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COPD: Kranke Lunge bleibt oft lange unerkannt

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COPD: Kranke Lunge bleibt oft lange unerkannt

13.10.2011, 12:56 Uhr | cme/Mit Material von Pressetext

COPD: Kranke Lunge bleibt oft lange unerkannt. Starker Husten ist ein Symptom von COPD. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Starker Husten ist ein Symptom von COPD. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Obwohl in Deutschland Millionen Menschen an der Lungenkrankheit COPD (chronisch-obstruktive Lungenerkrankung) leiden, wissen viele nichts davon. Nur rund ein Drittel der Patienten weiß von seiner Krankheit und viele Erkrankte erhalten trotz Beschwerden keine entsprechende Diagnose vom Hausarzt. Dies berichten Forscher im "Canadian Medical Association Journal". "Die Dunkelziffer derer, die mit einer nicht erkannten COPD leben, ist besonders in ihrer Frühphase sehr hoch. Dabei entscheidet der Zeitpunkt der Erkennung über das weitere Leben", bestätigt Michael Pfeifer von der Gesellschaft der deutschen Lungenfachärzte gegenüber pressetext.

COPD: Zwei von drei Patienten ahnungslos

Die kanadischen Forscher untersuchten die wichtigste Risikogruppe für COPD, nämlich Menschen ab 40 Jahren, die mindestens 20 Jahre lang geraucht hatten. Ein Fünftel der 1.000 Untersuchten litt an COPD und mehr als drei Viertel an zumindest einer Form von Atembeschwerden wie etwa Raucherhusten. Es zeigte sich, dass zwei von drei Patienten keine Ahnung von ihrer Erkrankung hatten und jeder Fünfte bei Hausarzt-Besuchen keine entsprechende Diagnose bekommen hatte. "Menschen aus der Risikogruppe sollten vom Arzt genau untersucht und möglichst früh behandelt werden", fordert Studienautor Roger Goldstein.

So erkennt man eine kranke Lunge

Typisch für die chronische Lungenkrankheit sind die sogenannten "AHA"-Symptome: Auswurf (beim Husten hervorgebrachter Schleim aus den Atemwegen), Husten - besonders am frühen Morgen - und Atemnot. Letztere tritt zunächst nur unter körperlicher Belastung auf, weshalb sie leicht ignoriert wird. Im fortgeschrittenen Krankheitsstadium leiden Betroffene auch in Ruhephasen an Atemnot.

Schleichende Krankheit

Dass viele Fälle von COPD erst spät erkannt werden, liegt für Pfeifer am schleichenden Verlauf der Krankheit. "Sie beginnt langsam mit eingeschränkter Leistung, auf die sich Betroffene einstellen. Statt einkaufen zu gehen, fahren sie eben mit dem Auto. Und der Husten und Auswurf als weiteres Frühzeichen ist bei Rauchern sehr weit verbreitet und wird übersehen", so der Experte. Früherkennung sei wichtig, da sie die Erfolgschancen der Intervention erhöht. Intervention heißt heute nur Nikotinverzicht, da es keine wirksamen Medikamente gibt. Vorteile bringt der Rauchstopp jedoch allemal. "Er verhindert das Ausbrechen der Krankheit oder die schnelle Verschlechterung. Das steigert die Lebensqualität und Lebenserwartung deutlich."

Lungenfunktion regelmäßig testen

Sinnvoll für die Früherkennung sei hingegen die wiederholte Lungenfunktionsmessung bei Risikogruppen, und zwar regelmäßig im Abstand von ein bis zwei Jahren. "Ein beschleunigter Abfall der Funktionswerte bietet die besten Voraussetzungen einer frühen Diagnose. Genutzt wird diese Möglichkeit jedoch bisher kaum", so der Lungenspezialist. Viele Raucher meiden allerdings wegen ihres schlechten Gewissens den Arzt. Gratis- Lungenfunktionstests nutzen eher Nichtraucher, um ihre intakte Lunge zu bestätigen." Wegen fehlenden Wissens über COPD würden zudem Symptome oft falsch interpretiert. Doch auch die Hausärzte stünden in Verantwortung. "Oft machen sie keinen qualitativ guten Lungenfunktionstest oder interpretieren Veränderungen der Frühphase als normal." Laut Pfeifer sollte der Hausarzt die Diagnose stellen und dann zum Lungenfacharzt überweisen, der sie bestätigen oder verfeinern kann.

Behandlung nur begrenzt möglich

Eine COPD entsteht durch länger andauernde Reizungen der Lunge mit Schadstoffen. Zwar ist Rauchen die Hauptursache, jedoch können auch Gase am Arbeitsplatz oder das ständige Einatmen von Staub die Ursache sein. Auch können Menschen erblich vorbelastet sein und ein höhere Risiko für COPD haben. Die Behandlung der COPD zielt vor allem darauf ab, die Beschwerden zu lindern. Meistens setzen Ärzte dazu so genannte Bronchodilatatoren ein. Sie helfen, die Bronchien zu erweitern. Bei schweren COPD-Verläufen raten Mediziner, zusätzlich Kortisonpräparate zu inhalieren. Bringen die Therapien keine Besserung, hilft nur noch eine Lungentransplantation.


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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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