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Bronchitis und Lungenentzündung: Wann Husten gefährlich wird

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Bronchitis und Lungenentzündung erkennen  

Bronchitis und Lungenentzündung - Wann Husten gefährlich wird

19.12.2016, 11:11 Uhr | Nina Bürger

Bronchitis und Lungenentzündung: Wann Husten gefährlich wird. Vorsicht: Hinter einem Erkältungshusten kann eine ernsthafte Erkrankung stecken.  (Quelle: imago/McPHOTO/Baumann)

Vorsicht: Hinter einem Erkältungshusten kann eine ernsthafte Erkrankung stecken. (Quelle: McPHOTO/Baumann/imago)

Winter ist Erkältungszeit. Meist beginnt der Infekt mit Niesen, Kratzen im Hals und Reizhusten. Doch Viren können noch mehr anrichten: Aus dem Husten kann eine Bronchitis oder sogar eine gefährliche Lungenentzündung werden. Besonders tückisch: Die Lungenentzündung äußert sich manchmal nur harmlos und wird erst spät erkannt.

Lungenentzündung kann plötzlich kommen

Wie tückisch und unvermittelt eine Lungenentzündung auftauchen kann, erfuhr Lukas W. Er hatte eine normale Erkältung mit leichtem Husten. Nach einiger Zeit waren die Symptome abgeklungen, und auch der Husten war so gut wie weg. Bis er eines morgens aufwachte, hohes Fieber hatte und sich erbrechen musste. Er fühlte sich schlapp, war kaum mehr ansprechbar. Erst nach einem Gang in die Notaufnahme und dem Blick auf die Röntgenbilder war klar: Der 38-Jährige litt unter einer schweren Lungenentzündung und musste eine Woche lang im Krankenhaus bleiben. Seine Entscheidung, umgehend einen Arzt aufzusuchen, war richtig: Noch immer steht die Lungenentzündung an fünfter Stelle der tödlichen Infektionskrankheiten, wie der Berufsverband der Pneumologen mitteilt.

Entzündete Lunge kann sich zunächst harmlos äußern

Die bakterielle Lungenentzündung äußert sie sich klassischerweise durch hohes Fieber, Schüttelfrost und trockenen Husten. Hohes bis mäßiges Fieber ist in Verbindung mit andauerndem Husten ein Alarmsignal, bei dem am besten ein Facharzt aufgesucht werden sollte. Besonders tückisch ist die sogenannte atypische Pneumonie, wie im Fall von Lukas W.: Sie äußert sich zunächst nur harmlos mit leichtem bis mäßigem Fieber und leichtem Husten, auch der Schüttelfrost bleibt aus. Deshalb wird sie meist erst spät erkannt.

Nur Röntgenbild bringt Gewissheit

Der Arzt kann durch bloßes Abhören von Bronchien und Lunge schon aufschlussreiche Hinweise deuten, Gewissheit bringt jedoch nur ein Röntgenbild. Eine Lungenentzündung, auch wenn sie von Viren ausgelöst wurde, wird meist mit Antibiotikum behandelt. Denn auch bei einer durch Viren ausgelösten Lungenentzündung würde eine drohende bakterielle Infektion die Heilung gefährden. Will der Arzt die Lungenentzündung gezielt behandeln, muss er einen Abstrich vom Hals und Rachenraum sowie eine Probe des Sekrets nehmen. Im Labor wird dann eine Kultur angelegt und unter dem Mikroskop untersucht. So können die Keime letztlich gezielt behandelt werden.

Viren und Bakterien können die Bronchitis auslösen

Häufig sind eine Erkältung oder eine Bronchitis die Wegbereiter einer Lungenentzündung. Bei einer Erkältung können Viren eine Entzündung der verzweigten Atemwege auslösen. Die Betroffenen leiden dann unter einem Husten, der besonders nachts und morgens belastend ist. Zudem kann der Hustenreiz schmerzhaft sein. Typisch ist auch eine vermehrte Schleimbildung. Sind Viren die Ursache der Erkrankung, ist das Sekret meist weißlich. Doch auch Bakterien können die Auslöser der Bronchitis sein. Dann ist das Auswurfsekret in der Regel gelb-grünlich gefärbt. Hinzu kommen verstärkte Atemgeräusch und Schmerzen beim Husten.

Bei Bronchitis viel trinken

Gegen eine bakterielle Bronchitis kann ein Antibiotikum helfen. Doch in der Regel reicht es, bei einer akuten Bronchitis viel zu trinken. Die Flüssigkeit löst das Sekret von den Bronchien, so dass es abgehustet werden kann. Auch Schonung und viel Schlaf sind wichtig. Unterstützend können Hustenblocker und -löser wirken. Blocker bekämpfen den Hustenreiz und Hustenlöser helfen dabei, den Schleim zu lösen. Allerdings helfen sie nur, wenn dauerhaft viel getrunken wird. Zudem sollte der Patient den Hustenlöser nur tagsüber einnehmen. Für die Nacht eignet sich ein reizstillender Hustensaft.

Hinter dem Husten kann mehr stecken

Ist der Husten nach spätestens zwei Wochen nicht verschwunden, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen. Auch andere Krankheiten wie eine Tuberkulose, ein Tumor oder eine Schädigung des Lungengewebes durch Reizstoffe können dahinter stecken. Bleibt der Husten länger als sechs Wochen, könnte es sogar Krebs sein.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
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