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Niederegger Marzipan: Süßer Genuss

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Niederegger Marzipan: Süßer Genuss

13.03.2012, 17:47 Uhr | tg (CF)

Fein gemahlene Mandeln, etwas Puderzucker und Rosenwasser. Mehr braucht es eigentlich nicht, um den süßen Genuss herzustellen. Und doch ist Niederegger Marzipan etwas ganz Besonderes und somit Aushängeschild der alten Hansestadt Lübeck.

Das Geheimnis des Niederegger Marzipans liegt nämlich im Verhältnis, in dem Mandeln und Zucker miteinander gemischt werden. Damit nicht genug: Das Rosenwasser ersetzen die Lübecker durch eine mit "Rosenwasser vergleichbaren Zutat". Worum es sich dabei handelt, ist natürlich Betriebsgeheimnis. Gerade einmal vier Menschen kennen das genaue Mischverhältnis. Wobei eine Zutat beim Niederegger Marzipan gar nicht erst in die Produktion kommt: Zucker. Nach eigenen Angaben besteht Niederegger Marzipan zu 100 Prozent aus Marzipan-Rohmasse.

Um so wichtiger ist es natürlich, bereits bei der Auswahl der Zutaten auf besonders hohe Qualität zu achten: Die verarbeiteten Mandeln werden persönlich in verschiedenen Mittelmeerländern eingekauft. Hauptlieferanten sind Spanien und Italien. So viel Liebe zum Marzipan zahlt sich aus – zumindest wenn man sich vor Augen führt, dass insbesonders in der Vorweihnachtszeit jeden Tag 30 Tonnen Marzipan die Produktion in Lübeck verlassen. >>

Verarbeitet zu über 300 verschiedenen Produkten findet die edle Süßigkeit den Weg zu den Süßigkeiten-Gourmets in weltweit vierzig Länder. Hierzu gehören neben Marzipan auch Nougat, und verschiedenes anderes Gebäck wie Baumkuchen und Stollen.

Die aber wohl bekannteste Spezialität aus Lübeck ist das Marzipanbrot. Brot ist auch das Stichwort, auf das einer Legende nach die Erfindung von Marzipan zurückgeht: So hätte es 1407 in Lübeck eine Hungersnot gegeben, da es kein Korn mehr gab. Da kam dem Senat die Idee, Brot aus Mandeln herzustellen. Davon war in den Speichern noch ausgiebig vorhanden. Diese Sage erzählt man sich aber nicht nur in der Heimatstadt des Niederegger Marzipans, sondern auch in anderen Städten, in denen die süße Masse hergestellt wird. Erfunden wurde das süße "Brot" also nicht in Lübeck.

Man ist sich mittlerweile sicher, dass sein Ursprung im Vorderen Orient liegt. In der Hansestadt wurde es erstmals 1530 schriftlich in den sogenannten Lübecker Zunftrollen belegt. Als "Marzipanstadt" machte sich Lübeck dann aber erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts einen Namen, als mehrere Konditoren das Geschäft mit der süßen Spezialität erblühen ließen. Auch der Aufstieg von Niederegger Marzipan begann zu dieser Zeit. 1806 übernahm der Ulmer Konditor Johan Georg Niederegger die Konditorei Maret am Markt und legte somit den Grundstein für die weltweite Anerkennung der Lübecker Spezialität.

Niederegger Marzipan ganz hanseatisch genießen

Noch immer ist Niederegger ein Familienbetrieb, derzeit in der siebten Generation betrieben. Obwohl Niederegger Marzipan bereits für sich ein Hochgenuss ist, lohnt sich auch ein Besuch in der geschichtsträchtigen Hansestadt. Besuchen Sie das Café Niederegger in der Breite Straße in der historischen Altstadt. Neben dem Holstentor gehört es wohl mittlerweile zu den beliebtesten Lübecker Wahrzeichen – zumindest ist es das schmackhafteste. Hier erhalten Sie alle Köstlichkeiten von Niederegger Marzipan in hanseatischem Ambiente. Lassen Sie sich die berühmte Nusstorte schmecken und ergötzen Sie sich an der Auslage der zahlreichen Marzipankreationen. >>

Vor dem Heimweg sollten Sie an die Daheimgebliebenen denken und nicht vergessen, eines der süßen Andenken mitzubringen. Übrigens: Auch wenn Sie es nicht in die Stadt an der Trave schaffen sollten: Egal, wo Sie Niederegger Marzipan kaufen, es kommt auf jeden Fall aus Lübeck. "Lübecker Marzipan" ist mittlerweile eine geschützte geographische Angabe, die Ihnen die hanseatische Herkunft garantiert. Die Lübecker Konditoren legen sogar noch einen drauf: Um hohe Qualität zu gewährleisten, verpflichteten sie sich freiwillig dazu, den Zuckeranteil des Marzipans auf 30 Prozent zu begrenzen.

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