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Fünf Verdauungsfakten, die Sie noch nicht kennen

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Funktion des Magen-Darm-Trakts  

Fünf Verdauungsfakten, die Sie noch nicht kennen

11.03.2018, 10:59 Uhr | Ann-Kathrin Landzettel, t-online.de

Fünf Verdauungsfakten, die Sie noch nicht kennen. Frau mit Verdauungsproblemen: Nahrungsmittelunverträglichkeiten haben ihren Ursprung im Dünndarm.  (Quelle: Getty Images/champja)

Frau mit Verdauungsproblemen: Nahrungsmittelunverträglichkeiten haben ihren Ursprung im Dünndarm. (Quelle: champja/Getty Images)

Der Magen-Darm-Trakt eines Erwachsenen ist rund sechs Meter lang. Auf dem Weg vom Mund bis zum After sorgen verschiedene Vorgänge dafür, dass das Essen verdaut wird und wichtige Nährstoffe aufgenommen werden. Fünf Verdauungsfakten, die Sie noch nicht kennen.

Die Verdauung beginnt bereits im Mund. Wer die Nahrung ausreichend kaut und einspeichelt, entlastet sein Verdauungssystem. Etwa ein bis zwei Liter Speichel produzieren die Speicheldrüsen jeden Tag. Speichel enthält neben Schleimstoffen (Muzine) und antimikrobiellen Stoffen zudem Amylasen. Diese Enzyme starten im Mund die Kohlenhydratverdauung.

1. Wer gut kaut, nimmt leichter ab

Je besser und länger man kaut, desto leichter geht die Verdauung vonstatten. Wer gut kaut, kann sogar abnehmen: Dann isst man automatisch langsamer und nimmt das Sättigungsgefühl wahr, bevor die zweite Portion auf dem Teller landet. Rund 15 Minuten dauert es, bis das Sättigungsgefühl einsetzt.

2. Braten liegt bis zu sieben Stunden im Magen

Bis zu sieben Stunden kann die gekaute Nahrung im Magen verweilen. Abhängig ist das von der Art der Speisen. Während Getränke den Magen nach etwa einer Stunde passiert haben, brauchen Milch, Reis, Kartoffeln und Weißbrot bereits bis zu zwei Stunden. Sahne, Fisch, Ei und Mischbrot benötigen etwa drei Stunden.

Gemüse, Vollkornbrot, Bratkartoffeln und Geflügel liegen bis zu fünf Stunden im Magen. Am längsten dauert die Verarbeitung von fetten Speisen wie Braten, Gans oder Ölsardinen. Bis zu sieben Stunden können diese Speisen im Magen liegen, bevor sie in den Dünndarm geschleust werden.

3. Im Dünndarm entstehen Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Der Dünndarm ist mit bis zu fünf Metern der längste Abschnitt des Magen-Darm-Trakts und wird von der Bauchspeicheldrüse und der Gallenflüssigkeit aus der Leber bei der Arbeit unterstützt. Im Dünndarm wird der Nahrungsbrei weiter zersetzt und Nahrungsbestandteile wie Kohlenhydrate, Aminosäuren, Fette, Vitamine und Spurenelemente gelangen über die Schleimhaut ins Blut.

Nahrungsmittelunverträglichkeiten haben ihren Ursprung im Dünndarm. Hier befindet sich unter anderem das Enzym Laktase, das für die Spaltung des Milchzuckers notwendig ist. Auch wie viel Fruchtzucker abgebaut werden kann, entscheidet sich im Dünndarm. Zöliakie, die Unverträglichkeit gegenüber dem Klebereiweiß Gluten, zeigt sich in einem chronisch entzündeten Dünndarm.

4. Der Stuhl besteht bis zur Hälfte aus Bakterien

Im Dickdarm landen schließlich die unverdaulichen Nahrungsreste. Diesen wird Wasser und Salz entzogen und der Stuhl so eingedickt. Was viele nicht wissen: Der Stuhl besteht bis zur Hälfte aus Bakterien. Im Darm befinden sich etwa 1,5 Kilogramm Bakterien.

Aufgrund der vielen Bakterien ist die Darmflora sehr aktiv und kann, abhängig von den aufgenommenen Nahrungsmitteln, Blähungen, Durchfall und Verstopfung verursachen. Ebenfalls im Stuhl befinden sich abgestorbene Darmzellen. Die gesamte Schleimhaut des Darmes erneuert sich alle drei bis sechs Tage.

5. Der After hat zwei Schließmuskel

Im 20 Zentimeter langen Enddarm sammeln sich die unverdauten Nahrungsreste. Damit alles dicht bleibt, arbeiten zwei Schließmuskel und die Hä­mor­rho­i­den zusammen. Füllt sich der Enddarm, werden Dehnungsrezeptoren aktiv. Durch die Nervenimpulse öffnet sich der innere Schließmuskel und es entsteht das Gefühl, auf Toilette zu müssen. Zudem liefert der innere Schließmuskel wichtige Informationen zur Beschaffenheit des Stuhls.

Der äußere Schließmuskel unterstützt den inneren Schließmuskel. Er bleibt so lange verschlossen, bis das Bewusstsein das Startsignal zur Entleerung gibt. Dann kann man ihn bewusst entspannen. Ein weiterer wichtiger Mitspieler sind die Hä­mor­rho­i­den – die jeder Mensch hat. Die gut durchbluteten Gefäßpolster verhindern, dass ungewollt Stuhl austritt. Erst wenn sich Hämorrhoiden vergrößern, verursachen sie Beschwerden.

Verwendete Quellen:

 

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