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Schädliche Raupenarten im Garten erkennen und bekämpfen

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Gefährlich für Pflanzen und Menschen  

Schädliche Raupenarten erkennen und bekämpfen

10.08.2016, 14:37 Uhr | rw, zuhause.de

Schädliche Raupenarten im Garten erkennen und bekämpfen. Raupen haben mächtig Appetit. Doch nicht alle Raupenarten im Garten sind schädlich.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Raupen haben mächtig Appetit. Doch nicht alle Raupenarten im Garten sind schädlich. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Schmetterlinge zählen sicher zu den beliebtesten Insekten überhaupt. Doch ohne Raupe gibt es auch keinen Schmetterling. Und da fängt für viele Gartenbesitzer das Problem an. Denn viele Raupenarten haben einen gesegneten Appetit und fressen die Gartenpflanzen kahl. Manche Raupenarten sind sogar gefährlich für den Menschen. Muss man Raupen im Garten deshalb generell bekämpfen?

"Nicht jede Raupe richtet Schaden an Zierpflanzen, Gemüse oder Obststräuchern und -bäumen an", informiert die Gartenakademie Rheinland-Pfalz. Es gebe eine ganze Reihe Raupenarten, die absolut unschädlich sind.

Nicht alle Raupenarten sind schädlich

Als Beispiele nennen die Experten den Kleinen Fuchs, das Tagpfauenauge, das Landkärtchen und den Admiral. Alle vier Raupenarten ernähren sich bevorzugt von Brennnesseln. Gegen sie müsse man deshalb nichts weiter unternehmen. "Denn wem schadet es, wenn die Brennnessel völlig kahl gefressen wird?"

Auch ein paar angefressene Blätter an Bäumen und Sträuchern seien keine Katastrophe, finden die Gartenexperten. "Die Gehölze könnten sogar einen Kahlfraß überstehen und treiben dann im Juni neu aus." Je nach ästhetischem Empfinden solle man kleinere Fraßschäden deshalb tolerieren.

"Ziel kann es nie sein, einen absolut raupenfreien Garten zu haben, sondern einen lebendigen Garten, in dem sich die Schäden durch Raupen in akzeptablen Grenzen halten", so die Gartenakademie.

Manche Raupenarten richten gravierendere Schäden an

Doch spätestens wenn sich Raupen über das angebaute Obst und Gemüse hermachen, hört für viele Gartenbesitzer der Spaß auf. Die Raupen des Pflaumen- und des Apfelwicklers oder die Kohlweißlingsraupe können dem Hobby-Gärtner eine gute Ernte kosten.

Doch auch wenn reine Zierpflanzen stark heimgesucht werden, überschreitet das Ausmaß der Schäden häufig die Toleranzschwelle des Gartenliebhabers. Der eingeschleppte Buchsbaumzünsler etwa hat hierzulande keine natürlichen Feinde und breitet sich vor allem in Gärten mit vielen Buchbäumen oder einer kompletten  Einfassung mit einer Buchbaumhecke schnell zur Plage aus.

Raupen schädigen Hecken und Gehölze

Die Thujaminiermotte schädigt zwar nur die Triebspitzen von Lebensbäumen. "Das kann an einer akkurat geschnittenen Hecke trotzdem unschön wirken", so die Gartenakademie. Mit der Zwergmispel (Cotoneaster) wird eine weitere beliebte Heckenpflanze häufig von Raupen befallen. An ihr frisst sich die Weißdorngespinstmotte bevorzugt satt.

"Auch ganze Bäume können Raupen zum Opfer fallen", berichten die Experten. Die Raupen von Blausieb oder Weidenbohrer etwa fressen im Stamm unterschiedlicher Laubbäume. Während der Weidenbohrer Birn- und Apfelbäume sowie unterschiedliche Weidenarten bevorzugt, ist der Blausieb weniger wählerisch. Seine Raupen wurden schon in über 150 verschiedenen Laubbäumen gefunden. Jungpflanzen werden bevorzugt befallen.

Manche Raupenarten können sogar Menschen schaden

"Sehr unangenehm kann es werden, wenn sich Raupen ansiedeln, die Brennhaare haben", warnt die Gartenakademie. "Zu diesen Arten, zählen Prozessionsspinner- sowie einige Trägspinnerarten, wie der Schwammspinner und der Goldafter." 

Insbesondere für Allergiker wird ein Kontakt mit einer dieser Raupen höchst unangenehm. Die Brennhaare können die Haut und Schleimhäute reizen, Husten und sogar asthmatische Anfälle auslösen.

Raupen im Garten mit Bedacht bekämpfen

Die Gartenexperten raten dazu, Raupen im Garten selektiv zu bekämpfen – also nur gegen die Raupenarten vorzugehen, die Kultur- und Zierpflanzen über das tolerierbare Maß hinaus schädigen.

Den Einsatz von Insektiziden sehen sie kritisch: "Die meisten Menschen bemerken die Raupen, wenn es für eine Bekämpfung mit Pflanzenschutzmitteln zu spät ist." Entweder die Raupen seien bis dahin schon so groß, dass die Mittel nicht mehr wirkten oder sie fräßen versteckt, so dass die Spritzmittel sie gar nicht erreichten.

Stattdessen empfiehlt die Akademie mechanische Methoden wie Leimringe und Kulturschutznetze, um Schäden von vorne herein zu vermeiden. Während eines Befalls sei regelmäßiges Absammeln beziehungsweise Absaugen meist die einzig effektive Maßnahme – vor allem wenn die Raupen schon groß sind. Bei Raupen mit Brennhaaren sollte man dabei unbedingt Schutzkleidung tragen.

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