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Riesenbärenklau: Herkulesstaude erfolgreich bekämpfen

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Bloß nicht anfassen  

Riesen-Bärenklau verbrennt die Haut

08.07.2016, 11:15 Uhr | sj, dpa-tmn, dpa-tmn, t-online.de

Riesenbärenklau: Herkulesstaude erfolgreich bekämpfen. Riesen-Bärenklau (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/hansenn)

Riesen-Bärenklau (Heracleum Mentagazzanium) ist sehr gefährlich (Quelle: hansenn/Thinkstock by Getty-Images)

In den vergangenen Jahren hat sich ein Unkraut verstärkt ausgebreitet, dem man besser nicht zu nahe kommen sollte. Wenn man die Herkulesstaude bei Sonnenschein berührt, kann es zu Verbrennungen und Quaddeln auf der Haut kommen, die erst nach Wochen verschwinden.

Um die Ausbreitung des Riesen-Bärenklau – so wird die Dolde auch genannt – zu verhindern, muss man das Unkraut im Frühjahr ausgraben und vernichten, erläutert der Verbraucherinformationsdienst aid in Bonn. Mit diesen Tipps bekämpfen Sie Riesen-Bärenklau dauerhaft und ohne Verletzungen.

2008 wurde die Herkulesstaude vom Botanischen Sondergarten in Hamburg-Wandsbek zur Giftpflanze des Jahres gewählt – und das nicht ohne Grund. Der Saft des Riesen-Bärenklau ist äußerst aggressiv. Wer im Frühjahr verpasst, die Pflanze zu vernichten, oder sie später erst entdeckt, sollte spätestens bis Anfang Juli aktiv werden. Das Tückische an der Pflanze ist ihre rasante Ausbreitung: Sie produziert im Jahresdurchschnitt 20.000 Samen. So verbreitet sie sich stark und verdrängt heimische Pflanzenarten. Deshalb sollte man den Riesen-Bärenklau bekämpfen, bevor das Unkraut Samen ausbildet.

Einfach abschneiden genügt bei Riesen-Bärenklau nicht

Der Hobbygärtner muss vorsichtig sein: Eigentlich stirbt der Riesen-Bärenklau nach der Blüte ab. Wird die Pflanze aber vor dem Ende der Blütezeit geschnitten und überlebt im Boden, kann sie im darauffolgenden Jahr erneut Blüten und Samen bilden. Deshalb ist Ausgraben notwendig. Wer sich nicht sicher ist, wie er vorgehen soll, kann sich an eine Naturschutzbehörde in seiner Nähe wenden.

Bei Sonnenlicht wird's gefährlich

Sehr effektiv ließen sich die Pflanzen mit einem scharfen Spaten entfernen. Damit steche man etwa 10 bis 15 Zentimeter tief in den Boden, heißt es in einem Informationsblatt des Pflanzenschutzdienstes der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen in Bonn. Allerdings sollte man dabei unbedingt vollständige Schutzkleidung tragen. Wichtig ist vor allem auch ein Gesichtsschutz. Außerdem ist es ratsam, bei bedecktem Wetter zu arbeiten.

Denn der Saft der Staude enthält Substanzen, die in Verbindung mit der UV-Strahlung des Sonnenlichts zu schweren, verbrennungsähnlichen Erscheinungen auf der Haut führen können. Dafür reicht schon der Kontakt mit der Pflanze aus. Die Symptome entstehen nach etwa 24 Stunden. Betroffene Stellen heilen erst nach Wochen ab, es können aber auch über Jahre Pigmentstörungen sichtbar bleiben. Zu den Hautreizungen können in schweren Fällen auch Fieber, Schweißausbrüche und Kreislaufprobleme kommen.

Herkulesstaude nicht auf den normalen Komposthaufen geben

Der Gärtner muss das Schnittgut verbrennen, in den Restmüll geben oder bei Temperaturen von mindestens 70 Grad kompostieren. Denn die Samen reifen nach, erläutert der aid. Ein regulärer Komposthaufen mit mindestens drei Kubikmetern Volumen erwärmt sich im Inneren gewöhnlich auf 50 bis 60 Grad. Das Bayerische Landesamt für Umwelt warnt sogar, dass die Temperaturen bei der privaten Eigenkompostierung nur maximal 40 bis 45 Grad erreichen – zu niedrig, um Samen und Wurzeln sowie übrigens auch Keime abzutöten.

Herkulesstaude wird bis zu vier Meter hoch

Der Riesen-Bärenklau wächst innerhalb weniger Wochen auf eine Größe von drei bis vier Metern. Man erkennt die Pflanze an ihrem behaarten Stängel mit purpurnen Flecken. Die Blüten-Dolden erreichen nicht selten einen Durchmesser von 30 bis 50 Zentimetern. Verwechseln könnte man die Herkulesstaude mit dem Wiesen-Bärenklau und dem Engelwurz. Beide sind allerdings deutlich kleiner. Der Wiesen-Bärenklau enthält ebenfalls die lichtempfindlich machenden Substanzen, durch die Hautirritationen und Schwellungen ausgelöst werden.

Die Herkulesstaude kommt ursprünglich aus dem Kaukasus, wurde aber im 19. Jahrhundert als Zierpflanze nach Mitteleuropa eingeführt. Angeblich geht die Verbreitung auf den russischen Zar Alexander zurück, der anlässlich des Wiener Kongresses im Jahr 1815 dem Fürsten Metternich die Samen schenkte.

Welche Giftpflanzen es noch gibt, zeigt unsere Fotoshow.

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