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Lungenentzündung: Daran erkennt man eine Pneumonie!

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Gefährliche Volkskrankheit  

Eine Lungenentzündung wird oft zu spät erkannt

18.02.2015, 16:17 Uhr | nho, dpa

Lungenentzündung: Daran erkennt man eine Pneumonie!. Erkennen kann man eine Lungenentzündung nur auf dem Röntgenbild. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Erkennen kann man eine Lungenentzündung nur auf dem Röntgenbild. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Schätzungsweise 500.000 Menschen in Deutschland erkranken jährlich an einer Lungenentzündung, etwa 20.000 sterben daran. Besonders tückisch: Die Lungenentzündung äußert sich manchmal nur harmlos und wird erst spät erkannt. Nicht selten nimmt die Erkrankung deshalb einen tödlichen Verlauf. Besonders ältere Menschen sind gefährdet.

Lungenentzündungen werden im Alter gefährlicher

In ihren Ausmaßen entspricht die Lungenentzündung (Pneumonie) auch einer "Volkskrankheit" wie dem Herzinfarkt oder Schlaganfall, so die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin. Auch heute noch zählen Pneumonien zu den am häufigsten tödlich enden Infektionskrankheiten. Dennoch wird die Krankheit von vielen unterschätzt. Trotz moderner Untersuchungs- und Behandlungsmethoden, bleibt die Lungenentzündung eine potentiell tödliche Krankheit. Das Risiko, dass eine Lungenentzündung schwer verläuft und Patienten daran sterben, steigt ab dem 65. Lebensjahr deutlich an. In der Altersklasse ab 90 Jahren stirbt ein Viertel der Betroffenen an einer Pneumonie.

Lungenentzündung: Eine Lungenentzündung wird oft zu spät erkannt. (Quelle: Picture-Alliance)Grafik: Wichtige Informationen zur Lungenentzündung. (Quelle: Picture-Alliance)

Bakterien schaden der Lunge

Ursache für eine Lungenentzündung ist meist eine Infektion der Lungenbläschen oder des Lungengewebes mit Bakterien, seltener mit Viren, Pilzen oder Parasiten. Daneben können unter anderem auch Schadstoffe oder allergische Erkrankungen und Strahlenbelastung eine Lungenentzündung hervorrufen. Ältere Menschen sind besonders gefährdet, weil ihr Körper oft schon mit einer Grunderkrankung wie Diabetes, Bluthochdruck oder Nierenfunktionsstörungen belastet ist. Zudem ist das Immunsystem lange nicht mehr so stark wie bei jüngeren Menschen.

Entzündete Lunge kann sich zunächst harmlos äußern

Tückisch ist eine Lungenentzündung, weil sie häufig nicht mit charakteristischen Krankheitszeichen einhergeht. Klassischerweise äußert sie sich durch hohes Fieber, Schüttelfrost, trockenen Husten und Schmerzen im Brustbereich. Stattdessen zeigen sich in vielen Fällen aber unspezifische Symptome wie eine allgemeine Schlappheit, Schüttelfrost ohne Fieber, Nachtschweiß, Leistungsschwäche, Appetitlosigkeit und Husten.

Manchmal sind sogar heftiges Erbrechen und Krämpfe in der Magengegend Anzeichen für eine Pneumonie. Wenn diese Symptome länger anhalten, sollte man daher sofort einen Facharzt aufsuchen. Bei einer Lungenentzündung, die nicht rechtzeitig erkannt wird, drohen Atemversagen, Nierenversagen, Herzprobleme oder eine schwere Blutvergiftung.

Nur Röntgenbild bringt Gewissheit

Der Arzt kann durch bloßes Abhören von Bronchien und Lunge schon den Verdacht auf eine Entzündung äußern, Gewissheit bringt jedoch nur ein Röntgenbild. Eine Lungenentzündung, auch wenn sie von Viren ausgelöst wurde, wird meist mit Antibiotika behandelt. Denn auch bei einer durch Viren ausgelösten Lungenentzündung würde eine drohende bakterielle Infektion die Heilung gefährden.

Will der Arzt die Lungenentzündung gezielt behandeln, muss er einen Abstrich vom Hals und Rachenraum nehmen. Im Labor wird dann eine Kultur angelegt und unter dem Mikroskop untersucht. So können die Keime letztlich gezielt behandelt werden.

Behandlung mit Antibiotika

In vielen Fällen lässt sich die Erkrankung gut mit Antibiotika behandeln. Bei geschwächten Patienten kann es aber zu einer schweren Pneumonie mit Atemversagen kommen. Oft müssen Betroffene künstlich beatmet werden. Auch das Herz wird bei einer Lungenentzündung stark belastet. Fieber führt zu einem schnelleren Herzschlag, zudem muss die rechte Herzkammer wegen des höheren Lungendrucks stärker arbeiten.

Häufung der Fälle im Herbst und Winter

Pneumonien treten vor allem im Herbst und Winter auf und treffen oft ältere Menschen mit chronischen Erkrankungen oder durch andere Vorerkrankungen geschwächte Patienten. Bei Menschen mit schwachem Immunsystem kann sich eine Erkältung oder leichte Bronchitis schnell zu einer Lungenentzündung entwickeln. Auf die durch Viren geschädigte Schleimhaut setzen sich zunächst Bakterien, überwiegend Pneumokokken. Daraufhin können eine schwere eitrige Bronchitis und anschließend eine Entzündung des Lungengewebes folgen. 

Eine Impfung kann schützen

Frauen und Männern ab 60 werden von Ärzten eine einmalige Pneumokokken-Impfung empfohlen. Diese senkt die Infektionsgefahr für eine Pneumonie beziehungsweise mildert den Krankheitsverlauf. Auch die jährliche Grippeschutzimpfung beugt einer Lungenentzündung vor. Denn häufig ist ein Grippevirus, der den Organismus eines Menschen schwächt, Auslöser für eine Erkrankung. Ein Krankheitserreger, der normalerweise vom Immunsystem in Schach gehalten wird, kann sich dann ungebremst vermehren und das Lungengewebe befallen.

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