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Tipps fürs Pelletlager: Achtung Lebensgefahr

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Tödliches Gas im Pelletlager

09.01.2017, 12:18 Uhr | zuhause.de, dpa-tmn

Tipps fürs Pelletlager: Achtung Lebensgefahr. Im Pelletlager kann sich eine lebensgefährliche Kohlenstoffmonoxid-Konzentration anreichern. (Quelle: imago/McPHOTO/Luhr)

Im Pelletlager kann sich eine lebensgefährliche Kohlenstoffmonoxid-Konzentration anreichern. (Quelle: McPHOTO/Luhr/imago)

Pelletheizungen sind nach wie vor eine attraktive Alternative zu Gas oder Öl. Sie sind zwar relativ teuer in der Anschaffung, punkten dafür aber mit niedrigen Verbrauchskosten. Der Betrieb ist eigentlich unproblematisch. Dennoch geht von Pellets eine Gefahr aus, mit der viele gar nicht rechnen.

In Lagerräumen für Pellets droht die Gefahr einer Kohlenstoffmonoxid-Vergiftung, die sogar tödlich enden kann. Dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) wurden schon mehrere entsprechende Todesfälle gemeldet. Die Verunglückten haben den Raum zum Beispiel zur Wartung betreten.

Warnzeichen einer Kohlenmonoxid-Vergiftung

Kohlenstoffmonoxid ist ein farb- und geruchloses Gas. In geringer Konzentration verursacht es Kopfschmerzen, bei höheren Konzentrationen treten Schwindel und Übelkeit auf. Im schlimmsten Fall wird man schon nach wenigen Minuten bewusstlos.

Pelletlager muss belüftet werden

Lagerräume für Pellets sollten daher konstant gelüftet werden. Daneben sollten Kohlenstoffmonoxid-Melder eingebaut sein, die vor dem tödlichen Gas warnen. Aus dem Lager dürfen außerdem keine Gase in Räume austreten können, in denen sich Menschen aufhalten.

Der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband (DEPV) empfiehlt, spezielle belüftende Deckel für die Füll- und Absaugstutzen des Pelletlagers zu verwenden. Für größere Lager ab zehn Tonnen Fassungsvermögen sind aufwendigere Belüftungslösungen notwendig. Fertiglager aus atmungsaktivem Gewebe benötigten keine belüftenden Deckel. Hier sei allerdings für eine ausreichende Belüftung des Aufstellraums zu sorgen.

Kurzes Lüften löst das Problem nicht

Bei der Herstellung der Pellets beginnen in bestimmten Bestandteilen des Holzes sogenannte Autooxidationsprozesse. Dabei entstehen beispielsweise Gase wie Kohlenstoffmonoxid (CO) und verschiedene Aldehyde. Die Pellets können diese Gase noch Monate nach der Produktion abgeben. Nur kurz vor dem Betreten zu lüften, reicht nicht aus, um die Konzentration der Gase auf ein unbedenkliches Maß abzusenken.

Besonders in geschlossenen Räumen kann die Konzentration sehr hoch sein. BfR-Präsident Professor Andreas Hensel verweist auf experimentelle Untersuchungen, wonach in solchen Räumen eine tödliche Konzentration von Kohlenstoffmonoxid auftreten könne. Abhängig sei die Konzentration in der Raumluft von dem Füllstand des Lagers, der Temperatur und dem Luftaustausch sowie dem Alter des Brennstoffs.

Tipps für das Pelletlager

Nicht jeder Raum ist für die Pelletlagerung geeignet. Damit die Pressholzstäbchen ihre Brennqualität erhalten, müssen sie in einem Raum mit trockenen Decken, Wänden und Böden lagern, was insbesondere in Kellern wichtig ist. Das Lager sollte so groß sein, dass in zwei Dritteln seines Volumens mindestens der vom Fachmann errechnete Jahresbedarf an Pellets Platz findet. Denn der Raum darf nicht bis oben befüllt werden.

Für die Belüftung und Befüllung ist es günstig, wenn das Lager an einer Außenwand des Hauses liegt und nicht verwinkelt ist. Die Wände müssen gemauert sein. Gipsplatten würden unter dem Druck der Pellets nachgeben. Befinden sich Steckdosen im Raum, müssen diese geschützt werden. Denn durch den Staub der Pellets besteht sonst Explosionsgefahr. 

Aus Gründen des Brandschutzes muss es außerdem eine Tür der Feuerwiderstandsklasse T30 geben, wenn das Pelletlager mehr als 6,5 Tonnen Pellets fasst. Lager von Einfamilienhäusern liegen aber in der Regel unter dieser Grenze, erklärt der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband. In Rheinland-Pfalz, Bremen und Baden-Württemberg seien Brandschutzmaßnahmen erst nötig, wenn die Lagerkapazität 15 Tonnen übersteigt.

Heizöltank kann Pelletlager werden

Wer seine Heizung von Öl auf Pellets umrüstet, kann den ehemaligen Öltank zum Pelletlager umbauen lassen. Darauf weist der Verband Privater Bauherren (VPB) hin. Der Platz ist in der Regel ausreichend. Grundlage für die Lagerung von Pellets bildet die Verordnung über Feuerungsanlagen und Brennstofflagerung (FeuVO), die sich von Bundesland zu Bundesland unterscheidet. Wer den Einbau einer Pelletheizung plant, der sollte sich deshalb beim zuständigen Bauamt über die Vorschriften vor Ort informieren.

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