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Rokkaku: Der japanische Kampfdrachen

14.05.2013, 14:15 Uhr | kl (CF)

Der Rokkaku ist ein sogenannter Kampfdrachen, dessen Wurzeln auf das Japan des 17. Jahrhunderts zurückgehen. Auch heute noch werden Wettkämpfe mit dem sechseckigen Fluggerät ausgetragen. In seiner friedlicheren Variante dient der Rokkaku auf Drachenfesten als Standdrachen, der wegen seiner großen Zugkraft einiges an Leinenschmuck gen Himmel trägt.

Aufbau des Kampfdrachens

Der Rokkaku zeichnet sich durch seine sechseckige Form sowie seinen einfachen Aufbau aus. Auch wenn die Baupläne variieren, bleibt der Grundaufbau immer gleich. Das Gerüst des Kampfdrachen besteht aus einem geraden Längsstab, der im oberen und unteren Drittel jeweils von einem gebogenen Querstab gekreuzt wird. Klassischerweise bestehen die Stäbe aus Bambus, moderne Rokkakus besitzen Stäbe aus Kohlefaser.

Auch beim Segel gibt es Unterschiede zwischen Tradition und Moderne. Während die ursprünglichen Kampfdrachen ein Segel aus bunt bemaltem Japanpapier besitzen, kommt bei modernen Varianten häufig Spinnaker aus Nylon zum Einsatz.

Handhabung und Flugverhalten

Je nach Größe des Rokkakus kann er von Einzelpersonen geflogen werden – oder aber es sind ganze Mannschaften notwendig, um die Zugkraft des Kampfdrachen zu bändigen. Die Drachenleinen sind je nach Bauweise an bis zu sieben Punkten des Gerüsts befestigt, gehen aber immer in eine Einzelleine über.

Anders als ein Lenkdrachen wird der Rokkaku also nicht über zwei Leinen gesteuert, sondern stets über eine einzelne. Die Flugrichtung lässt sich durch Anspannen und Lockerlassen der Leine beeinflussen: Geben Sie der Leine als Drachenpilot Spiel, verliert der Kampfdrachen an Höhe und dreht sich um die eigene Achse. Sobald die Nase in die gewünschte Richtung zeigt, müssen Sie die Leine anziehen, damit der Drachen diese Richtung einschlägt – und zwar so lange, bis Sie die Leine wieder entspannen. (Indoor-Kiting: Drachen steigen lassen bei jedem Wetter)

Rokkaku-Wettkämpfe damals und heute

Der Ursprung der Rokkaku-Wettkämpfe liegt angeblich in Japan, wo im 17. Jahrhundert ein Landherr aus Dankbarkeit den Bewohnern eines Dorfes einen riesigen Drachen schenkte, weil diese einen Kanal fertiggestellt hatten. Bei der Landung richtete der Drachen aber teils große Schäden auf den Feldern und an Gebäuden an, sodass es zu Streitigkeiten im Dorf kam. Diese wurden auf Geheiß des Landherren jedoch nicht mit Gewalt, sondern mit einem Drachenkampf ausgetragen.

Eine Tradition, die sich heute noch großer Beliebtheit erfreut – und das nicht nur in Japan. Die Rokkaku-Wettkämpfe gehören auf einigen Drachenfestivals zu den absoluten Highlights. Dabei geht es darum, mit dem eigenen Kampfdrachen die Leinen des gegnerischen Rokkakus zu durchtrennen oder diesen durch geschickte Treffer zum Absturz zu bringen. (Drachen fliegen lassen: Der geeignete Ort)

Sechseckiger Lastenträger

Neben seiner Rolle als Kampfdrachen fristet der Rokkaku häufig auch ein ganz friedfertiges Dasein: Er dient auf Drachenfesten als Standdrachen. Dank seiner großen Zugkraft lässt sich an ihm viel Leinenschmuck befestigen. Abseits davon können an seiner Leine sogar Kameras himmelwärts befördert werden, um beeindruckende Luftaufnahmen zu machen. (Lenkdrachen: Merkmale und Qualitätstipps)

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