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Vergissmeinnicht pflanzen und pflegen

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Vergissmeinnicht liebt feuchten Boden

09.03.2016, 11:01 Uhr | zuhause.de, dpa-tmn

Vergissmeinnicht pflanzen und pflegen. Das Vergissmeinnicht hat kleine, himmelblaue Blüten mit einem gelben Schlund. (Quelle: dpa)

Das Vergissmeinnicht hat kleine, himmelblaue Blüten mit einem gelben Schlund. (Quelle: dpa)

Das Vergissmeinnicht hat seinen Ursprung im so genannten Wald-Vergissmeinnicht. Die Pflanze gehört zur Familie der Raublattgewächse und liebt feuchten Boden und Halbschatten. Die Blütezeit der Blumen beginnt im März und dauert bis in den Mai. Es gibt mehr als 50 verschiedene Arten. Das Vergissmeinnicht wächst nicht nur gut im Garten, es lässt sich auch in Blumenkübeln oder im Balkonkasten anpflanzen, um Lücken zu füllen.

Pflege von Vergissmeinnicht

Am liebsten steht Vergissmeinnicht auf einem feuchten, humusreichen, sauren Boden. Das Vergissmeinnicht steht gerne hell, bevorzugt im Halbschatten. Am wichtigsten aber ist die Feuchtigkeit: Nur an einem sumpfigen Platz entwickelt das Vergissmeinnicht volle Blüten. An Teichen, Uferböschungen und an Seen und Bächen finden sich daher die größten Vergissmeinnicht-Stauden. Vergissmeinnicht lassen sich leicht aussäen. Die beste Zeit dafür sind die Monate Juni und Juli. Zu feuchte Luft kann allerdings gerade bei der Anzucht zu Mehltau und Grauschimmel führen. Man sollte die Pflanze daher immer von unten gießen.

Vergissmeinnicht sät sich selbst aus

Hat man das Vergissmeinnicht einmal im Garten, so sät es sich selbst aus. Verblühte Blütenstände sollte man nicht entfernen, damit sie Samen bilden können. Der Gärtner muss außerde darauf achten, dass die einzelnen Pflanzen genug Platz haben, um sich kräftig zu entwickeln. Dazu vereinzelt er die jungen Pflänzchen im Spätsommer im Abstand von 15 bis 20 Zentimetern. Ganz wichtig: Das Vergissmeinnicht benötigt keinen Dünger. Deckt man die Pflänzchen leicht ab, so überstehen sie selbst harte Winter.

Mittlerweile blüht nicht mehr jedes Vergissmeinnicht in dem typischen Blau, auch weiß oder rosafarben blühende Sorten sind auf dem Markt zu finden. Von Sorte zu Sorte unterscheidet sich auch die Blütezeit: Während einige bereits im April die Blüten öffnen, lassen sich andere Zeit bis zum Frühsommer. Ein Sortenmix garantiert eine lange Blüte im Garten.

Kaukasus-Vergissmeinnicht: der richtige Standort

Verwandt mit dem Vergissmeinnicht ist das Kaukasus-Vergissmeinnicht, lateinisch Brunnera. "Das Kaukasus-Vergissmeinnicht ist eine äußerst wertvolle Staude", sagt Dieter Gaissmayer, Vorstand der Stiftung Gartenkultur. Sie lebt recht lange und verträgt verschiedene Lichtsituationen. Am besten gedeiht die Brunnera aber im Halbschatten. "Auch im Schatten und in der Sonne wächst das Kaukasus-Vergissmeinnicht gut", erläutert der Staudengärtner. Er schränkt lediglich ein, dass der Boden nicht zu trocken sein sollte, damit sich die im Durchschnitt 30 bis 40 Zentimeter hohe Staude gut entwickelt.

Neben den Blüten hat das Kaukasus-Vergissmeinnicht große, herzförmige Blätter. Sie sitzen an Stielen. In den vergangenen Jahren hat es eine Flut neuer Sorten gegeben, die vor allem die Farben der Blätter variieren. Gaissmayer rät, die Vielfalt mit Vorsicht zu genießen, denn zum Teil zeigen die Neuheiten Schwächen. "Die Sorte 'Looking Glass' ist fast ebenmäßig silbrig. Tropft Wasser von den Bäumen, kommt es zu Blattflecken", erläutert der Staudengärtner. Die Wildform sowie die Klassiker 'Langtrees' und 'Jack Frost' haben sich dagegen bewährt. Ebenso gebe es eine sehr gute, weißblühende Form.

Raublattgewächse haben einen großen Vorteil

Die Gattung Brunnera gehört wie Vergissmeinnicht und das Gedenkemein zu der Familie der Borretsch-Gewächse, benannt nach dem Gurkenkraut. Sie heißen auch Raublatt-Gewächse, weil sich die Blätter eben rau anfühlen. Das hat einen großen Vorteil: Schnecken verschmähen solche Blätter lieber.

Die rundlichen Blüten der drei Gattungen Myosotis (Vergissmeinnicht), Omphalodes (Gedenkemein) und Brunnera sind sich sehr ähnlich. "Das Vergissmeinnicht hat etwas kleinere Blüten, einen gelben Schlund und ist himmelblau", erklärt Prof. Thomas Stützel, Direktor des Botanischen Gartens der Ruhr-Universität Bochum. Das Gedenkemein ist marineblau. Bei dem Kaukasus-Vergissmeinnicht ist der Blütenstand locker verzweigt und schwebt über den Blättern. Beim Gedenkemein sitzen die Blüten dichter im Laub und sind nicht so zahlreich wie beim Vergissmeinnicht.

Gedenkemein kommt gut mit Trockenheit zurecht

"Gedenkemein ist eine bewährte Pflanze für die flächige Verwendung", sagt Gaissmayer. Sie ist sehr resistent gegen Trockenheit. Der Gärtner kennt Stellen, an denen sich die Stauden bis direkt an den Stamm einer Weißbuche ausgebreitet haben und dort seit Jahren für einen prächtigen Frühlingsflor sorgen. Direkt an den Stamm kommt selten Regenwasser.

"Omphalodes blüht in lichten Gebüschen", erläutert Prof. Stützel. Ein sonniger Standort ist auch möglich, allerdings sollte der Boden in diesem Fall frisch bis feucht sein. Der Experte berichtet, dass nur eine Art in gärtnerischer Kultur ist: Omphalodes verna, auch als Frühlings-Nabelnüsschen bekannt. Es ist in Südeuropa heimisch und in Deutschland eingebürgert.

Gedenkemein mit Narzissen paaren

Die Pflanzen bilden Ausläufer und dadurch entstehen dichte Teppiche. "Diese Flächen kann man auflockern, indem man halbhohe Sorten des Geißbartes (Aruncus) oder schattenverträgliche Seggen (Carex) dazwischen pflanzt", erklärt Gaissmayer. Wenn der Boden im Frühling ausreichend feucht ist, kann man Narzissen dazusetzen. Neben der blaublühenden Form findet man das weiße Gedenkemein mit dem Sortennamen 'Alba' – sie kann toll dazwischen gesetzt werden. So bekommt ein Teppich aus Gedenkemein eine lebhafte, abwechslungsreiche Note.

Bedeutung von Vergissmeinnicht

Das Vergissmeinnicht ist ein Symbol für den Abschied in Liebe. Es eignet sich daher im Frühling gut für die Grabbepflanzung. Auch die blaue Blüte steht für etwas: Treue. Daneben machen sich die Klassiker unter den Frühblühern wie Narzissen, Tulpen und Traubenhyazinthen gut auf Gräbern.

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