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Divertikel im Darm: Wann Darmdivertikel gefährlich werden

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Darmerkrankungen  

Im Alter beult die Darmwand aus

24.11.2015, 11:34 Uhr | akh

Divertikel im Darm: Wann Darmdivertikel gefährlich werden. Im Dickdarm entstehen Divertikel am häufigsten. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Im Dickdarm entstehen Divertikel am häufigsten. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Sie können zu leichten Bauchschmerzen führen aber auch zu schweren Entzündungen - so genannte Divertikel im DarmIn den meisten Fällen sind sie harmlos. Doch durch falsche Ernährung und mangelnde Bewegung können sie Probleme machen.

Zwischen 30 und 45 Prozent der Menschen haben Divertikel, bei den 80-Jährigen sind es sogar bis zu 80 Prozent. Nicht immer führen die Beulen zu einer Divertikelkrankheit.

Was sind Divertikel?

Divertikel sind Ausstülpungen der Schleimhaut und können vom Mund bis zum After im kompletten Magen-Darm-Trakt auftreten. Am häufigsten finden sie sich im Dickdarm in der Sigma-Kurve. Der Stuhl ist an dieser S-Kurve bereits sehr hart. Das kann dazu führen, dass sich die Darmschleimhaut an manchen Stellen nach außen drückt. Bei sehr vielen Beulen an der Darmwand sprechen Ärzte von einer Divertikulose, die völlig ohne Symptome ablaufen kann und nicht behandelt werden muss. Es kann jedoch zu einer Divertikelkrankheit kommen, etwa wenn sich die kotgefüllten Beulen entzünden. 

Bauchschmerzen ernst nehmen

Die Symptome werden von den Patienten oft ignoriert oder mit anderen Leiden in Verbindung gebracht, da vielen Divertikel nicht bekannt sind. Treten im linken Unterbauch Schmerzen auf, können besonders Männer davon ausgehen, dass es sich um eine Divertikelkrankheit handelt. Bei Frauen könnte auch der Eierstock Probleme bereiten.

Man sollte die Beschwerden nicht auf die leichte Schulter nehmen, da die Schmerzen in den gesamten Unterbauch ausstrahlen können. Für den Arzt ist es wichtig zu wissen, in welchen Abständen diese Schmerz-Schübe auftreten. Denn neben Bauchschmerzen können auch Verdauungsprobleme und Fieber auf eine Divertikelkrankheit hinweisen.

Eine OP ist die letzte Lösung

Divertikelkrankheiten können vielfältig auftreten. Wird Blut ausgeschieden, kann es sich um eine Divertikelblutung handeln, die leicht in den Griff zu kriegen ist. Kompliziert wird es allerdings bei einer Divertikulitis, einer Entzündung der Ausstülpungen. Diese entsteht dadurch, dass sich der harte Stuhl in der Sigma-Kurve in den Divertikeln festsetzt. Die sogenannten Kotsteine bleiben im Darm und lösen eine Entzündung aus, da die Bakterien in die Darmschleimhaut gelangen.

Divertikulitis kann in seltenen Fällen zu einem Durchbruch des Darms (Perforation) führen. Symptomatisch dafür sind sind sehr starke Schmerz-Schübe in sehr kurzen Abständen. Nur eine OP kann die dadurch verursachte Schädigung des Darms beheben. 

Antibiotika sind erst bei Entzündungen ratsam

Bei leichten oder einmaligen Schüben sollten Betroffene viel Wasser trinken und wenig essen. Das entlastet den Darm. Liegt eine Entzündung vor, sind Antibiotika und gegebenenfalls eine Operation sinnvoll. 

Viel trinken und Ballaststoffe beugen vor

Mit zunehmendem Alter steigt die Häufigkeit von Divertikeln. Grund dafür kann eine altersbedingte Darmveränderung sein. Allerdings erkranken seit einigen Jahren auch zunehmend Menschen unter 40 Jahren.

Divertikeln kann man nicht vorbeugen, wohl aber den Komplikationen. Ärzte raten zu einer ballaststoffreichen Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten. Viel Sport und viel trinken sorgen ebenfalls für regelmäßigen Stuhlgang. Pro Tag sind ein bis zwei Stuhlgänge ausreichend. 

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