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Cascara ist Kaffee und Tee in einem

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Cascara ist Kaffee und Tee in einem

22.02.2017, 10:02 Uhr | aja/dpa, aja, dpa

Cascara ist Kaffee und Tee in einem. Cascara ist Tee aus der Kaffeekirschen-Schale. (Quelle: dpa)

Cascara ist Tee aus der Kaffeekirschen-Schale. (Quelle: dpa)

Eine Koffein-Spritze soll her? Dann haben Sie meist die Wahl zwischen einer Tasse Kaffee oder einer Tasse Tee. Sie können sich nicht entscheiden? Müssen Sie auch nicht! Das neue Trend-Getränk Cascara ist sozusagen beides in einem.

Foto-Serie mit 6 Bildern

Cascara ist ein Tee, der aus Kaffeekirschen-Schalen aufgegossen wird. Was die Einheimischen in den Kaffee-Anbauländern, zum Beispiel in Nicaragua, schon seit Jahrhunderten trinken, erobert nun hierzulande immer mehr Bars und Coffeeshops.

Die Kaffeekirsche, ihr Geschmack und ihre Wirkung

Als Kaffeekirsche wird die fleischige Schale rund um die Kaffeebohne bezeichnet. Da meist nur die Kaffeebohne von Bedeutung ist, wird die Schale häufig einfach weggeschmissen. Doch gerade diese hat es in sich: Je nach Kaffeesorte geben die Schalen feine Geschmacksnoten von Honig und Orange ab, Koffein sowieso. Cascara macht also müde Knochen munter - so wie auch Kaffee oder Tee. Das Koffein dient der Kaffeebohne als Insektenschutz, entsprechend höher ist der Gehalt in der Schale. In einem Glas Cascara steckt sechs- bis achtmal mehr Koffein als in einer Tasse Kaffee, er ist also ein echter Wachmacher

In Nicaragua trinken die Einheimischen Cascara besonders gerne zum Frühstück. Dabei wird das bernsteinfarbene Getränk auch als "Coffeetea" - also "Kaffeetee" bezeichnet.

Auch Stefan Richter, Besitzer der "Berliner Kaffeerösterei", hat durch einen Urlaub in dem fernen Land den Cascara für sich entdeckt. Seit gut zwei Jahren bietet er nun sowohl die getrockneten Kaffeekirschen als auch das Getränk in seinem Café und Shop an.

Die Zubereitung

Die Zubereitung ist denkbar einfach: Je nach Sorte gießt man etwa fünf Esslöffel mit einem Liter 95 Grad heißen Wasser auf und lässt ihn mindestens vier Minuten ziehen. Im Gegensatz zu Tee ist die Brühzeit nicht so penibel einzuhalten. Je länger Cascara zieht, desto intensiver der Geschmack. "Man lässt die Schalen einfach in der Kanne, dort setzen sie sich dann sowieso ab", erklärt Wenke Rittmeyer von Green Cup Coffee. Danach genießt man ihn entweder als Heißgetränk, fügt Eiswürfel oder Kaltgetränke dazu.

Sogar kalt lässt er sich ansetzen. Am Morgen dient er prima heiß als Energiespender, nachmittags als kühle Erfrischung mit Soda, Zitrone oder Eiswürfeln. Als Beispiel: "Lemon Squash" nennt man das Getränk aus Cascara mit Zitronensaft oder Zitronenlimonade. "Cascara Fizz" nennt man ihn mit Tonic Water.

Die verschiedenen Sorten des Cascara "In Londoner Bars gehört er inzwischen zum Standard", erzählt Filine Manthey, die im Café "less political" im Hamburger Szeneviertel Schanze arbeitet. Das Spannende sei, dass jeder Cascara je nach Kaffeebohne ganz unterschiedlich schmecke, unterschiedliche Farben gebe es sowieso. Pacamara-Kaffeekirsche ist beispielsweise eine der süßesten Varianten der Haupt-Kaffeesorte Arabica. Wo man Cascara kaufen kann Bisher ist Cascara nicht in Supermärkten erhältlich. Nur spezielle Tee-Shops, Kaffeeröstereien und Szene Läden verkaufen den exklusive Tee. Dabei kosten 100 Gramm rund fünf Euro. Doch Achtung: Viele Schalen der Kaffeekirsche sind mit Pestiziden belastet, daher sollten Sie darauf achten, dass das Produkt von Bio-Bauern kommt. Der Tee stammt eigentlich aus dem Jemen

In Jemen übrigens trinken die Menschen Cascara schon seit Jahrhunderten - und zwar als Quishar, traditionell mit Ingwer, Zimt und ganz viel Zucker aufgekocht, ideal also für die Wintermonate. Überhaupt ist für Kaffeeländer wie Jemen, Bolivien oder Panama der Cascara alles andere als ein Trendgetränk. "Dort trank man ihn lange, bevor man anfing, die Bohnen zu rösten und als Kaffee zu trinken", erzählt Experte Rittmeyer.

Als dann später der Kaffee-Export begann, tranken die Einheimischen weiterhin den Aufguss aus den Schalen, weil er viel preiswerter war. "So entstand schließlich die Bezeichnung "the poor man's coffee"", sagt Rittmeyer. Auch heute ist Cascara immer noch etwas preiswerter als Kaffee. Weniger auf- und anregend ist er deshalb noch lange nicht.

Entdecken Sie Cascara auch in unserer Fotoshow.

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