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Alzheimer: 20 Jahre vor Ausbruch erkennbar

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Alzheimer schon früh erkennbar

06.11.2012, 15:38 Uhr | amr, t-online.de

Alzheimer: 20 Jahre vor Ausbruch erkennbar. Bei Alzheimer-Patientenfinden schon in jungen Jahren Gehirnveränderungen statt. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Viele Menschen haben Angst, im Alter an Alzheimer zu erkranken. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Alzheimer lässt sich bereits 20 Jahre vor dem Ausbruch diagnostizieren. In einer Studie, veröffentlicht in der Zeitschrift "Lancet Neurology" untersuchten Wissenschaftler die Gehirne von jungen Erwachsenen mit einer genetische Veranlagung für Alzheimer. Sie entdeckten größere Mengen Eiweißablagerungen in Teilen des Gehirns. Bei Menschen ohne genetischen Defekt treten diese Ablagerungen nicht auf.

Gehirnveränderung Jahre vor Krankheitsausbruch sichtbar

Das Forschungsteam des Banner Alzheimers Institute in Arizona untersuchte 44 Patienten im Alter von 18 bis 26 Jahren. Die Hälfte von ihnen trug das Gen, was zu Alzheimer führt, in ihrem Erbgut. Bei den Probanden wurde in Gehirn- und Rückenmarksflüssigkeit eine höhere Konzentration des Amyloid-Beta-Proteins festgestellt. Bei der anderen Gruppe ohne das Alzheimer-Gen waren keine Eiweißablagerungen nachweisbar. "Diese Entdeckungen bestätigen, dass die Gehirnveränderungen schon Jahre vor dem Ausbruch der Krankheit stattfinden", so Studienmitglied Professor Eric Reiman. Durchschnittlich bekommen Menschen mit einer genetischen Veranlagung im Alter von 45 Jahren Alzheimer.

Bessere Therapie möglich

Eine medikamentöse Behandlung im Frühstadium könnte die Krankheitssymptome im Alter mindern. Der fortschreitende Gedächtnisverlust würde hinausgezögert werden oder die Vergesslichkeit tritt sogar weniger stark auf. Die Möglichkeit, chemische Veränderungen im Gehirn frühzeitig zu erkennen und als Warnsignal zu sehen, erleichtere präventive Behandlungen. Damit steige auch die Wahrscheinlichkeit irreparable Schäden, wie den Verlust von Hirnzellen, zu vermeiden.

Alzheimer verändert die Persönlichkeit

Bei der Alzheimer-Krankheit sterben mit zunehmendem Alter immer mehr Nervenzellen im Gehirn ab. Die Betroffenen werden vergesslich und haben Probleme beim Sprechen, Orientieren und bei Alltagshandlungen wie beim Schuhezubinden. Auch psychische Probleme treten auf. Häufig geht Alzheimer mit Änderungen im Verhalten wie verstärkter Streitlust und Misstrauen einher. Aber auch Traurigkeit, Ängstlichkeit, Unsicherheit und ein Rückzug aus dem familiären Leben werden immer wieder beobachtet.

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