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Gartenerde mit Torf schadet Umwelt und Boden

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Gutes für die Blumen?  

Gartenerde mit Torf nicht zu empfehlen

10.03.2017, 09:58 Uhr | rw, dpa-tmn, t-online.de

Gartenerde mit Torf schadet Umwelt und Boden. Erde mit Schaufel (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/    Chet_W)

Die Qualität der Erde ist wichtig für die Blumen (Quelle: Chet_W/Thinkstock by Getty-Images)

Die meisten handelsüblichen Gartenerden bestehen überwiegend aus Torf. Das ist nicht nur schlecht für die Umwelt, sondert mindert auch die Qualität des Gartenbodens. Darauf weisen das Bundes-Umweltministerium und Umweltschutzverbände hin. Experten raten zu torffreier Blumenerde. Doch manch eine Kennzeichnung auf den Verpackungen führt in die Irre. Wie man gute Gartenerde erkennt und worauf man achten sollte.

Der Umwelt zuliebe sollten Hobbygärtner auf Gartenerde mit Torf verzichten. Die Gewinnung von Torf trägt zur Zerstörung der Moore bei, viele seltene Pflanzen und Kleintiere verlieren in der Folge ihren Lebensraum. Torf bindet außerdem große Mengen des klimaschädlichen Treibhausgases Kohlendioxid, das beim Torfabbau wieder freigesetzt wird und in die Atmosphäre gelangt.

Diese Blumenerden enthalten keinen Torf

"Jedes Jahr verbrauchen wir Deutschen rund zweieinhalb Millionen Kubikmeter Torf aus Mooren als Pflanzerde in privaten Haushalten", schreibt der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) in seinem aktuellen Einkaufsführer "Blumenerde ohne Torf", in dem torffreie Blumenerden samt ihren Herstellern und Händlern gelistet sind. Verbraucher erhalten darin einen schnellen Überblick, welche Produkte torffrei sind, und wo sie diese kaufen können. "Viele Hersteller führen außer den genannten torffreien Erden auch torfhaltige Erden", warnt aber der BUND. Nur wenige Hersteller – etwa Neudorff, Palaterra oder Proflora – führen laut den Umweltschützern ausschließlich torffreie Erde. Hier können Sie den kostenlosen BUND-Einkaufsführer herunterladen.

Blumenerde ohne Torf erkennen

Herkömmliche Garten- und Blumenerden bestehen oft zu 90 Prozent aus Torf. Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) rät daher, beim Kauf auf Blumenerde mit der Aufschrift "ohne Torf" oder "torffrei" zu achten. Solche Produkte enthalten stattdessen eine Mischung aus Rindenhumus, Holz-, Kokos-, Chinaschilf- oder Hanffasern sowie Zusätze wie Sand, Lavagranulat oder Tonminerale. Wegen des langen Transportwegs und der damit verbundenen schlechten Ökobilanz der Produkte sieht der BUND Erden, die Kokos enthalten, allerdings kritisch

Nicht auf irreführende Kennzeichnungen hereinfallen

Zunehmend steigt auch bei den Endverbrauchern das Problembewusstsein. In einer Forsa-Umfrage im Auftrag von toom Baumarkt gaben rund ein Drittel der 1000 befragten Gartenbesitzer an, sich der Umweltschädigung, die der Torfabbau mit sich bringt, bewusst zu sein. 69 Prozent der Befragten begrüßen es demnach, wenn der Einzelhandel seine Sortimente der torffreien Erden weiter ausbaut. Doch der unbedarfte Verbraucher kann sich leicht von bestimmten Kennzeichnungen in die Irre führen lassen. Produkte, die auf der Verpackung als "torfreduziert" oder "torfarm" deklariert sind, seien mit Vorsicht zu genießen. "Sie besitzen meist immer noch einen Torfanteil von 60 bis 80 Prozent", erläutert der BUND. Auch sogenannte Bio-Erde kann erhebliche Anteile Torf enthalten.

Pflanzenpflege ohne Torf

Hobbygärtner tun ihrem Boden sogar etwas Gutes, wenn sie auf Torf verzichten. Zwar verbessere das Material die Durchlüftung des Bodens, aber zugleich verschlechtere es dessen Qualität. Torf habe wenig Nährstoffe, und er fördere die Versauerung. Eher zur Bodenverbesserung geeignet sei Kompost. Allerdings kann dessen hoher Nährstoffgehalt jungen Pflanzen schaden. Wer Komposterde mit zwei Dritteln Fertig-Substrat mischt, hat eine gute Mischung. "Torffreie Erde verbessert dauerhaft die Humus- und Nährstoffversorgung des Bodens, fördert die Bodenstruktur und unterstützt die wichtigen Bodenlebewesen", wirbt der Nabu für torffreies Gärtnern.

Neben der Bodenübersäuerung habe Torf noch einen weiteren entscheidenden Nachteil: "Torf kann kein Wasser mehr speichern, sobald er einmal ausgetrocknet ist. Das gilt für die Ersatzstoffe nicht." Allerdings speicherten diese das Wasser nicht ganz so lange wie frischer Torf. Man muss seine Pflanzen also etwas häufiger gießen, wenn man auf torfhaltige Erde verzichtet.

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Wie viel Blumenerde braucht man?

Um nicht zu viel oder zu wenig Erde einzukaufen, sollte man vor dem Gang zum Gartencenter kurz überschlagen, wie viel Erde man überhaupt benötigt. Für einen 40 Zentimeter langen Balkonkasten werden etwa 12 Liter Erde benötigt. Entsprechend kann man bei einem ein Meter langen Kasten mit etwa 30 Litern rechnen. Bei einem Blumenkübel mit 46 Zentimetern Durchmesser kann man etwa 40 Liter Erde einplanen.

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