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Thrombose: Symptome, Behandlung und Ursachen

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Gefährliches Blutgerinnsel  

Thrombose: Definition, Symptome und Behandlung

01.06.2016, 14:32 Uhr | om (CF)

Thrombose: Symptome, Behandlung und Ursachen. Die Symptome eine Thrombose sind sehr unterschiedlich und abhängig vom Ort des Blutgerinnsels. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die Symptome eine Thrombose sind sehr unterschiedlich und abhängig vom Ort des Blutgerinnsels. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wenn das Bein plötzlich stark schmerzt und anschwillt, kann dies auf eine Thrombose hindeuten. Wichtiges zu den Symptomen, Ursachen und zur Therapie einer Thrombose lesen Sie hier.

Thrombose: Definition der Gefäßerkrankung

Die Thrombose ist eine Gefäßerkrankung, bei der sich in einem bestimmten Teil des Körpers ein Blutgerinnsel bildet, der sogenannte Thrombus. Das Gerinnsel verstopft das Blutgefäß und blockiert so den natürlichen Blutstrom. Während Blutgerinnung bei Wunden ein essenzieller Vorgang im Körper ist, kann es bei dieser sogenannten intravasalen Form zu Komplikationen kommen. Eine Thrombose kann theoretisch in allen Teilen des Körpers auftreten – besonders häufig sind jedoch die Beinvenen betroffen.

Generell wird zwischen tiefer und oberflächiger Venenthrombosen unterschieden. Letztere bezeichnen Ärzte als Venenentzündung, da die Thrombose zumeist eine krampfaderartig veränderte Vene betrifft. Ist dies nicht der Fall, ist die betroffene gesunde Vene zumeist von einer anderen schweren Erkrankung betroffen, die ärztlich abgeklärt werden muss.

Frauen häufiger als Männer betroffen

Die tiefe Venenthrombose betrifft die Gefäße, die im Inneren des Beins verlaufen. Ebenso können Arterien verstopfen und mitunter Herzinfarkte oder Schlaganfälle auslösen. Pro Jahr erleiden laut dem Gesundheitsportal "Onmeda" 1 von 1.000 Personen eine Thrombose. Frauen sind häufiger betroffen als Männer.

Darüber hinaus gibt es weitere Risikofaktoren die Gefäßerkrankung zu bekommen. Dazu zählen unter anderem lange Reisen oder lange Bettlägerigkeit, die Einnahme östrogenhaltiger Medikamente (Antibabypille), hohes Lebensalter, Flüssigkeitsmangel oder ausgeprägtes Krampfaderleiden.

Typische Symptome einer Thrombose

Die Anzeichen für eine Thrombose sind sehr unterschiedlich. Sie hängen von der Art und dem Ort des Blutgerinnsels ab. Eine tiefe Beinvenenthrombose lässt das Bein anschwellen, wodurch sich ein Schweregefühl entwickelt. Darüber hinaus leiden einige Betroffene unter starken Schmerzen in der betroffenen Region. Diese Schmerzen ähneln oftmals einem Muskelkater. Das Bein verfärbt sich mitunter bläulich und fühlt sich wärmer an. Ist eine tiefe Vene in den Armen betroffen, zeigen sich ähnliche Symptome.

Eine oberflächliche Venenthrombose lässt sich zumeist auch äußerlich erkennen. Die betroffene Vene schwillt an, ist dicker und hart. Der schmerzende Strang ist unter der Haut tastbar, gerötet und heiß. Da sich diese Symptome jedoch auch bei einer tiefen Venenthrombose zeigen können, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen.

Symptome variieren stark

Weil sich eine Thrombose in fast allen Körperregionen bilden kann, variieren die Symptome mitunter stark. Ist etwa die Pfortader im Bauch betroffen, schwillt diese durch Wassereinlagerungen an. Hat sich ein Gerinnsel in den Nierenvenen gebildet, wird mit dem Urin Blut ausgeschieden. Auch Flankenschmerzen sind möglich. Verstopfte Gefäße im Gehirn führen zu Kopfschmerzen, Lähmungen und Krampfveränderungen.

