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Schilddrüsen-Operation: Wann die Schilddrüse unters Messer muss

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Schilddrüsen-Operation  

Wann die Schilddrüse unters Messer muss

02.12.2013, 17:07 Uhr | akl

Schilddrüsen-Operation: Wann die Schilddrüse unters Messer muss. Die meisten Knoten in der Schilddrüse sind harmlos.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die meisten Knoten in der Schilddrüse sind harmlos, viele Operationen überflüssig. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Der Eingriff an der Schilddrüse gehört zu den häufigsten in Deutschland. Rund 100.000 Operationen werden jedes Jahr durchgeführt. Doch Experten zufolge sind viele unnötig. Um sicher zu gehen, dass der Eingriff wirklich notwendig ist, sollten Betroffene eine zweite Meinung einholen, bevor sie sich unters Messer legen. Denn in den meisten Fällen sind die Knoten harmlos.

Schilddrüsenknoten meist harmlos

Bilden sich Knoten an der Schilddrüse, sprechen Ärzte vom "Struma nodosa". Die knotige Veränderung der Schilddrüse tritt in Deutschland häufig auf. Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) haben etwa 25 Prozent der Erwachsenen Knoten oder Zysten in ihrer Schilddrüse. Dabei sind Frauen häufiger betroffen als Männer. Ein Großteil der Wucherungen sei harmlos, bei einem Viertel der Menschen mit Schilddrüsenknoten sei Jodmangel der Auslöser. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt daher, ein- bis zweimal pro Woche Seefisch zu essen und bei der Zubereitung von Speisen immer Jodsalz zu verwenden.

Schilddrüsenknoten bleiben oft lange unentdeckt

Schilddrüsenknoten bleiben in vielen Fällen lange unbemerkt. Die Schilddrüsenwerte, wie sie im Zuge einer Blut-Kontrolle beim Hausarzt ermittelt werden, verraten meist nichts über die Existenz der Knoten, so die DGE. Diese seien fast immer unauffällig. Erst wenn sich die Knoten vergrößern, spürt der Betroffene diese. Viele leiden dann unter einem Druckgefühl im Hals oder Schluckbeschwerden. Oftmals ertasten die Patienten die Schwellung selbst, in einigen Fällen ist sie sogar durch eine Ausbeulung am Hals erkennbar. Nur in seltenen Fällen handele es sich um Krebs.

Ultraschalluntersuchung gibt erste Hinweise

Um die Veränderung einschätzen zu können, führen Ärzte meist eine Ultraschalluntersuchung durch. Dabei können punktuelle Verkalkungen, unregelmäßige Grenzen der Knoten sowie eine auffällige Durchblutung dem Arzt erste Hinweise auf einen Tumor geben. Auch eine sogenannte Feinnadelpunktion ist manchmal sinnvoll. Dabei handelt es sich um eine Zellanalyse, bei der mit Hilfe einer Nadel Zellmaterial entnommen und anschließend ins Labor geschickt wird. Da die Schilddrüse direkt unter der Haut liegt und schmerzunempfindlich ist, ist keine Betäubung notwendig. Nach etwa drei Tagen liegt ein Ergebnis vor.

Bei Knoten ab einem Zentimeter Durchmesser kommt auch die sogenannte Szintigraphie zum Einsatz. Diese bildgebende Diagnosemethode zeigt die Aktivität der Schilddrüse beziehungsweise der Knoten. Für die Untersuchung werden radioaktive Marker über eine Vene gespritzt und am Bildschirm ausgewertet.

Nicht vorschnell operieren lassen

Eine Operation des Organs ist nur dann nötig, wenn der Verdacht besteht, dass die Wucherung bösartig ist, wenn die vergrößerte Schilddrüse zu viel Platz einnimmt, also beispielsweise die Luftröhre oder Speiseröhre einengt oder wenn der Patient unter Schluckstörungen oder einem starken Druckgefühl im Hals leidet. Auch bei einer starken Schilddrüsenüberfunktion raten Mediziner zu dem Eingriff. Doch: Besonders bei Krebsverdacht werde manchmal zu schnell operiert, kritisiert Professor Peter Goretzki, Chirurg am Lukaskrankenhaus Neuss, gegenüber der "Apotheken Umschau". "Besonders wenn mehrere Knoten vorhanden sind, entscheiden sich viele Ärzte aus Sicherheitsgründen für eine Operation", sagt er.

Dabei ließe sich bereits mit einer gründlichen Ultraschall-Untersuchung ein Großteil der Knoten als ungefährlich ausschließen. Wer sich nicht unnötig operieren lassen möchte, sollte deshalb in einer spezialisierten Klinik eine Zweitmeinung einholen. "Diese Zeit hat man", sagt Goretzki.

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