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Tipp: Salzige und saure Lebensmittel nicht in Alufolie einfrieren

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Schaden für die Gesundheit  

Saure oder salzige Lebensmittel nicht in Alufolie einfrieren

28.06.2017, 12:06 Uhr | stw, dpa

Tipp: Salzige und saure Lebensmittel nicht in Alufolie einfrieren. Gegrilltes Rindersteak in Alufolie (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/rez-art)

Salzige Lebensmittel können Löcher in Alufolie fressen. (Quelle: rez-art/Thinkstock by Getty-Images)

Viele Menschen halten Alufolie beim Einfrieren größerer Fleischstücke für die praktischere Verpackung als Plastikdosen oder Kunststoffbeutel. Allerdings ist nicht jedes Gefriergut darin gut aufgehoben. Manche Lebensmittel vertragen sich nicht mit dem Silberpapier und der Kontakt kann zu ungewollten Reaktionen führen. Wir verraten, worauf Sie achten sollten.

Sauerbraten frisst Löcher in Alufolie

Die Folie ist vor allem gegenüber salz- und säurehaltigen Lebensmitteln empfindlich. Darauf weist der Verbraucherinformationsdienst aid in Bonn hin. Es könne sein, dass Sauerbraten oder Obstkuchen sowie salziger Käse Löcher in das Material fressen – das Gefriergut ist dann nicht mehr ausreichend geschützt.

Außerdem sei möglich, dass die Speisen einen metallischen Glanz bekommen und ihr Geschmack darunter leidet. Der Grund ist, dass bei der Reaktion mit nicht ph-neutralen Lebensmitteln Aluminium aus der Folie herausgelöst werden kann und möglicherweise auf Essbares übergeht.

Aluminium schadet der Gesundheit

Wird unserem Körper zu viel Aluminium zugeführt, kann dies sogar gesundheitlich bedenklich werden. Zudem kommt es darauf an, wie lange die betroffenen Lebensmittel mit der Alufolie in Kontakt kommen. Nach mehr als einem Tag reagiert die säure- oder salzhaltige Speise mit dem Metall und ist außerdem nicht mehr geschützt, sodass sie leicht schimmeln und sich unappetitlich färben kann.

Umweltschützer raten zu Alternativen

Über die Jahre folgten Verpackungen für Brühwürfel, Butter, Tabletten, Kaffee, Zigaretten, Milch und Saft sowie die klassische Rolle Alufolie, in der das Pausenbrot eingewickelt oder die aufgeschnittene Tomate frisch gehalten werden kann. Umweltschützer raten jedoch zu Alternativen: "Lieber Papier oder die klassische Butterbrotdose, denn die Produktion von Aluminiumfolie ist sehr energie- und stromaufwendig", sagt Rüdiger Rosenthal, Sprecher der Umweltschutzorganisation BUND. Die Gewinnung des Grundrohstoffs Bauxit schädige außerdem die Umwelt.

Besser eignen sich Gefrierbeutel

Besser geeignet sind beim Einfrieren Gefrierbeutel oder Kunststoffdosen. Grundsätzlich sollten Verbraucher darauf achten, dass das verwendete Material als "gefriergeeignet" gekennzeichnet ist. Frühstücksbeutel, Mülltüten oder Frischhaltefolie sind das in der Regel nicht.

Frischhaltefolie reicht für kurze Aufbewahrung aus

Auch beim Abdecken von Lebensmitteln ist in den meisten Fällen keine Alufolie nötig. "Für 90 Prozent der Anwendungen reicht Frischhaltefolie", sagt Rainer Brandt, Professor für Lebensmittelverpackungstechnologie an der Fachhochschule Hannover. Mit ihr kann man sowohl Wurst, Käse und aufgeschnittenes Obst umwickeln, als auch Speisereste auf Tellern oder in Schüsseln abdecken.

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