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Neues Verpackungsgesetz: Was muss jetzt in die Gelbe Tonne?

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Neues Verpackungsgesetz  

Von Alufolie bis Zahnpastatube: Was muss ab sofort in die Gelbe Tonne?

12.05.2017, 16:32 Uhr | dpa

Neues Verpackungsgesetz: Was muss jetzt in die Gelbe Tonne?. Eine Frau wirft Müll in die Gelbe Tonne (Quelle: dpa/Marijan Murat/dpa)

Ein neues Verpackungsgesetz legt fest, was in die Gelbe Tonne gehört (Quelle: Marijan Murat/dpa/dpa)

In den meisten Haushalten Deutschlands gibt es eine Gelbe Tonne oder einen Gelben Sack zur Abfallentsorgung. Oft landet darin aus Unwissen ein buntes Sammelsurium. Wie sieht es mit Kleiderbügeln, Spielpuppen, Styropor oder Kronkorken aus? Wir erklären, was Sie ab sofort, nach Angaben des neuen Verpackungsgesetzes, in die Gelbe Tonne werfen müssen.

Durch verschiedene Maßnahmen wie eine Ausweitung der Pfandpflicht und eine Förderung von Mehrwegverpackungen soll in Deutschland mehr Abfall recycelt werden als bisher. Dieses Ziel verfolgt das neue Verpackungsgesetz, das am späten Donnerstagabend vom Bundestag verabschiedet wurde.

Warum gibt es ein neues Verpackungsgesetz?

Derzeit landet fast die Hälfte der im Gelben Sack und in der Gelben Tonne gesammelten Verpackungsabfälle in der Müllverbrennungsanlage. Deshalb werden den Verwertern Recyclingquoten vorgeschrieben, die bis zum Jahr 2022 je nach Material auf bis zu 90 Prozent steigen.

Was gehört in die Gelbe Tonne?

In die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack gehören nicht alle Wertstoffe, sondern nur Verpackungsmüll. Was genau ist das?

Die Faustregel: Im Grunde lässt sich sagen: Verpackungen, die nicht aus Papier und Glas sind, landen in der Gelben Tonne oder dem Gelben Sack. Die Branche spricht von sogenannten Leichtverpackungen, also alles, was aus Kunststoff, Metall, Verbundstoffen und Naturmaterialien besteht und ein Produkt schützt.

Beispiele: Dazu zählen Plastikbecher, Wurst-, Käse- und Eisverpackungen, Alufolien und Kosmetikverpackungen aus Plastik. Aber auch Konservendosen, Getränkekartons, Plastiktüten und Styropor. Sogar Kronkorken von Flaschen und die ausgequetschte Zahnpastatube gehören in die gelbe Abfallgruppe.

Es gibt Ausnahmen

Allerdings kann es sein, dass der örtliche Entsorger andere Vorgaben macht. Manche schränken zum Beispiel ein, dass expandiertes Polystyrol, auch bekannt unter dem Markennamen Styropor, nur in haushaltsüblichen Mengen in die Tonne oder den Sack wandern darf. An Geburtstagen oder Weihnachten können aber schon mal ganze Berge davon zusammenkommen – dann am besten nach den Details beim Entsorger erkundigen. Manche bieten für einmalig anfallende große Abfallmengen gegen Entgelt extra Müllsäcke an.

Das müssen Sie beachten

Die Verpackungen der gelben Gruppe sollten möglichst komplett leer sein, sie sollten aber nicht ausgespült werden. Denn der Wasser- und Spülmittelverbrauch belastet die Umwelt unnötig. Wichtig ist laut Umweltbundesamt auch: Einzelne Becher nicht fest ineinander stecken, denn die Verpackungen müssen getrennt die Sortieranlage für Wertstoffe durchlaufen können.

Was darf auf keinen Fall in die Gelbe Tonne?

Nicht alles, was nach Kunststoff aussieht, darf in die gelben Tonnen und Säcke. Dazu gehören:

  • übliche Plastikprodukte wie Bauklötze oder Spielpuppen
  • Kleiderbügel
  • Haarbürsten
  • Küchengeräte
  • beschichtetes Papier wie mit Kunststofflacken oder -folien hergestellte Lack-, Glacé- und Chromopapiere und -pappen

Tipps zur Entsorgung

Die Verpackungen der gelben Gruppe sollten möglichst komplett leer sein, sie sollten aber nicht ausgespült werden. Denn der Wasser- und Spülmittelverbrauch dabei belastet die Umwelt unnötig. Wichtig ist nach Angaben des Umweltbundesamt außerdem: Einzelne Becher sollten nicht fest ineinander stecken, denn die Verpackungen müssen getrennt die Sortieranlage für Wertstoffe durchlaufen können.

Orange oder Gelbe Tonne?

Ursprünglich wollte die Bundesregierung bundesweit Wertstofftonnen einführen, die den Gelben Sack oder die Gelbe Tonne ersetzt hätten und in denen man mehr Gegenstände als bislang entsorgen darf. Dies scheiterte aber an einem Streit zwischen kommunalen und privaten Entsorgern. Es hängt also weiterhin vom Wohnort ab, ob man eine Gelbe Tonne oder Gelbe Säcke für Verpackungsmüll nutzt oder aber eine Orange Tonne für alle Wertstoffe. Laut dem Bundesumweltministerium besitzen rund 14 Millionen Deutsche bereits eine Wertstofftonne.


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