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Pilze sammeln: Experten beraten Pilzsammler

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Pilze  

Zu Pilzen besser keinen Alkohol trinken

18.08.2011, 15:46 Uhr | dapd, dapd

Pilze sammeln: Experten beraten Pilzsammler. Pilze, die man nicht kennt, besser stehen lassen. (Foto: imago)

Pilze, die man nicht kennt, besser stehen lassen. (Foto: imago)

Der regnerische Sommer verspricht eine gute Pilzsaison. Wer selbst im Wald Pilze sammelt, sollte sich gut auskennen. Jedes Jahr kommt es zu vielen Vergiftungsfällen. Auch auf Angaben in Pilzbüchern sollte man sich nicht blind verlassen. Doch auch beim Kochen und Genießen von Wildpilzen kann man einiges falsch machen.

Magen-Darm-Beschwerden durch genießbare Pilze

Jährlich kommt es zu vielen Pilzvergiftungen, weil Hobbysammler ihre gesammelten Pilze nicht gründlich genug betrachten und sich zu wenig auskennen. "Viele Menschen glauben offenbar, nur mit einem Bestimmungsbuch gefahrlos Pilze sammeln zu können", sagt Florian Eyer, Toxikologe am Münchner Klinikum Rechts der Isar. Besonders alte Bücher würden häufig Pilze als essbar empfehlen, die heute als giftig eingestuft werden. Aber auch auf neue Bücher sei nicht immer Verlass: Manche enthielten veraltete Informationen. Doch auch der Verzehr eigentlich genießbarer Pilze kann zu Unverträglichkeiten führen, wenn diese nicht ausreichend gekocht wurden. Pilze sollten laut Eyer für mindestens 15 Minuten bei 80 Grad im Topf garen. Werde diese Regel nicht beachtet, führe das häufig zu Magen-Darm-Beschwerden. Diese träten meist in den ersten vier Stunden nach dem Essen auf.

Besser nicht: Alkohol und Pilze

Zudem vertragen sich einige Pilzsorten nicht mit Alkohol. Laut "Stiftung Warentest" gilt dies vor allem für Pilze aus der Gruppe der Tintlinge wie zum Beispiel dem netzstieligen Hexenröhrling oder dem Glimmertintling. Sie können in Kombination mit Bier, Wein oder Schnaps Herzrasen, Übelkeit und Hautrötungen verursachen. Die Beschwerden können dann mehrere Stunden anhalten. Fachleute sprechen dann vom „Coprinus-Syndrom“. Wer regelmäßig Wildpilze isst, sollte zudem darauf achten, wöchentlich nicht mehr als ein bis zwei Mahlzeiten (200 bis 250 Gramm) zu sich nehmen. Gelegentlich größere Mengen zu verzehren, ist kein Problem.

Ein Bissen vom giftigen Pilz kann tödlich sein

Wenn man sich unsicher sei, solle man den Pilz lieber stehen lassen, betont Hansjörg Beyer, Pilzberater aus Berlin. Denn mit dem falschen Exemplar kann man sich nicht nur ein Pilzgericht verderben, sondern sich auch eine gefährliche Vergiftung einfangen. Einer der gefährlichsten Pilze hierzulande ist der Grüne Knollenblätterpilz - schon ein Bissen kann tödlich sein. "Wenn da einer im Sammelgut drin ist, muss man die gesamte Ladung wegschmeißen", so Beyer. Nach eigenen Angaben dürfte der Pilzberater schon einige Menschen vor schweren Vergiftungen oder gar dem Tod bewahrt haben.

Schwerer Durchfall bei Pilzvergiftung

Hat man sich ernsthaft vergiftet, etwa mit einem Grünen Knollenblätterpilz, treten die Beschwerden frühestens sechs bis acht Stunden nach dem Verzehr auf. Schwere Durchfälle und Erbrechen sind dann entsprechende Alarmzeichen. "Es sollte bei diesen Symptomen sofort ein Arzt oder ein Krankenhaus aufgesucht werden", sagt Florian Eyer. Der rapide Flüssigkeitsverlust an sich sei schon lebensbedrohlich, zudem drohten bleibende Schäden an Nieren und Leber. Zur schnellen Erkennung des Giftes sollte der Pilz oder eine Probe des Essens zum Arzt mitgebracht werden.

ratgeber.t-online.de: Alles zum Thema Pilze


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