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Scharlach bei Erwachsenen: Symptome richtig deuten

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Himbeerzunge und Fieber  

Scharlach bei Erwachsenen: Symptome und Therapie

14.02.2017, 10:26 Uhr | cr (CF)

Scharlach bei Erwachsenen: Symptome richtig deuten. Scharlach muss unbedingt von einem Arzt behandelt werden. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Scharlach muss unbedingt von einem Arzt behandelt werden. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Scharlach zählt gemeinhin zu den Kinderkrankheiten, es können sich aber auch Erwachsene infizieren. Erfahren Sie, durch welche Symptome sich die Krankheit äußert. Weiter erklären wir, welche Spätfolgen bei Erwachsenen auftreten können, wenn Scharlach nicht rechtzeitig behandelt wird.

Verursacht wird Scharlach durch so genannte Streptokokken-Bakterien, die sich im Rachen einnisten. Untersuchungen zufolge, sind bei jedem zehnten Menschen Streptokokken nachweisbar, ohne dass die Krankheit zum Ausbruch kommt. Kommt es jedoch zum Ausbruch, verläuft Scharlach bei Erwachsenen oft schwerwiegender als beim Kind.


Die Ansteckung mit Scharlach kann auf zwei Arten erfolgen

Die häufigste Form der Übertragung von Scharlach ist die Tröpfcheninfektion. Das bedeutet, dass Körperflüssigkeiten einer kranken Person beim Niesen oder Husten in die Luft gelangen und von einer zweiten Person eingeatmet werden.

 

Die zweite und seltenere Möglichkeit ist die Schmierinfektion. Bei dieser Form der Ansteckung gerät der Betroffene mit Erregern in Kontakt, die sich auf alltäglichen Gegenständen befinden, die zuvor ein Erkrankter benutzt hat.


Plötzlicher Beginn, Fieber und die Himbeerzunge sind typische Symptome

Die Kinderkrankheit Scharlach ruft sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen die gleichen Symptome hervor:

  • Plötzlich ausgeprägtes Krankheitsgefühl
  • Fieber
  • Erbrechen
  • Schüttelfrost
  • Geschwollene Lymphknoten
  • Kopf- und Gliederschmerzen
  • Halsschmerzen mit Ausschlag im Bereich der Schleimhäute
  • Rötung im Bereich des Gaumens
  • Roter, stecknadelgroßer Hautausschlag – vom Hals über die Brust zu den Schenkelbeugen
  • "Milchbart" (Dreieck um Mund und Kinn vom Hautausschlag nicht betroffen)
  • "Himbeerzunge" (erst weiß belegt, ab dem vierten Tag himbeer-rot)

Komplikationen oder Spätfolgen häufiger bei Erwachsenen

Im Gegensatz zum Verlauf bei Kindern, ist die Krankheit bei Erwachsenen häufiger mit größeren Komplikationen oder Spätfolgen verbunden. Unbehandelt tritt oft, ein bis fünf Wochen nach der Erkrankung, das sogenannte rheumatische Fieber auf. Dabei kommt es zu einer Entzündung verschiedener Organsysteme. Es können unter anderem Gelenke, Herz, Gehirn und Haut betroffen sein.

Rheumatisches Fieber verursacht außerdem eine Arthritis, die vor allem große Gelenke betrifft. Zusätzlich besteht das Risiko einer schweren Nierenentzündung. Besonders riskant ist eine Scharlachinfektion für Schwangere.

Scharlach muss immer vom Arzt behandelt werden

Versuchen Sie nicht, Scharlach selbst zu behandeln. Suchen Sie schnellstmöglich einen Arzt auf, wenn die Symptome Scharlach andeuten. Der Arzt kann einen Schnelltest durchführen und verschreibt entsprechende Medikamente – meist Antibiotika – wodurch die Symptome schnell gelindert werden.

Die Behandlung durch Antibiotika dient einerseits der Abtötung von Bakterien, die für die Infektion verantwortlich sind; zum andern mindert es aber auch die Ansteckungsgefahr und verhindert gefährliche Folgeerkrankungen.

Keine Impfung und keine Immunität nach überstandener Erkrankung

Scharlach wird durch Bakterien, aus der Gruppe der sogenannten A-Streptokokken ausgelöst. Haben Sie eine Scharlach-Infektion einmal überstanden, sind Sie tatsächlich immun – allerdings nur gegen die spezifische Streptokokken-Art, die Ihre Krankheit auslöste. An allen andern Arten der A-Streptokokken können Sie also wieder erkranken. Eine wirksame Impfung gegen Scharlach gibt es leider nicht.

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