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Blinde Flecken im Gesichtsfeld

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Glaukom  

Blinde Flecken im Gesichtsfeld weisen auf ein Glaukom hin

03.07.2012, 09:37 Uhr | akl

Blinde Flecken im Gesichtsfeld. Blinde Flecken im Gesichtsfeld sollte man nicht unterschätzen.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Blinde Flecken im Gesichtsfeld sollte man nicht unterschätzen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Blinde Flecken im Gesichtsfeld sind ein Hinweis für ein Glaukom, auch bekannt als Grüner Star. Darauf weist der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA) hin. Da die Augen die Ausfälle gut ausgleichen können, werden die Warnzeichen oft erst spät erkannt. Woran Sie ein Glaukom erkennen.

Veränderungen im Sehfeld meist nicht bemerkt

Sehen ist ein komplexer Vorgang, bei dem das Gehirn die Informationen, die es vom Auge erhält zu einem kompletten Bild zusammensetzt. Diese Informationsverarbeitung funktioniert so gut, dass Fehler vom Auge und dem Gehirn lange Zeit ausgeglichen werden, sagt der BVA. So entstehe der trügerische Eindruck eines vollständigen Bildes, auch wenn schon Schäden am Sehnerv entstanden sind. Ein Objekt, das sich von der Seite nähert, könne dann plötzlich "wie aus dem Nichts" im zentralen Gesichtsfeld auftauchen. Zudem komme es öfter vor, dass man stolpert oder nicht sieht, wenn einem der Nachbar zuwinkt.

Da der Patient – von wenigen Ausnahmefällen abgesehen – zudem keine Schmerzen hat, werden die infolge eines Glaukoms entstehenden "blinden Flecken" im Gesichtsfeld oft erst dann erkannt, wenn bereits ein großer Teil des Sehnervs unwiederbringlich zerstört ist. Die Betroffenen können erblinden.

Ringe um Lichtquellen sind erstes Symptom

Beim Glaukom, auch Grüner Star, sterben nach und nach die Zellen des Sehnervs ab. Die Einschränkungen im Sehen können nicht rückgängig gemacht werden. Die Krankheit kann lediglich aufgehalten werden. Die Ursachen sind vielfältig. Häufig spielt ein zu hoher Augeninnendruck eine wichtige Rolle. Als erstes Symptom sehen Betroffene häufig Ringe um Lichtquellen.

Ab 40 regelmäßig zum Augenarzt

Mit einer Früherkennungsuntersuchung kann der Augenarzt die Diagnose schon stellen, bevor die Sehkraft leidet. Mit Augentropfen, Lasereingriffen oder einer Operation kann der Sehverlust wirksam verhindert werden, erklärt der BVA. Da das Glaukom mit zunehmendem Alter häufiger auftritt, empfehlen Augenärzte die Früherkennung allen Menschen ab 40 Jahren - bei familiärer Veranlagung sogar schon früher.

Die Früherkennungsuntersuchung ist schmerzfrei und beinhaltet einen Sehnerven-Check in Kombination mit der Messung des Augeninnendrucks und möglicherweise noch weitere Untersuchungen. Sie kostet zwischen 15 und 30 Euro und wird nur dann von der Krankenkasse übernommen, wenn ein erhöhtes Risiko für eine Erkrankung besteht.

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