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Akupunktur gegen Migräne: Kopfschmerzen vorbeugen

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Akupunktur  

Akupunktur gegen Migräne: Kopfschmerzen vorbeugen

02.04.2013, 09:55 Uhr | ob (CF)

Akupunktur gegen Migräne: Kopfschmerzen vorbeugen. Migräne raubt viel Kraft, Nerven und Qualität (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Migräne raubt viel Kraft, Nerven und Qualität (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Migräne gehört zu den unangenehmsten Arten von Kopfschmerzen, deren Ursache und Auslöser bis heute noch nicht eindeutig geklärt sind. Allerdings können Betroffene Migräne mit Akupunktur vorbeugen. Die alternative Heilmethode wurde sogar in die Behandlungsleitlinie zu Migräne aufgenommen.

Mit Akupunktur Migräne vorbeugen

Akupunktur eignet sich nachweislich zur Vorbeugung von Migräne-Attacken. Die alternative Heilmethode kann sowohl die Häufigkeit der quälenden Kopfschmerzen reduzieren als auch deren Intensität, so Professor Dr. Hans-Christoph Diener, Neurologe an der Universität Essen, laut dem ARD-"Morgenmagazin". Auch der Berufsverband Deutscher Neurologen (BDN) weist gegenüber der Deutschen Presse-Agentur darauf hin, dass die prophylaktische Wirkung der Akupunktur mit der von vorbeugenden Medikamenten vergleichbar sei.

Für die Behandlungsmethode, die zumeist nach den Vorstellungen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) durchgeführt wird, eignen sich jedoch ausschließlich die beschwerdefreien Zeiträume zwischen den Kopfschmerz-Attacken. Der Grund: Bei akuter Migräne ist der Effekt von Akupunktur nahezu wirkungslos. Akupunktur kann akuten Schmerzen also vor allem vorbeugen, diese aber nicht lindern.

Akupunktur vor allem bei chronischen Kopfschmerzen

Im Vergleich zu Medikamenten ist die Behandlung mit Nadelstichen weitestgehend ohne Nebenwirkungen. Gerade bei chronischen Kopfschmerzen empfiehlt Professor Diener solch alternative Behandlungsmethoden, da zu häufig eingenommene Medikamente gegen starke Kopfschmerzen selber Schmerzen auslösen können.

Wie die Stiftung Warentest berichtet, vermuten Experten, dass bei regelmäßiger Einnahme von Schmerzmitteln die Schwelle des Schmerzempfindens deutlich sinkt und das Schmerzsystem der Patienten in der Folge überempfindlich reagiert.

Wie wirkt Akupunktur gegen Migräne?

Die Erfolge der Akupunktur sprechen für sich: Bei vielen Patienten stellen sich bereits nach wenigen Sitzungen deutliche Verbesserungen ein. Wie genau die chinesische Heilmethode wirkt, ist allerdings genauso unklar wie die genaue Ursache von Migräne.

Ähnliche Erfolge bei Migräne-Kopfschmerzen lassen sich nämlich auch mit Akupunktur-Behandlungen erzielen, die sich nicht an den Vorstellungen der TCM orientieren: Bei der sogenannten Sham-Akupunktur beispielsweise werden die Nadeln nicht an den chinesischen Akupunktur-Punkten und auch nicht so tief eingestochen – dennoch stellt sich derselbe Erfolg ein. Professor Diener vermutet hinter dem positiven Effekt daher einen Placebo-Effekt. Das sei allerdings kein Grund, an der Wirksamkeit der Methode zu zweifeln.

Mit 15 Akupunktur-Sitzungen zum Erfolg

Auch wenn sich Migräne durch Akupunktur nicht vollständig heilen lässt, leben viele Betroffene anschließend mit deutlich weniger Beschwerden. Bei wöchentlich zwei Sitzungen verbessern sich die Beschwerden durch Migräne-Attacken nach insgesamt durchschnittlich 15 Sitzungen deutlich, teilt der BDN mit. Schon nach der Hälfte der Behandlung ließen sich die Kopfschmerzen oft spürbar lindern. In extremen Fällen könne es jedoch auch vorkommen, dass sich der Behandlungserfolg erst nach bis zu 40 Behandlungen einstellt.

Um Migräne langfristig vorzubeugen, empfehlen Experten wie Professor Diener einige Auffrischungssitzungen, die ein paar Monate nach der Erstbehandlung erfolgen sollten. Wer sich dazu entscheidet, mit Akupunktur gegen Migräne vorzugehen, sollte jedoch wissen, dass die gesetzlichen Krankenkassen nicht für die Behandlungskosten aufkommen.

Zwar gehört die Akupunktur seit 2007 zu den Kassenleistungen, allerdings nur dann, wenn Sie zur Schmerztherapie an Knien oder Rücken zum Einsatz kommt. Wer privat krankenversichert ist, sollte sich vor der Behandlung bei seiner Krankenkasse über eine mögliche Kostenübernahme informieren.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
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