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Kaktusfeige: Alles zur gesunden Pflanze

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Ficus zum Genießen  

Kaktusfeige: Die gesunde Pflanze im Porträt

13.07.2016, 09:50 Uhr | om (CF)

Kaktusfeige: Alles zur gesunden Pflanze. Aus der gesunden Kaktusfeige wird ein wertvolles Öl gewonnen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Aus der gesunden Kaktusfeige wird ein wertvolles Öl gewonnen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die Kaktusfeige gilt als eher exotisches Obst. Schade eigentlich: Sie schmeckt köstlich, ist gesund und lässt sich sogar zuhause anbauen. Zudem wird aus ihr ein erstaunlich teures Öl gewonnen.

Tropenfrucht mit süß-säuerlichem Aroma

Als Kaktusfeigen werden die Früchte des Opuntienkaktus (Opuntia ficus-indica) bezeichnet. Sie sind länglich und grün, innen befindet sich das gelbliche Fruchtfleisch mit dunklen, ebenfalls essbaren Kernen. Bevor die Feigen in den Handel kommen, werden die Stacheln an der Außenseite üblicherweise vollständig entfernt. Greifen Sie trotzdem zur Sicherheit vorsichtig zu, denn die Stacheln sind teilweise fast unsichtbar. Das Fruchtfleisch erinnert geschmacklich ein wenig an die Namen gebenden Feigen und hat ein süß-säuerliches Aroma.

Für eine schnelle Zwischenmahlzeit können Sie die Frucht einfach wie eine Kiwi halbieren und das Fruchtfleisch auslöffeln. Auch ein Obstsalat erhält durch die Kaktusfeige eine exotische Geschmacksnote. Ob eine Kaktusfeige reif ist, erkennen Sie übrigens an eher weichen Schalen. Von harten Früchten sollten Sie absehen, denn sie reifen nicht nach, wenn sie einmal geerntet wurden.

Kaktusfeige: Kalorienarm und voller Nährstoffe

Als gesunder Snack ist die Frucht der Kaktusfeige bestens geeignet, denn sie enthält Vitamin C, das eine positive Wirkung auf das Immunsystem haben kann. Auch Nährstoffe wie Magnesium, Kalium, Kalzium und Phosphat finden sich in der Frucht. Darüber hinaus enthält sie so gut wie kein Fett und nur 36 Kalorien pro 100 Gramm. Somit ist sie gut geeignet für Menschen, die Kaktusfeige als Teil ihrer Diät einplanen.

Kaktusfeige pflanzen: Aussaat, Pflege und Ernte

Die kleinen Kakteenpflanzen aus dem Gartencenter eignen sich gut als Topf- oder Kübelpflanze. Diese stellen Sie an warmen, sonnigen Tagen idealerweise in den Garten, auf den Balkon oder auf die Terrasse. Auch auf dem Fensterbrett in Südlage wächst die Pflanze sehr gut. Extremen Witterungsbedingungen wie Regen sollten Sie die Pflanze dagegen nicht aussetzen. Achten Sie außerdem auf ein geeignetes Substrat, idealerweise bestehend aus Sand, Kompost, Torf und Perlit.

Wenn sich im Frühjahr die rötlichen Blüten bilden, sollten Sie die Pflanze einmal kräftig gießen. Ansonsten gießen Sie regelmäßig, aber mit größeren zeitlichen Abständen. Im Winter verzichten Sie vollständig auf die Wasserzugabe. Während der Vegetationsperiode sollten Sie die Pflanze etwa alle zwei Wochen mit Kakteendünger versorgen. Bei Bedarf können Sie im Frühjahr Ihre Kaktusfeige in einen größeren Topf umpflanzen. Im Herbst ernten Sie mit etwas Glück die Früchte, sobald sie weich sind. Vorsicht ist jedoch vor den harten Stacheln geboten. Am besten fassen Sie die Früchte nur mit Gartenhandschuhen an.

Feigenkaktus vermehren: Weitere Pflanzen züchten

Aus den Kernen im Fruchtfleisch der Kaktusfeige, die Sie unter fließendem Wasser gründlich reinigen, können Sie bei einer Temperatur von rund 20 Grad weitere Pflanzen ziehen. Lassen Sie die Samen zunächst einige Tage trocknen und geben Sie sie in Wasser, damit sie etwas quellen. Füllen Sie dann etwas Torf in einen Blumentopf und legen Sie die Samen darauf. An einem schattigen Plätzchen bilden sich erste Blätter, wenn Sie regelmäßig gießen. Stellen Sie die Pflänzchen nun an einen sonnigen Platz. Auch vegetativ lässt sich ein Feigenkaktus vermehren. Schneiden Sie hierfür von einer Pflanze einen Trieb ab und pflanzen Sie ihn in Erde. Schon bald darauf sollte es zur Wurzelbildung kommen.

Kaktusfeigenöl: Das wertvollste Öl der Welt?

Kaktusfeigenöl stammt aus Marokko und ist von edler, goldgelber Farbe. Die Herstellung ist ausgesprochen aufwendig: Die Feigen werden per Hand geerntet und anschließend geschält. Für die Ölgewinnung kommen nur die Kerne im Inneren des Fruchtfleisches infrage. Auch werden vergleichsweise viele Kaktusfeigen benötigt, um das kostbare Kaktusfeigenöl herzustellen. Der ProSieben-Sendung "Galileo" zufolge muss für einen Liter Öl eine ganze Tonne der Feigenfrüchte geerntet werden.

Dafür hat es das Öl aber in sich: Es enthält viele wertvolle Inhaltsstoffe, zum Beispiel Magnesium oder Vitamin C. Seit einiger Zeit ist es als Zutat in Kosmetika beliebt. Es soll der Haut Feuchtigkeit spenden, sie straffen, festigen und vor Falten schützen. Auch für die Nagel- und die Haarpflege wird das Öl verwendet. Gourmetköche weltweit nutzen ebenfalls immer öfter Kaktusfeigenöl für Ihre Kreationen. In normalen Haushalten dürfte es Oliven- oder Rapsöl in absehbarer Zukunft aber nicht ablösen, denn ein Liter des Öls kann rund 600 Euro kosten.

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