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Sieben Medizin-Mythen: Wir klären auf

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Halten sich hartnäckig  

Sieben Medizin-Mythen, die wir besser aus unserem Kopf streichen

03.09.2017, 13:43 Uhr | Ann-Kathrin Landzettel, t-online.de

Sieben Medizin-Mythen: Wir klären auf. Auch wenn man sich nach einer durchzechten Nacht nichts sehnlicher wünscht: Ein Wundermittel gegen den Kater gibt es nicht. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/KatarzynaBialasiewicz)

Auch wenn man sich nach einer durchzechten Nacht nichts sehnlicher wünscht: Ein Wundermittel gegen den Kater gibt es nicht. (Quelle: KatarzynaBialasiewicz/Thinkstock by Getty-Images)

Saure Gurken gegen Kater und Cola bei Durchfall: Manche Medizin-Mythen halten sich hartnäckig. Doch mit dem vermeintlichen Wissen tun wir uns nichts Gutes. Sieben Medizin-Mythen, die wir besser aus unserem Kopf streichen sollten – und was besser hilft.

Nasenbluten? Kopf nach hinten und ein kaltes Tuch in den Nacken, lautet ein häufiger Ratschlag. Doch das ist nicht ganz richtig. Es stimmt zwar, dass ein kühler Waschlappen im Nacken hilft, da sich durch den Kältereiz die Blutgefäße in der Nase reflexartig zusammenziehen. Was die Kopfhaltung angeht, rät der Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte allerdings, bei Nasenbluten eine aufrechte Sitzhaltung einzunehmen, um den Blutdruck im Kopf zu verringern und den Kopf nach vorne hängen zu lassen. Eine effektive Maßnahme zum Stoppen der Blutung sei das Zusammendrücken der Nasenflügel für einige Minuten.

1. Medizin-Mythos: Bei Nasenbluten den Kopf nach hinten legen

Auf keinen Fall solle man den Kopf in den Nacken legen, so die Warnung der HNO-Experten. Dadurch laufe das Blut nach hinten in den Rachen und durch die Speiseröhre in den Magen. Das könne zu Übelkeit und Erbrechen führen. Außerdem bestehe die Gefahr, dass das Blut in die Atemwege gerate. Vor allem für Patienten ohne Bewusstsein ist das gefährlich.

2. Medizin-Mythos: Wunden heilen besser ohne Pflaster

Dass offene Schürf- und Schnittwunden besser heilen, ist ebenfalls ein Medizin-Mythos. Untersuchungen haben gezeigt, dass die verletzte Haut besser heilt, wenn sie feucht gehalten wird. Das unterstützt die Neubildung der Haut und es bildet sich kein harter Schorf.

Damit die Wunde nicht an dem Pflaster anklebt, bietet eine Wund- und Heilsalbe eine schützende Schicht. Außerdem hilft das Pflaster Keime abzuwehren und beugt so Entzündungen vor. Zum Arzt sollte man dann gehen, wenn die Wunde schmerzt, sehr warm wird, stark gerötet ist oder beginnt zu eitern.

3. Medizin-Mythos: Bei Verstopfung vergiften wir innerlich

Auch dieses Gerücht hält sich hartnäckig, doch es stimmt nicht: Selbst wenn wir mehrere Tage nicht auf Toilette können, ist das für den Körper keine Gefahr. Die Sorge vor Giftstoffen und Schlacken, die aus dem Darm in den Körper gelangen, ist Gastroenterologen zufolge unbegründet.

Auch raten Darmexperten davon ab, Darmspülungen im Heimgebrauch durchzuführen. Die Bakterien im Darm sind nützlich und wichtig für die Darmgesundheit. Außerdem verfügt der Darm über eine eigene Reinigungsfunktion und auch die Darmschleimhaut erneuert sich regelmäßig. Spülungen und -einläufe zur Darmreinigung sind nicht notwendig und können der Darmflora sogar schaden, so das Expertenfazit.

4. Medizin-Mythos: Cola hilft gegen Durchfall

Dass Cola gegen Durchfall hilft, ist ebenfalls ein Medizin-Mythos. Zwar ist es wichtig, bei einer Durchfallerkrankung auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Doch Cola ist die falsche Wahl. Zum Einen strapaziert die enthaltene Kohlensäure den bereits angegriffenen Magen-Darm-Trakt. Zum Anderen wird durch das enthaltene Koffein die Wasserausscheidung angeregt. Auch der hohe Zuckergehalt ist bei Durchfall alles andere als empfehlenswert.

Was der Körper braucht, sind Salze. Bei leichtem Durchfall kann eine Gemüse- oder Hühnerbrühe die Mineralstoffspeicher auffüllen. Bei starkem Durchfall sind spezielle Elektrolytlösungen aus der Apotheke empfehlenswert. Bessern sich die Beschwerden nicht, sollte man auf jeden Fall zum Arzt.

5. Medizin-Mythos: Saure Gurken und Rollmops helfen gegen den Kater

Auch wenn man sich nach einer durchzechten Nacht nichts sehnlicher wünscht: Ein Wundermittel gegen den Kater gibt es nicht. Wer zu tief ins Glas geschaut hat, muss durchhalten. So lange, bis die Leber den Alkohol abgebaut hat und die Giftstoffe aus dem Körper geschleust worden sind.

Saure Gurken und der berühmte Rollmops beschleunigen diesen Prozess nicht. Im Gegenteil: Zu viel Säure reizt die Magenschleimhaut unnötig. Und Rollmops ist alles andere als leicht verdaulich. Um dem Körper Flüssigkeit, Salze und Vitamine zurückzugeben, schlürft man besser eine Gemüsebrühe und wartet ab, bis der Kopf nicht mehr brummt und die Übelkeit verflogen ist.

6. Medizin-Mythos: Gegen eine Erkältung helfen Antibiotika

Antibiotika bekämpfen Bakterien. Eine Erkältung wird von Viren ausgelöst – über 200 verschiedene Viren sind bekannt. Die Einnahme eines Antibiotikums ist daher wirkungslos.

Sinnvoll ist das Medikament nur, wenn die Erkältung aufgrund des geschwächten Immunsystems von einem bakteriellen Infekt begleitet wird. Nasennebenhöhlen- sowie Mittelohrentzündungen treten häufig auf. 

7. Medizin-Mythos: Bei Husten Pfefferminzbonbons lutschen

Bei Halsschmerzen und Heiserkeit greifen viele zu Pfefferminzbonbons und Pfefferminztee. Doch die in der Pfefferminze enthaltenen intensiven ätherischen Öle können den Hustenreiz verstärken und die gereizten Schleimhäute austrocknen.

Besser geeignet ist Salbeitee mit Honig. Salbei wirkt reizlindernd und entzündungshemmend. Der Honig ist für den rauen Hals ein sanfter Schutzfilm. Experten raten zudem, mit Salzwasser zu gurgeln: Hierfür einen halben Teelöffel Salz in einem Glas warmen Wasser auflösen. Das Salz wirkt desinfizierend und befeuchtend.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
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