit auf Süßigkeiten, andere auf Alkohol. Dass es auch extrem und skurril geht, zeigt das Beispiel von Chris Schryer aus Toronto. 40 Tage lang verzichtet der Kanadier komplett auf feste Nahrung und trinkt stattdessen nur Bier, Saft und Wasser.

Feste Mahlzeiten sind tabu, stattdessen stehen zum Frühstück, Mittag- und Abendessen lediglich Säfte, Wasser und Bier auf dem Ernährungsplan von Chris Schryer. Doch was bewegt einen Menschen zu einer solch skurrilen Fastenkur? Inspiriert wurde der Kanadier laut eigenen Angaben von dem Schriftsteller J. Wilson, der vor einigen Jahren 46 Tage lang mit Starkbier fastete und darüber ein Buch veröffentlichte.

"Brewmaster's Tithe" als Nahrungsersatz

Sein eigenes Fasten-Projekt startete Chris pünktlich am Aschermittwoch. Ganz unvorbereitet ging der Familienvater jedoch nicht an das Projekt heran. Bereits im Vorfeld hatte er sich von einem befreundeten Braumeister eine Art Fasten-Spezial-Bier brauen lassen.

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Worauf würden Sie am ehesten in der Fastenzeit verzichten?

Damit dieses gehaltvoll und zudem bereits morgens trinkbar ist, wurden dem Starkbier spezielle Aromen und Haferflocken beigemischt. Laut Schryer ähnelt das Gebräu einem deutschen Doppelbock. Es schmecke leicht süß und malzig, ein wenig nach Hafer und habe eine Karamellnote. Getauft wurde das Getränk auf den Namen "Brewmaster's Tithe".

Fastenbier wurde geweiht

Schryers Idee ist nicht neu, denn bereits Mönche fanden heraus, dass Bier nicht nur schmeckt, sondern auch satt macht, wenn man es nur dick und kräftig genug braut. Und so stand der Gerstensaft auch bei vielen Gläubigen in der Fastenzeit hoch im Kurs. So verwundert es auch nicht, dass der Kanadier sein Fastenbier extra von einer Priesterin weihen ließ.

Halbzeit beim Fasten

Die Hälfte seiner Fastenzeit hat Chris übrigens bereits überstanden. Seine Erfahrungen teilt der Kanadier in seinem Blog, in dem er betont, kein Alkoholiker zu sein. Dort berichtet er, dass er bisher keine gesundheitlichen Probleme hat. Lediglich unter einer vermehrten Darmtätigkeit und einem leichten Schwächegefühl habe er zu leiden. Auch seine schlechte Laune aufgrund mangelnder Nahrungszufuhr halte sich in Grenzen, schreibt er in seinem Blog.

Abgewandelte Saftkur inklusive Alkohol

Doch ist die einseitige Ernährung wirklich zu empfehlen? Antje Gahl, Ernährungswissenschaftlerin und Pressesprecherin der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, findet diese Art des Fastens eher skurril. "Für eine begrenzte Zeit spricht im Grunde nichts dagegen, denn eigentlich handelt es sich um eine leicht abgewandelte Saftkur, bei der der Fastende nur Flüssiges in Form von Säften, Mineralwasser, Gemüsebrühe und Tee zu sich nimmt", so die Expertin. Kritisch sieht Gahl jedoch den Konsum von Alkohol, da dieser dem Körper eher schade als nütze und auch nicht im Sinne des Fastens sei. Denn eigentlich möchte man seinen Körper in dieser Zeit von Giftstoffen befreien.

Ernährungsexperten: Nicht zu empfehlen

Zudem fehlen dem Körper langfristig wichtige Nährstoffe. "Zwar liefern die Säfte Energie, Zucker, Vitamine und nötige Kalorien, doch einige wichtige Nährstoffe wie Jod, B-Vitamine, Eisen, Zink fehlen", gibt die Expertin zu bedenken. Eine normale Fastenkur dauert in der Regel zwei bis drei Wochen und ist für gesunde Menschen kein Problem", so die Expertin. Die Dauer von 40 Tagen sieht sie allerdings skeptisch. "Vierzig Tage sind eine lange Zeit.“ Die extreme Fastenkur des Kanadiers hält sie hingegen ohne ärztliche Kontrolle für bedenklich. Ihr Fazit lautet daher, dass diese Art des Fastens nicht zu empfehlen ist.

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