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Lungenemphysem: Ursachen, Symptome, Therapie

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Hohes Risiko für Raucher  

Lungenemphysem: Risiko für Raucher, Ursachen und Therapie

12.09.2016, 13:13 Uhr | hm (CF)

Lungenemphysem: Ursachen, Symptome, Therapie. Vor allem Raucher sind vom Lungenemphysem häufig betroffen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Vor allem Raucher sind vom Lungenemphysem häufig betroffen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ein Lungenemphysem und die damit verbundene Atemnot können die Lebensqualität teils drastisch einschränken. Lesen Sie hier, woran sie das Emphysem erkennen, wie es entsteht und wie es behandelt wird.

Was ist ein Lungenemphysem?

Ein Lungenemphysem ist eine chronische Lungenerkrankung. Betroffen sind in erster Linie die Lungenbläschen (Alveolen), die für den Gasaustausch im Körper von wesentlicher Bedeutung sind. Über sie gelangt der Sauerstoff aus der Atemluft in den Blutstrom und damit in den ganzen Körper. Umgekehrt geben die Lungenbläschen das Kohlendioxid aus dem Verarbeitungsprozess wieder ab. Besteht ein Lungenemphysem, sind die Lungenbläschen krankhaft überbläht und verlieren ihre Elastizität. Mehrere der Bläschen verschmelzen zu sackartigen Blasen, wodurch sich die Oberfläche der Lunge, die für den Gasaustausch zuständig ist, verringert. Als Folge kann der Körper immer schlechter mit Sauerstoff versorgt werden. Der Sauerstoffgehalt im Blut sinkt.

Nach Angaben des Bundesverbands der Pneumologen (BdP) ist bei einer Reduktion der Lungenoberfläche um 30 Prozent die Lebenserwartung deutlich geringer als bei gesunden Menschen. Zusätzliche Gefäßverengungen können diese weiter absenken.

Symptome der Lungenerkrankung

Die Symptome eines Lungenemphysems stellen sich oft erst schleichend ein. Das typische Anzeichen der Erkrankung und damit das Leitsymptom ist Atemnot. Zunächst tritt diese Kurzatmigkeit nur bei starker körperlicher Anstrengung auf. Im weiteren Verlauf leiden Betroffene jedoch auch bei leichten Anstrengungen unter Atemnot, im Endstadium selbst im Ruhezustand. Hinzu kommen Anzeichen wie ein spürbarer Leistungsabfall und Abgeschlagenheit. Betroffene fühlen sich schnell müde und schlapp.

Husten und Auswurf können als Symptome auftreten, insbesondere wenn die Patienten zusätzlich unter chronischer Bronchitis leiden. Auch äußerlich gibt es Anzeichen für ein Lungenemphysem. Erkrankte weisen einen sogenannten Fassthorax auf, also einen fassförmigen Brustkorb, der kurz und breit ist. Der Fassthorax bildet sich als Folge der verstärkten Lungenüberblähung. Schließlich erhöht sich bei Menschen mit einem Lungenemphysem die Wahrscheinlichkeit, an Atemwegsinfektionen zu erkranken. Wie stark die Symptome auftreten, hängt dabei vom Zerstörungsgrad der Lunge ab.

Ursachen: Zerstörung des Gleichgewichts in der Lunge

Grundsätzlich entsteht ein Lungenemphysem dadurch, dass das Gleichgewicht bestimmter Eiweißstoffe in der Lunge beeinträchtigt ist. Es gibt dabei sowohl Eiweiß abbauende Enzyme – sogenannte Proteasen – als auch Eiweiß schützende Proteine namens Antiproteasen und Proteaseinhibitoren. Sind mehr abbauende Eiweißstoffe vorhanden als schützende, werden die Lungenbläschen mit der Zeit nach und nach zerstört. Ursachen für diesen Prozess gibt es einige. Besonders Rauchen kann sich negativ auf das Gleichgewicht in der Lunge auswirken. Bestimmte Substanzen im Zigarettenrauch hemmen die schützenden Enzyme. Als Folge des Übergewichts der abbauenden Proteine entsteht eine chronische Entzündung in der Lunge, die sich zu einem Emphysem ausbilden kann.

Andere chronische Entzündungen, die durch unkontrolliertes Asthma, Bronchitis oder eine schwere Lungenentzündung ausgelöst werden, können ein Lungenemphysem zur Folge haben. Zudem kann das Lungenemphysem als Endstadium anderer Lungenerkrankungen wie einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) auftreten. Die COPD gehört nach Angaben der "Apotheken Umschau" zur häufigsten Emphysemform. COPD wird in erster Linie durch Rauchen ausgelöst.

Risikofaktoren für ein Lungenemphysem

Zu den selteneren Ursachen für die Ausbildung eines Lungenemphysems gehört Narbengewebe, das sich nach Entzündungen in der Lunge bildet. Weiterhin kann die Erkrankung im Alter aufgrund der sinkenden Elastizität des Bindegewebes – auch in der Lunge – auftreten. Zu den Risikofaktoren gehören zudem genetische Prädispositionen. Menschen, die unter Alpha-1-Antitrypsin-Mangel leiden, besitzen nicht ausreichend schützende Proteine in der Lunge. Als weitere Risikofaktoren gelten Schadstoffe wie Staub und Autoabgase. Auch beruflich bedingter Kontakt mit Feinstaub aus Quarz, Textilien oder Gasen kann ein Lungenemphysem begünstigen. 

Therapie: Rauchen einstellen

Um eines vorwegzunehmen: Ein Lungenemphysem ist nicht heilbar. Die Veränderungen, die schon am Lungengewebe vorliegen, können nicht rückgängig gemacht werden. Unbehandelt kann die Erkrankung zum Tod führen. Wird die Therapie jedoch rechtzeitig begonnen, kann das Fortschreiten der Erkrankung verzögert und so die Lebensqualität gesteigert werden. Entscheidend für die weitere Behandlung ist es, dass Erkrankte das Rauchen einstellen und sich auch von anderen schädlichen Schadstoffen fernhalten. Da Betroffene anfälliger für Infekte sind, sollten sie sich gegen Grippe (jährlich) und Pneumokokken (alle fünf Jahre) impfen. Kommt es dennoch zu bakteriellen Atemwegsinfektionen, sollten diese frühzeitig mit Antibiotika behandelt werden.

Behandlung: Medikamentös und nicht medikamentös

Darüber hinaus ist eine medikamentöse und nicht medikamentöse Therapie möglich. Bei der medikamentösen Variante hängt die Auswahl der Wirkstoffe von den Beschwerden und dem Stadium der Erkrankung ab. Es kommen beispielsweise Antibiotika, entzündungshemmende und Bronchien erweiternde Medikamente zum Einsatz. Die Dosierung sollte mit dem jeweiligen Facharzt abgeklärt werden. Darüber hinaus haben Betroffene die Möglichkeit, mit einer speziellen Atemgymnastik ihre Atmung besser zu kontrollieren. Der Sauerstoffmangel kann zudem mit Sauerstoffzugaben behandelt werden. In schweren Fällen ist eine Sauerstoff-Langzeittherapie eine Option.

Schließlich sind auch operative Maßnahmen möglich, bei denen das erkrankte Lungengewebe entfernt wird, um für eine bessere Belüftung der gesunden Bereiche zu sorgen. Doch nicht bei allen Erkrankten zeigt diese Maßnahme die erwünschte Wirkung.

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