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Schlaganfall vorbeugen: Deutsche Herzstiftung zu Gerinnungshemmern

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Trotz Blutungsgefahr  

Herzstiftung rät zu Gerinnungshemmern

22.01.2015, 12:59 Uhr | vdb

Schlaganfall vorbeugen: Deutsche Herzstiftung zu Gerinnungshemmern. Sind die Gefäße frei, sinkt das Risiko für einen Schlaganfall.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Sind die Gefäße frei, sinkt das Risiko für einen Schlaganfall. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die dauerhafte Einnahme des Blut verdünnenden Wirkstoffs ASS (Acetylsalicylsäure), der auch in Aspirin enthalten ist, gilt aus umstritten. Im schlimmsten Fall kann es zu inneren Blutungen kommen. Aktuelle Therapieleitlinien betrachten ASS daher nicht mehr als empfehlenswerte Alternative. Patienten mit Vorhofflimmern rät die Deutsche Herzstiftung dennoch ausdrücklich zur strikten Einnahme von Gerinnungshemmern.

Die Therapie kann das Schlaganfall-Risiko reduzieren. Dazu sind neue Wirkstoffe auf dem Markt, bei denen die Wahrscheinlichkeit einer Blutung vergleichsweise gering ist. Weltweit erhielten jedoch noch immer zu wenig Patienten gerinnungshemmende Medikamente, aus Angst vor Nebenwirkungen, schreibt die Herzstiftung in ihrem Ratgeber "Gerinnungshemmung bei Vorhofflimmern".

1,8 Millionen leiden an Vorhofflimmern

In Deutschland leiden nach Angaben der Experten rund 1,8 Millionen Menschen an Vorhofflimmern. Das Tückische: Bei dem Herzleiden können in den Vorhöfen Blutgerinnsel entstehen, die die Arterien verschließen und so zu einem Schlaganfall führen. Ein Folgeleiden, das jährlich etwa 30.000 Mal vorkommt. "Allerdings ist das Risiko eines Schlaganfalls bei den einzelnen Patienten unterschiedlich hoch und muss immer überprüft werden", informiert die Herzstiftung.

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"Meist ist bei Vorhofflimmern eine gerinnungshemmende Therapie mit Medikamenten notwendig", sagt Dr. Gerian Grönefeld, Kardiologe an der Asklepios Klinik Barmbek in Hamburg. Durch sie "wird bei gefährdeten Patienten die Häufigkeit eines Schlaganfalls um 60 bis 70 Prozent vermindert." Betroffene sollten ihre Medikamente daher wie vom Arzt verordnet konsequent einnehmen, um sich vor gefährlichen Gefäßverschlüssen zu schützen.

Erfolge größer als Gefahr

Ärzte verschreiben stattdessen zum Beispiel Marcumar/Falithrom. Neu sind zudem die Medikamente Xarelto, Pradaxa und Eliquis. Hier sind die Risiken jeweils genau zu betrachten und für den einzelnen Patienten abwägen. Denn alle Wirkstoffe können mit Nebenwirkungen verbunden sein, insbesondere mit Blutungen. "Zwar wird der Nutzen der Gerinnungshemmer von einer erhöhten Neigung zu Blutungen begleitet, wozu sehr seltene Blutungen im Gehirn gehören", sagt Grönefeld. "Dennoch überwiegt der Nutzen, wenn man die Senkung des Schlaganfallrisikos mit dem Blutungsrisiko vergleicht, selbst bei alten Patienten über 75 Jahren", so die Einschätzung des Experten.

Der richtige Lebensstil für ein gesundes Herz

Auch andere Faktoren, die einen Schlaganfall begünstigen, sollten optimal eingestellt werden. Zu ihnen zählen Rauchen, ein zu hoher Blutdruck, Diabetes, erhöhte Blutfettwerte, Übergewicht und Bewegungsmangel. Auch eine Umstellung auf Mittelmeerkost mit viel Gemüse, Fisch und gesunden Fetten fördert elastische Gefäße und somit ein gesundes Herz.

Weitere Informationen bietet der Experten-Ratgeber "Gerinnungshemmung bei Vorhofflimmern" der Deutschen Herzstiftung.

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