Sie sind hier: Home > Heim & Garten > Garten > Zimmerpflanzen >

Blumen im Urlaub automatisch bewässern

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Wie Ihre Pflanzen den Urlaub überleben

04.07.2016, 09:17 Uhr | sj, zuhause.de, dpa-tmn

Blumen im Urlaub automatisch bewässern. Mit dem Flaschen-Trick bleiben die Pflanzen fit. (Quelle: imago/Redeleit)

Mit dem Flaschen-Trick bleiben die Pflanzen fit. (Quelle: Redeleit/imago)

Mit den Ferienwochen bricht für viele Pflanzen eine schwere Zeit an. Wenn keine Nachbarn oder Bekannten verfügbar sind, die das Gießen übernehmen, droht den sonst so liebevoll gepflegten Zimmerpflanzen der Tod durch Vertrocknen. Das muss nicht sein: Mit wenig Aufwand und den richtigen Tipps bringen Sie Ihre Pflanzen unbeschadet durch die heiße Urlaubszeit. Eine einfache und zugleich kostenlose Methode ist der Flaschen-Trick.

Im Sommer brauchen die meisten Pflanzen täglich Wasser. Am einfachsten ist es natürlich, wenn man einen netten Nachbarn hat, der das Gießen übernimmt. Doch nicht jeder kann auf eine so komfortable Lösung zurückgreifen und muss sich deshalb anders behelfen.

Schattig, aber nicht zu dunkel

Um den Wasserbedarf der Pflanzen zu reduzieren, ist es ratsam, sie nicht in die pralle Sonne stellen. Wer nicht mit zeitgesteuerten Rollläden die Lichtzufuhr regulieren kann, gönnt seinen Gewächsen besser einen schattigen Platz. "Auf der Nordseite des Hauses bekommen sie zum Beispiel keine direkte Sonneneinstrahlung", rät Welmar Rietmann, Geschäftsführer des Landesverbands Gartenbau Rheinland-Pfalz.

Man kann auch die Vorhänge zuziehen. Aber es sollte im Raum auch nicht zu dunkel sein: "Ohne Licht hungern Pflanzen, ihre Blätter werden gelb und die Pflanzen sterben langsam ab", warnt Rietmann.

Tonkegel als Bewässerungshilfe

Trotz Schattenplatz kommt man um eine automatische Bewässerung nicht herum. Eine gute Lösung für Zimmerpflanzen sind im Handel erhältliche Tonkegel. Man steckt die kegelförmigen mit Wasser gefüllten Röhren in die Erde. Ein dünner Schlauch verbindet die Kegel mit einem größeren Wasserbehälter. Wenn die Erde im Blumenkasten zu trocken wird, fließt über die Schläuche Wasser nach.

So können Sie auch über einen längeren Zeitraum die Wasserversorgung sicherstellen. Die regelmäßige Bewässerung tut manchen Pflanzen gut: Es soll sogar schon vorgekommen sein, dass es einigen Blumen nach dem Urlaub besser ging als vorher.

Falschen-Trick hält die Pflanzen fit

Wem spezielle Bewässerungslösungen zu aufwändig sind, der kann auch zur Flasche greifen. Man füllt einfach eine Flasche mit Wasser, bohrt in den Deckel kleine Löcher und verschließt sie. Am besten eignet sich dafür eine Plastikflasche. Zu diesem Flaschen-Trick rät das Blumenbüro Holland in Düsseldorf.

diybook 
Loch im Gartenschlauch selbst flicken

Risse und Lecks im Schlauch kann man schnell und einfach selbst reparieren. Wir zeigen, wie es geht. Video

Mit der Öffnung nach unten in den Blumentopf oder -kasten gesteckt, gibt die Flasche das Wasser nach und nach in die Erde ab und versorgt die Pflanzen über längere Zeit mit Feuchtigkeit. Damit die Flasche in der Erde steckenbleibt, braucht sie eine Halterung. Dazu bohrt man in die Mitte des Deckels ein Loch, durch das man einen langen Nagel steckt. Besonders praktisch: Die Wasserzufuhr für durstige beziehungsweise weniger durstige Pflanzen lässt sich pro Flasche dosieren, indem man in den Deckel mehr oder weniger Löcher bohrt.

Damit die Topfballen insgesamt nach dem Gießen nicht so schnell austrocknen, sollte die Erdoberfläche mit einer Schicht Rindenmulch bedeckt werden – das schützt vor Verdunstung. Kurz vor der Abreise sollten die Töpfe außerdem noch mal ganz in Wasser getaucht werden, bis keine Luftblasen mehr entstehen, empfiehlt das Blumenbüro weiter.

Gießen auf Vorrat nur bedingt möglich

Beim Kurzurlaub kann es auch schonmal ausreichen, wenn man vor der Abreise noch einmal ordentlich gießt, damit die Blumen für ein paar Tage versorgt sind. Eine längere Abwesenheit lässt sich auf diese Weise aber nicht überbrücken.

Außerdem ist beim Gießen auf Vorrat Vorsicht geboten: Zuviel Wasser ist für die Pflanze genauso schädlich, wie zu wenig. Wenn die gut gemeinte Bewässerung die Blumenerde in eine sumpfige Masse verwandelt, ist die Gefahr groß, dass die Wurzeln abfaulen. Damit das nicht passiert, darf das Wasser im Übertopf maximal einen Zentimeter hoch stehen.

Pflanzen vor Wind und Regen schützen

Zwiebelpflanzen werden für die Urlaubszeit am besten an einen schattigen und windgeschützten Standort gestellt. So verbraucht die Pflanze weniger Wasser, und die Erde trocknet nicht so schnell aus. Ein gespanntes Netz oder Vlies kann auf Balkonen in sonniger Südlage zusätzlichen Schatten spenden.

Die Pflanzen müssen auch vor Wind und Regen geschützt werden: Große Zwiebelpflanzen wie Dahlien, Gladiolen oder Lilien, die zur Sommerzeit rasch in die Höhe treiben, sollten nochmals sorgfältig angebunden werden. So bleiben sie standfest und knicken im Wind nicht ab.

Zum Zimmerpflanzen-Lexikon: Tipps für die beliebtesten Zimmerpflanzen

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Kunst aus Körperteilen: 
Das ist der gruselige Puppen-Sammler

Sein Balkon in Caracas ist ein Museum der Puppenköpfe Video

Anzeige

Shopping
Shopping
Unglaubliche Auswahl: Ihre Nr. 1 für Boxspringbetten

Bequeme Betten in allen Größen zu kleinen Preisen. Riesenauswahl entdecken bei ROLLER.de.

Meistgesuchte Themen A bis Z

Anzeige
shopping-portal