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Black Food  

Diese schwarzen Lebensmittel unterstützen Ihre Gesundheit

03.10.2017, 11:14 Uhr | Ann-Kathrin Landzettel, t-online.de

Diese schwarzen Lebensmittel unterstützen Ihre Gesundheit. Gerichte mit Belugalinsen sind nicht nur schmackhaft, sondern auch gesund. (Quelle: imago/Westend61)

Gerichte mit Belugalinsen sind nicht nur schmackhaft, sondern auch gesund. (Quelle: Westend61/imago)

Black Food liegt im Trend. Nicht nur optisch sind schwarzes Gemüse und Obst ein echter Hingucker auf dem Teller. Auch für die Gesundheit bietet Black Food einen Mehrwert – sofern die Natur die Farbe bestimmt hat. Diese schwarzen Lebensmittel bereichern Ihren Speiseplan.

Schwarzes Essen erobert die Teller: Aus Japan ist der Black Food-Trend nach Deutschland gekommen und erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Egal ob Eis, Brötchen, Nudeln oder Gebäck – alles wird schwarz eingefärbt. Hierfür kommen unter anderem Aktivkohle und Tintenfisch-Tinte (Sepia) zum Einsatz. Das sieht optisch zwar interessant aus, einen Mehrwert für die Gesundheit bieten die künstlich gefärbten, meist zucker- und fettreichen Speisen aber nicht.

Black Food: Anthocyane färben Obst und Gemüse schwarz

Anders ist das bei Obst- und Gemüsesorten, denen die Natur ihr schwarzes oder violettes Aussehen gegeben hat. Verantwortlich für die intensive Farbe sind sekundäre Pflanzenstoffe, Anthocyane genannt. Der Pflanzenfarbstoff ist unter anderem in Brombeeren, Heidelbeeren, roten Weintrauben, Pflaumen, Auberginen, Rote Beete und Belugalinsen zu finden.

Die Pflanzen bilden Anthocyane vor allem als UV-Schutz und als Schutz gegen Krankheiten. Zudem hilft die intensive Farbe, Insekten anzulocken und so die Befruchtung der Pflanzen zu gewährleisten. Je reifer Obst und Gemüse sind, desto höher ist der Gehalt des Pflanzenfarbstoffs.

Anthocyane unterstützen die Gesundheit

Anthocyanen wird genau wie anderen sekundären Pflanzenstoffen eine antioxidative Wirkung nachgesagt. Ernährungsexperten gehen davon aus, dass die zellschützenden Eigenschaften des Pflanzenfarbstoffs vor allem darin bestehen, freie Radikale im Körper zu binden.

Freie Radikale entstehen im Zuge verschiedener Stoffwechselprozesse im Körper, aber auch durch äußere Einflüsse wie UV-Strahlung, Zigarettenrauch und Umweltgifte. Der negative Einfluss freier Radikale wird unter anderem im Zusammenhang mit Krebs, Diabetes mellitus und Arteriosklerose diskutiert. Doch nicht nur Anthocyane in schwarzem Obst und Gemüse können die Gesundheit unterstützen. Die Nahrungsmittel enthalten viele weitere wertvolle Inhaltsstoffe.

Brombeeren und Heidelbeeren sind reich an Anthocyanen und Vitaminen

Brombeeren zählen zu den Black Foods und sie sind nicht nur reich an Anthocyanen. In ihnen stecken jede Menge Vitamin A, B, C und E. Vitamin A stärkt die Augen, B-Vitamine unterstützen viele Stoffwechselfunktionen, Vitamin C ist gut für das Immunsystem und von Vitamin E profitiert das Hautbild. Zudem sind die Beeren reich an Kalium, Eisen und Betacarotin. Pektin ist in Brombeeren ebenfalls enthalten. Der lösliche Ballaststoff unterstützt die Verdauung.

Neben Brombeeren enthalten auch Heidelbeeren reichlich Anthocyane und eine Menge Vitamin C und E sowie Mineralstoffe. Dank des hohen Gerbstoffgehaltes wirken Heidelbeeren zudem entzündungshemmend. Getrocknete Heidelbeeren gelten für viele sogar als Geheimtipp gegen leichten Durchfall.

Rote Trauben unterstützen die Blutbildung

Bei roten Trauben sitzen die gesunden Pflanzenfarbstoffe vor allem in der Schale. Anthocyane dienen den Beeren vor allem als UV-Schutz und zum Schutz ihrer DNA. Neben den sekundären Pflanzenstoffen enthalten rote Trauben zudem viel Vitamin B6 sowie Folsäure. Folsäure unterstützt die Blutbildung. Vitamin B6 stärkt die Nerven und die Abwehrkräfte und ist für den Eiweißstoffwechsel wichtig.

Tipp: Um Pestizide zu umgehen, am besten zu Biotrauben greifen.

Pflaumen fördern die Verdauung

Bei Pflaumen stecken die schwarzen Pflanzenstoffe ebenfalls in der Schale. Zudem ist das Kernobst reich an Vitaminen und Mineralstoffen sowie Spurenelementen, darunter Zink und Eisen. Zink ist wichtig für das Immunsystem und die Wundheilung. Eisen ist für den Sauerstofftransport im Körper unverzichtbar. Dank Pektin und Zellulose punkten Pflaumen zudem mit einer verdauungsfördernden Wirkung. Frische, aber auch getrocknete Pflaumen haben sich bei Verstopfung bewährt.

Auberginen sind ein kalorienarmer Sattmacher

Nicht nur viele Obstsorten enthalten Anthocyane, auch viele Gemüsesorten sind reich an dem Pflanzenfarbstoff, etwa Auberginen. Auberginen bestehen zu 93 Prozent aus Wasser und sind mit 17 Kilokalorien pro hundert Gramm ein kalorienarmer Sattmacher – sofern sie nicht mit zu viel Öl zubereitet sind. Zudem sind Auberginen gute Vitamin C- und Vitamin B-Lieferanten. Und sie gehören zu den Gemüsesorten mit den höchsten Gehalten an Kaffeesäure. Diese wirkt ebenfalls antioxidativ, aber auch antimikrobiell. Die Bitterstoffe der Aubergine fördern den Gallenfluss und die Verdauung.

Wichtig: Auberginen sind nicht zum Rohverzehr geeignet.

Rote Bete ergänzt Blutdruck-Therapie

In Roter Bete sind neben Anthocyanen auch B-Vitamine, Folsäure und Nitrate enthalten. Durch den Speichel werden Nitrate in Nitrit umgewandelt. Nitrit wiederum erweitert die Gefäße und lässt so kurzzeitig den Blutdruck etwas sinken. Wer hin und wieder ein Glas Rote Bete Saft trinkt, kann seine Bluthochdruck-Therapie gut ergänzen, wie die Deutsche Herzstiftung mitteilt. Übertreiben sollte man es mit dem Verzehr aber nicht: Rote Bete enthält viel Oxalsäure, die in großen Mengen aufgenommen Nierensteine begünstigt.

Belugalinsen sind ideal für Vegetarier

Belugalinsen fallen nicht nur aufgrund ihrer schwarzen Farbe ins Auge. Geschmacklich punkten die kleinen Linsen mit einem fein-nussigen Geschmack, der etwas an Maronen erinnert. Viele Hobbyköche schätzen zudem, dass Belugalinsen bei der Zubereitung nicht so leicht zerfallen wie andere Linsen-Sorten. Belugalinsen enthalten wie alle Hülsenfrüchte eine Menge sättigendes Eiweiß – ideal für Vegetarier.

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