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Beinwell: Giftige Pflanze mit gesunder Wurzel

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Kräuterlexikon  

Beinwell

29.12.2015, 13:39 Uhr | uc (CF)

Beinwell: Giftige Pflanze mit gesunder Wurzel. Die hübsche Pflanze Beinwell wirkt schmerzstillend  – in natürlicher Form ist sie jedoch giftig. (Quelle: imago/McPHOTO/Nieveler)

Die hübsche Pflanze Beinwell wirkt schmerzstillend – in natürlicher Form ist sie jedoch giftig. (Quelle: McPHOTO/Nieveler/imago)

Nomen est omen: Der Beinwell wird als Heilpflanze insbesondere bei kleineren und größeren Sportverletzungen eingesetzt. Mehr über die vielseitige Pflanze erfahren Sie im Folgenden.

Pflanze

Der Beinwell (Symphytum officinale) mag es feucht: Häufig wächst die maximal 90 Zentimeter hohe Pflanze in der Nähe von Flussläufen oder auf frischen Wiesen. Die länglichen Blätter haben eine lanzettliche Form. Auf der unteren Seite befinden sich feine Haare. Oft bildet der teils schnell wachsende Beinwell schon im frühen Frühjahr seine bunten Blüten aus – sie können rötliche bis weißgelbe Farbtöne annehmen und erinnern von der Form her an eine Glocke.

Verwendete Pflanzenteile

Die Wurzel des Beinwell wird in der Heilkunde verwendet. Sie ist von außen schwärzlich braun gefärbt, im Inneren jedoch weiß.

Wirkstoffe

  • Allantoin
  • Alkaloide
  • Gerbstoffe
  • Schleimstoffe

Wirkung

Beinwell wird äußerlich auf der Haut angewendet, als Bestandteil von Salben zum Beispiel. Die Präparate wirken schmerzstillend, schwach entzündungshemmend sowie förderlich für die Heilung von Wunden.

Entsprechend kommen Beinwell-Extrakte öfter in der Sportmedizin vor – bei typischen Verletzungen wie Prellungen oder Stauchungen etwa. Überdies kann Beinwell bei Rücken- und Gelenkbeschwerden helfen, oftmals jedoch nur als Ergänzung zur normalen Behandlung.

Nebenwirkungen

Dem Gesundheitsportal "Onmeda" zufolge erhält der Beinwell in seiner natürlichen Form in all seinen Bestandteilen Gift. Endverbraucher sollten daher nur zu Fertigpräparaten greifen, aus denen diese Stoffe in der Regel komplett entfernt wurden. Generell gilt eine Anwendung über mehr als eineinhalb Monate pro Jahr als nicht ratsam.

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