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Straußenfleisch: Ungewöhnlicher Genuss

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Straußenfleisch: Ungewöhnlicher Genuss

13.03.2012, 17:47 Uhr | bp (CF)

Wenn Sie in Sachen Fleisch mal etwas Außergewöhnliches probieren möchten, sollten Sie sich an Straßenfleisch wagen. Auch wenn die Delikatesse nicht mehr zu den absoluten Exoten gehört, betreten hier immer noch viele kulinarisches Neuland.

Auch wenn der Boom bei Straußenfleisch bereits abgeebbt ist – viele schwören nach wie vor auf das Fleisch des Vogelstraußes, der mittlerweile auch in Deutschland heimisch geworden zu sein scheint. Wenn auch nicht in freier Wildbahn, dann doch zumindest auf den zahlreichen Zuchtfarmen, die seit den 1990er-Jahren entstanden sind. Grund für die Popularität dieser Geflügel-Delikatesse waren die BSE-Fälle in Europa bei Rindern.

Dass Straßenfleisch mittlerweile wieder stark in den Schatten der heimischen Zuchttiere getreten ist, mag nach dem Rückgang der Fälle logisch erscheinen, verkennt aber das Potenzial der für viele immer noch exotisch wirkenden Delikatesse. Immerhin zeichnet sich das Fleisch eines Vogelstraußes dadurch aus, dass es besonders fett- und kalorienarm ist. Dass es zudem besonders cholesterinarm sei, wie zunächst angenommen, bestätigte sich jedoch nicht. >>

Nichtsdestotrotz gilt es als gesund, da es beispielsweise einen hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren aufweist. Lenkt man den Blick vom Kleinen aufs Ganze, zeichnet sich Straußenfleisch dadurch aus, dass es besonders zart ist – vorausgesetzt, es wird richtig zubereitet. Zum Exoten macht die Delikatesse seine Mischung aus rotem und weißem Fleisch.

Während es einerseits in Farbe und Geschmack dem Rind ähnlich ist, kann es unter gesundheitlichen Aspekten die Vorteile von Geflügel aufweisen. Wobei sich über Geschmack bekanntlich streiten lässt. Während für die einen die Nähe zum Rind unverkennbar ist, geben andere ihm eher die Geschmacksnote "neutral". In der Gastronomie lässt man die Delikatesse daher gerne mehrere Tage in Marinade ruhen. Wenn Sie Straußenfleisch selber zubereiten wollen, drängt sich ein Vergleichstest daher gerade zu auf: Pur oder mariniert. Je nach dem, in welcher Form Sie das Straußenmenü zubereiten wollen, erhalten Sie unterschiedliche Fleischqualitäten.

Ein Vogelstrauß wird im Alter von neun bis 14 Monaten geschlachtet. Bis dahin erreichen die meisten Exemplare ungefähr ein Lebendgewicht von 100 Kilogramm. Der Fleischanteil beträgt nur rund 35 Prozent. Während sich das Fleisch aus der mächtigen Oberkeule zu Filet und Steak verarbeiten lässt, eignet sich das Fleisch aus der Unterkeule am besten zum Schmoren und Braten. Doch auch Herz, Leber und Magen gelten vielen als Delikatesse. Herz und Hals eignen sich beispielsweise als Suppenfleisch, der Magen für die Zubereitung von Sauerbraten.

Straußenfleisch frisch von der Farm

Für welche Zubereitungsform Sie sich auch entscheiden, sollten Sie vor allem beim Filet darauf achten, dass Sie es nicht übergaren. Die Gefahr, dass das Straußenfleisch zäh wird, ist nicht zu unterschätzen. Auch wenn seine rote Farbe eher an Rind erinnert, besitzt es eine Faserstruktur, die mit Putenfleisch vergleichbar ist. Gutes Straußenfleisch bekommen Sie am besten frisch auf einer der mittlerweile zahlreichen Straußenfarmen in Deutschland. Hier erhalten Sie übrigens auch Straußeneier, mit denen Sie bei Bedarf Omelettes für eine ganze Fußballmannschaft zubereiten können. >>

Befindet sich keine Zuchtstation Ihrer Nähe, gibt es die Möglichkeit, in einem gut sortierten Feinkostladen fündig zu werden. Haben Sie auch dort kein Glück, hilft nur noch die Bestellung über den Online-Versandhandel. Hier erhalten Sie die Delikatesse tiefgekühlt. Übrigens ist der Vogelstrauß der größte lebende Vogel auf der Erde.

Die Männchen werden bis zu 2,50 Meter groß, während die Weibchen die Zwei-Meter-Marke in der Regel nicht überschreiten. Wie die alten Griechen darauf kamen, diese Exemplare Struthio zu nennen, ist bisher nicht geklärt – Struthio heißt sinngemäß übersetzt "kleiner Spatz".

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