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Wie Sie Lieblingsprodukte selber machen

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Nutella, Chips und Co.  

Wie Sie Lieblingsprodukte ganz einfach selber machen

18.05.2016, 08:33 Uhr | msh

Wie Sie Lieblingsprodukte selber machen. Gar nicht schwer und viel besser: Selbstgemachte Schoko-Nuss-Creme. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Gar nicht schwer und viel besser: Selbstgemachte Schoko-Nuss-Creme. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Zutatenlisten von industriell hergestellten Lebensmitteln wie Leberwurst oder Schoko-Nuss-Creme haben es oft in sich. Was die zugesetzten Stoffe bewirken sollen, weiß man als Verbraucher meistens nicht. Die Alternative: Selber machen. Mit den Rezepten aus "Hausmarke" von Lebensmittelchemikerin Dr. Christina Rempe und Radiokoch Helmut Gote ist das auch ganz einfach.

Aufs Brot oder einfach löffeln: Schoko-Nuss-Creme

Weniger Fett und Zucker, trotzdem erstklassiger Geschmack nach Schokolade und Nuss.  (Quelle: Kay Bach)Weniger Fett und Zucker, trotzdem erstklassiger Geschmack nach Schokolade und Nuss. (Quelle: Kay Bach)

Für zwei Schraubdeckelgläser benötigen Sie 100 Gramm Rohrohrzucker, 100 Gramm Bioschokoalde (50 Prozent Kakaoanteil), 2 Prisen Meersalz, 100 Gramm fein gemahlenes Haselnussmus, 100 Gramm Kokosnussmus, 80 Gramm Biomargarine und 80 Gramm gemahlene,geröstete Haselnüsse

Rohrohrzucker, Schokolade, 30 ml Wasser und Salz im Topf langsam erwärmen und glatt rühren, bis der Zucker möglichst vollständig aufgelöst ist. Alle Zutaten bis auf die Haselnüsse in den Mixer geben und schön cremig mixen. Zum Schluss die gemahlenen Haselnüsse unterziehen und die Schoko-Nuss-Creme in Gläser umfüllen. Die Creme 15 Minuten vor dem Genuss aus dem Kühlschrank nehmen. Bei 18–20 °C schmeckt sie am besten und lässt sich perfekt streichen. Wenn Sie nun noch 50 g echte Piemonteser Haselnüsse im Mixer mittelfein hacken und zusätzlich unterziehen, ist das Nusserlebnis auch noch knusprig.

Natürlich und deftig: Leberwurst

Eingemacht in Gläser hält sich die Leberwurst bis zu sechs Monate. (Quelle: Kay Bach)Eingemacht in Gläser hält sich die Leberwurst bis zu sechs Monate. (Quelle: Kay Bach)

Diese Zutaten benötigen Sie für sechs Gläser à 250 Milliliter: 750 Gramm Kalbsleber, 400 Gramm fetter Speck, eine Zwiebel, ein gestrichener Teelöffel Piment, gemahlener Ingwer und weißer Pfeffer, ein halber Teelöffel gemahlene Nelken, Meersalz, 40 Gramm Butter, 40 Gramm Weizenmehl, 300 Milliliter Milch und zwei Eier.

Die Kalbsleber sauber parieren und in gulaschgroße Stücke würfeln, den fetten Speck in kleine Würfel schneiden. Beides abwechselnd durch den mit der feinen Scheibe ausgerüsteten Fleischwolf drehen. Die Zwiebel schälen, würfeln und mit dem durchgedrehten Leberspeck noch einmal durch die feine Scheibe des Fleischwolfs drehen.

Für die erste Grundwürzung die Gewürze nach Mengenangaben und 1 gestrichenen TL Salz mit der Leber-Speck-Masse mischen. 30 Minuten abgedeckt durchziehen lassen. Für den lockeren Schmelz der Wurst wird nun noch eine Mehlschwitze benötigt. Dafür die Butter bei mittlerer Hitze schmelzen und das Mehl einrühren, sodass beides zu einer zähen Masse verklumpt. Die Milch in Portionen von jeweils 100 ml zugeben, dadurch
lösen sich die Klümpchen auf. Nach jeder Flüssigkeitszugabe so lange rühren, bis die Mehlschwitze die Milch aufgenommen hat. Wenn eine dickflüssige Sauce entstanden ist, salzen und noch etwa 1 Minute köcheln lassen. Die Sauce in eine Schüssel geben und abkühlen lassen, dann die Eier unterziehen. Die Sauce mit der Wurstmasse sehr sorgfältig vermischen und abschmecken.

Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Wurstmasse in saubere Schraubdeckelgläser bis maximal 2 cm unter den Randfüllen, weil sie sich beim Garen ausdehnt. Die Gläser in eine große ofenfeste Form stellen, so hoch wie möglich kaltes Wasser aufgießen und dann in den Backofen stellen. Wenn nach circa 30 Minuten das Wasser sichtbar siedet, die Temperatur auf 150 °C reduzieren. Nach 2 Stunden ist die Wurst fertig. Die Gläser im ausgeschalteten Backofen komplett auskühlen lassen.

