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Baupfusch von vorneherein vermeiden: Baufirma entscheidend

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Auf Spezialisierung und Service achten  

Was Bauherren am besten vor Baupfusch schützt

03.02.2018, 10:21 Uhr | dpa-tmn

Baupfusch von vorneherein vermeiden: Baufirma entscheidend. So finden Bauherren die richtige Baufirma. (Quelle: dpa)

So finden Bauherren die richtige Baufirma. (Quelle: dpa)

Rissige Wände, feuchter Keller: Horrormeldungen über Pfusch am Bau gibt es viele. Damit es gar nicht erst so weit kommt, sollten Bauherren sich die Wahl der Baufirma gut überlegen. Mit diesen Tipps wird der Weg zum Traumhaus einfacher.

Zunächst muss sich der Bauherr überlegen: Welchen Weg will er einschlagen? Arbeitet er mit einem Architekten zusammen und plant er individuell? Oder kauft er ein schlüsselfertiges Haus, das aus einer Hand von einem Bauträger oder Generalunternehmer gebaut wird? Deutlich mehr Bauherren wählen die Variante des schlüsselfertigen Hauses, laut Eva Reinhold-Postina vom Verband Privater Bauherren rund 90 Prozent. Der Markt ist riesig, viele Firmen buhlen um die Bauherren. Es gibt aber einige Anhaltspunkte, auf die Bauherren achten sollten.

Auf Spezialisierung achten

Die Firma sollte auf Einfamilienhäuser spezialisiert sein. "Sie sollten nicht Brücken, Lagerhallen und nebenbei zwei, drei Häuser im Jahr bauen", erklärt Udo Schumacher-Ritz vom Verein zur Qualitäts-Controlle am Bau (VQC). Spezialisten bieten den kompletten Service von der Planung, über die Erstellung des Energieausweises bis zum Bau. "Sie bauen wirtschaftlich."

Referenzhäuser ansehen und Besitzer mit Fragen löchern

Neben der Spezialisierung spielen Erfahrung und Referenzen eine große Rolle, sagt Philipp Mahler von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Wenn es Häuser in der Umgebung gibt, welche die Firma gebaut hat, sollte man dort einmal vorbeifahren und die Hauseigentümer nach ihren Erfahrungen mit dem Unternehmen fragen. Wer nicht erst auf die Suche nach Meinungen gehen will, kann auch bei der Firma Referenzen erfragen, sagt Reinhold-Postina. Sie betont: "Seriöse Anbieter nennen welche."

Mit diesen Hausbesitzern sollten angehende Bauherren dann aber unbedingt auch persönlichen Kontakt aufnehmen, am besten einen Besuch vereinbaren und sie mit Fragen löchern. Wie gut war die Firma erreichbar, wie die Bauqualität? War sie vertragstreu? Wie war ihr Umgang mit externen Gutachtern? Daraus ergibt sich ein Bild, ob die Firma eigenen Erwartungen entspricht.

Auf das Kleingedruckte kommt es an

Alle Experten raten, mehrere Angebote einzuholen. Deren Umfang sollte man genau studieren, erklärt Schumacher-Ritz. "Gerade die Bauleistungsgrenzen sind wichtig." So legt die eine Firma vielleicht die Leitungen nur 50 Zentimeter hinter die Hauswand, während die andere sie bis zur Grundstücksgrenze zieht. Den Erdaushub vom Kellerschacht wegfahren ist bei der einen inklusive, bei der anderen nicht.

Außerdem sollten Bauherren Wert darauf legen, einen Ansprechpartner zu haben und etwa vom Bauleiter die Handynummer zu bekommen. "Als Bauherr hat man immer viele Fragen", sagt Wiech. Diese Kontaktmöglichkeit sollte man vor Vertragsschluss klären und in den Vertrag mit aufnehmen.

Anwalt und Bausachverständiger sind Pflicht, nicht Kür

Ist dann der Vertrag aufgesetzt, sollte man diesen von einem Anwalt prüfen lassen. "Laien fällt oft nicht auf, wenn eine wichtige Position fehlt, zum Beispiel das Herstellen der Hausanschlüsse zu den regionalen Versorgungsunternehmen", erklärt Wiech. Das könne nach der Fertigstellung des Eigenheims eine teure Überraschung bringen.

Der Notar allein hilft hier wenig. Er achtet nur darauf, ob der Vertrag formal in Ordnung ist und auch alle mündlichen Absprachen im Vertrag aufgenommen sind. Zu prüfen, ob die Bedingungen auch "fair" sind, gehört nicht zu seinen Pflichten. Ob etwa das Bau- und Leistungsverzeichnis vollständig ist, darum muss sich der Käufer selbst kümmern. Oder lässt es durch seinen Anwalt prüfen.

Und auch grundsätzlich gilt: Egal wie gut die Firma zu sein scheint, Kontrolle ist unerlässlich, betonen alle Experten. Deshalb sollte von Beginn an ein Sachverständiger regelmäßig den Bau begutachten, um Mängel frühzeitig zu erkennen. "Dieser mittlere bis hoch dreistellige Betrag für die ganze Bauphase lohnt sich und gibt Sicherheit", findet Alexander Wiech vom Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland.

Der Architekt weiß, wem er vertrauen kann

Ist ein Architekt mit dem Bau des Hauses betraut, fällt die Kontrolle in seinen Zuständigkeitsbereich. Er könne dann auch für Mängel haftbar gemacht werden, erklärt Reinhold-Postina. Der Architekt wird in der Regel für die einzelnen Aufgaben ausführende Firmen vorschlagen, die der Bauherr aber selbst beauftragen muss. "Meist sind das welche, von denen der Architekt weiß, dass sie seine Vorstellungen gut umsetzen und die Zusammenarbeit klappt", sagt Reinhold-Postina.

Auch Schumacher-Ritz vom VQC rät grundsätzlich dazu, dem Architekten in dem Fall zu vertrauen. Er begründet das am Beispiel einer Sportmannschaft. "Für den Hausbau sind verschiedene Spieler nötig. Die kann man sich teuer zusammenkaufen. Das heißt jedoch nicht, dass sie auch zusammen gut spielen." Was er damit sagen will: Der Architekt weiß, welche Firmen gut zusammenpassen und kann ein schlagkräftiges Team aufstellen. Sorgen um die Kosten sind dabei unbegründet, wenn mit dem Architekten ein bestimmtes Budget vertraglich vereinbart wurde, sagt Wiech. "Das muss er einhalten." Überzieht der Architekt, müsse er dafür geradestehen. "Außer, der Bauherr hatte teure Extrawünsche."

Nicht zu Vorkasse überreden lassen

Wer selbst Baufirmen für bestimmte Aufgaben auswählen muss, sollte darauf achten, dass sie aus der Nähe kommen. "So können sie bei unerwarteten Arbeiten eher schnell mal vorbeikommen, als wenn sie erst 200 Kilometer anreisen müssen", erläutert Reinhold-Postina. Außerdem leben lokale Firmen von ihrem Leumund und wollen sich mit Pfusch nicht den guten Ruf vor Ort verderben. Unseriös sei dagegen, wenn eine Baufirma vorab Geld möchte, um etwa Baumaterial zu kaufen. Abschlagsrechnungen während des Baus werden vertraglich vorab vereinbart und sind laut Reinhold-Postina normal. "Für Vorkasse gilt das nicht."

Verwendete Quellen:
  • dpa

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