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Warum weinen wir beim Zwiebeln schneiden?

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Alltagsrätsel  

Warum bekommt man von Zwiebeln Blähungen?

12.10.2017, 08:56 Uhr | Margret Scholtyssek, dpa

Warum weinen wir beim Zwiebeln schneiden?. Zwiebeln haben abschwellende und entzündungshemmende Eigenschaften und enthalten viele Mineralstoffe und Vitamine. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/wmaster890)

Zwiebeln haben abschwellende und entzündungshemmende Eigenschaften und enthalten viele Mineralstoffe und Vitamine. (Quelle: wmaster890/Thinkstock by Getty-Images)

Zwiebelkuchen mit Federweißem – für viele Menschen gehört das zum Herbst – auch wenn das Gericht eine gewisse Leidensfähigkeit fordert. Küchenzwiebeln sind nach Tomaten und Möhren in Deutschland das beliebteste Gemüse. Ihnen werden heilsame Wirkungen nachgesagt – sie können aber auch quälen.

Warum bekommt man von Zwiebeln Blähungen?

Vor allem rohe Zwiebeln können sich im Bauch bemerkbar machen. Sie enthalten Stoffe, die der menschliche Körper nicht in Magen und Dünndarm durch Enzyme vorverdauen kann. Erst im Dickdarm werden sie von Bakterien zersetzt. Es entstehen dann schwefelhaltige Gase, die unangenehm riechende Blähungen verursachen. Mildere Zwiebelsorten sollen in dieser Hinsicht verträglicher sein als schärfere.

Warum reizt das Schneiden von Küchenzwiebeln zu Tränen?

Zwiebelschneiden kann einem das Wasser in die Augen treiben. Das liegt an einer chemischen Reaktion. Beim Zerteilen einer Speisezwiebel (Allium cepa) werden Zellen beschädigt und zwei normalerweise getrennt vorliegende Stoffe treten aus. In der äußeren Schicht der Zelle befindet sich die schwefelhaltige Aminosäure Isoalliin, auf die auch der typische Geruch zurückgeht, im Inneren das Enzym Alliinase.

So haben Sie garantiert trockene Augen beim Zwiebelschneiden (Screenshot: Zoomin)
Garantiert trockene Augen beim Zwiebelschneiden

Ein einfacher Trick mit einer Mikrowelle schafft Abhilfe.

Garantiert trockene Augen beim Zwiebelschneiden


Kommen die beiden Stoffe zusammen, beginnt ein chemischer Prozess, bei dem tränenreizendes Propanthial-S-Oxid entsteht. Die Zwiebel schützt sich mit dem Reizstoff vor Krankheitserregern und Fressfeinden.

Gegen welche Beschwerden hilft die Zwiebel?

Zwiebeln wurden schon in der Antike auch als Heilmittel benutzt. Sie werden heute noch beispielsweise gegen Husten und Erkältung eingesetzt. Die antibakteriell wirkenden Schwefelverbindungen und Antioxidantien wie Quercetin sollen auch Herzinfarkt und Schlaganfall vorbeugen. Das Gemüse hat zudem abschwellende und entzündungshemmende Eigenschaften und enthält viele Mineralstoffe und Vitamine.

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