Ganz sicher ohne Geschmacksverstärker: Kartoffelchips

Kartoffeln, Öl und Salz  - mehr Zutaten braucht man nicht für köstliche Kartoffelchips.  (Quelle: Kay Bach)Kartoffeln, Öl und Salz - mehr Zutaten braucht man nicht für köstliche Kartoffelchips. (Quelle: Kay Bach)

Für etwa 500 Gramm des Kartoffelsnacks benötigen Sie 500 Gramm Kartoffeln, drei Liter Rapsöl und Meersalz

Die Kartoffeln schälen und in etwa 3 mm dicke Scheiben hobeln. Die Scheiben in einer großen Schüssel mit viel kaltem Wasser zweimal gründlich waschen. Mit einem großen, sauberen Geschirrtuch trocken tupfen. 

Das Rapsöl auf 160 °C erhitzen und die Chips frittieren. Die Garzeiten sind erheblich kürzer als bei Pommes frites. Die Chips werden bereits nach 2–3 Minuten hellbraun. Den Korb aus dem Fett nehmen, schütteln und das Fett gut abtropfen lassen. Wenn die Chips völlig abgekühlt sind, die Fritteuse auf 190 °C erhitzen und die Chips zum zweiten Mal frittieren, bis sie gleichmäßig goldbraun und knusprig sind. Das dauert beim zweiten Frittieren nicht länger. Abtropfen lassen, salzen und sofort servieren.

Noch besser werden die Chips, wenn man sie nach dem ersten Frittieren 24 Stunden auf einem Küchenhandtuch ausgelegt trocknen lässt und dann wieder frittiert.

Nicht nur zum Pommes ummanteln: Ketchup

Bis zu sechs Monate kann selbstgemachtes Ketchup im Kühlschrank aufbewahrt werden. (Quelle: Kay Bach)Bis zu sechs Monate kann selbstgemachtes Ketchup im Kühlschrank aufbewahrt werden. (Quelle: Kay Bach)

Sie benötigen: 150 Gramm Zwiebeln, zwei Knoblauchzehen, 20 Gramm frischer Ingwer, 80 Gramm Rohrohrzucker, ein Teelöffel gemahlener Piment, ein halber Teelöffel gemahlener Gewürznelken, 100 Milliliter Erdnussöl, ein gestrichener Esslöffel Tamarindenpaste, 100 Milliliter natürtrüber Apfelsaft, ein Liter passierte Tomaten, Meersalz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer, 40 Gramm Speisestärke, ein paar Spritzer Worcestershiresauce.

Die Zwiebeln schälen und sehr fein würfeln, den Knoblauch schälen und fein hacken, den Ingwer schälen und reiben. Den Zucker in einer großen Kasserolle bei mittlerer Hitze schmelzen, bis er goldgelb karamellisiert. Die Zwiebeln und den Knoblauch dazugeben und dünsten, bis der Karamell sich gelöst hat. Piment, Nelken und Ingwer einrühren und kurz mitdünsten, dann das Erdnussöl einrühren und anschließend die Tamarindenpaste. Mit dem Apfelsaft ablöschen, aufkochen und die passierten Tomaten in den Topf geben, mit Salz und Pfeffer abschmecken. 10 Minuten offen köcheln lassen und mit dem Stabmixer pürieren. 

Die Speisestärke mit 200 ml kaltem Wasser anrühren und in die Sauce rühren. Diese wieder aufkochen und weitere 10 Minuten offen köcheln lassen. Mit ein paar Tropfen Worcestershiresauce, Salz und eventuell noch einer Prise Zucker abschmecken. Noch sehr heiß in saubere Schraubdeckelgläser oder kleine Flaschen umfüllen und verschließen.

Der eigene Scharfmacher: Senf

Selbstgemacht wird der Senf meist etwas körniger, aber genauso scharf. (Quelle: Kay Bach)Selbstgemacht wird der Senf meist etwas körniger, aber genauso scharf. (Quelle: Kay Bach)

Für 200 Gramm Senf benötigen Sie 100 Gramm gelbe Senfsamen, 30 Milliliter Weißweinessig, einen knapper Teelöffel Zucker und 6 Gramm Meersalz.

Die Senfsamen fein mahlen. Etwa 200 ml Wasser mit Essig, Zucker und Salz verrühren und über das Senfpulver gießen. Mit einem elektrischen Rührgerät mindestens 5 Minuten verrühren, bis eine gleichmäßig cremige Paste entstanden ist. Wenn nötig, teelöffelweise noch mehr kaltes Wasser zugeben, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Nach 30 Minuten nochmals verrühren. Abschmecken nicht vergessen. Senf entwickelt seine ganze Schärfe und sein Aroma erst nach frühestens 15 Minuten!

Über Nacht abgedeckt ziehen lassen, dann mit dem Mixstab pürieren. Den Senf mit einem Esslöffel durch ein Sieb passieren und in Gläser mit Schraubdeckelverschluss umfüllen. Dann im Kühlschrank aufbewahren. Am besten schmeckt der Senf ab etwa einer Woche nach der Herstellung.

Auch Pesto oder sogar Marshmallows lassen sich selber machen

Von Panikmache vor Zusatzstoffen in Lebensmitteln halten die Autoren nichts. Trotzdem sollten uns manche Zutatenlisten wachsam machen, finden sie. 

Lieblingsessen selber machen - "Hausmarke" zeigt wie es geht. (Quelle: Kay Bach)Lieblingsessen selber machen - "Hausmarke" zeigt wie es geht. (Quelle: Kay Bach)

Nicht kopieren, sondern gesünder, aus natürlichen Zutaten und besser im Geschmack, das ist das Motto des Buchs "Hausmarke" aus dem Becker Joest Volk Verlag. Wer Lust hat, sich aufs Selbermachen einzulassen, findet im toll illustrierten Buch viele Alternativen zu industrieller Nahrung. 


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