Löst sich ein Blutgerinnsel im Körper, kann es zur Lunge wandern und dort Gefäße verstopfen. In einem solchen Fall spricht man von einer Lungenembolie, die durch eine Thrombose hervorgerufen werden kann. Betroffene leiden unter Atemnot und Schwindel, die große Angst und Unruhe auslösen. Bemerken Sie Auffälligkeiten, kontaktieren Sie umgehend einen Arzt – eine schnelle Behandlung bei einer Thrombose kann Leben retten.

Thrombose: Schnelles Handeln ist wichtig

Eine Thrombose ist ein Notfall und auch als solcher zu behandeln. Laut dem Portal "Internisten im Netz" sollte wenigsten zehn Tage, nachdem der Thrombus entstanden ist, die Therapie eingeleitet werden. Eine erfolgreiche Therapie zur Vermeidung einer Lungenembolie und zur Wiederherstellung des natürlichen Blutflusses kann nur innerhalb der ersten Tage nach Entstehung des Blutgerinnsels erfolgreich sein. Je schneller der Arzt mit der Behandlung beginnt, desto besser sind die Genesungschancen.

Bei der Auswahl der Therapie richtet sich der behandelnde Mediziner nach der Größe und Art des Gerinnsels – sie muss individuell festgelegt werden. Zuweilen wird mithilfe von Medikamenten versucht, den Thrombus aufzulösen und den natürlichen Blutstrom wiederherzustellen. Dafür setzen Mediziner häufig Heparine ein, Polysaccharide, welche die Gerinnung hemmen. Der Wirkstoff wird entweder mit einer Infusion direkt in die Venen gegeben oder unter die Haut gespritzt.

Leider verspricht diese Therapie laut "Internisten im Netz" bei einer bereits bestehenden Thrombose nur in zehn Prozent der Fälle Erfolg. Obwohl der Thrombus zumeist nicht komplett aufgelöst werden kann, verhindert das Medikament, dass er weiter wächst. So wird das Risiko von Folgeerkrankungen gesenkt. Heparin wird zumeist zur Vorbeugung bei Patienten eingesetzt, die ein erhöhtes Blutgerinnungsrisiko haben.

Thrombose-Therapie: Thrombolyse, Kompressionen, OP

In manchen Fällen wird das Blutgerinnsel mit einer Thrombolyse aufgelöst. Dazu werden sogenannte Thrombolytika in einer Dauerinfusion verabreicht. Mindestens drei Tage und maximal 14 Tage lang bekommen Betroffene das hoch dosierte Medikament. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Therapie anschlägt, hängt von dem Zeitpunkt des Beginns ab. Je schneller mit der Verabreichung begonnen wird, desto besser sind die Chancen, dass sich das Gerinnsel wieder auflöst.

Die Risiken dieser Behandlung sind jedoch nicht unerheblich. Je länger die Therapie dauert, desto wahrscheinlicher werden die Nebenwirkungen. Dazu gehören unter anderem unkontrollierbare Blutungen, die vor allem im Gehirn auftreten. Entsprechend muss der behandelnde Arzt Nutzen und Risiken im Fall einer solchen Behandlung genau abwägen.

Darüber hinaus kann eine Kompressionstherapie zur Behandlung der Thrombose infrage kommen. Dabei übt ein Strumpf oder Verband auf den betroffenen Bereich Druck aus. Der entstehende Widerstand gegen die Gefäßwände verhindert, dass sie ausleiern, wodurch einer Venenschwäche vorgebeugt wird.

Das Anwachsen des Thrombus an die Venenwand wird beschleunigt, der Blutfluss unterstützt und Flüssigkeitseinlagerungen im Gewebe minimiert. Somit dient diese Behandlung einerseits der Prophylaxe, da eine Embolie möglichst vermieden wird, und andererseits der Linderung der Beschwerden.

Teilweise kommen auch chirurgische Methoden zum Einsatz. Bei der sogenannten Thrombektomie wird die Thrombose unter einer Narkose entfernt. Dabei gibt es unterschiedliche Vorgehensweise. So wird beispielsweise mit einem Ballonkatheter, der in die Vene geführt wird, die Thrombose aus dem Bein gezogen. Aber auch Methoden, mithilfe derer das Gefäß direkt geöffnet wird, sind möglich. Die Verfahren müssen vom Arzt individuell bestimmt und durchgeführt werden.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
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