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Bundestagswahl 2017: Was Parteien zum Thema Kinderarmut sagen

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Kindergeld, -freibeträge und -grundsicherung  

Was in den Wahlprogrammen zum Thema Kinderarmut steht

20.09.2017, 15:30 Uhr | Jürgen Petzold, AFP

Bundestagswahl 2017: Was Parteien zum Thema Kinderarmut sagen. Fast jedes fünfte Kind in Deutschland ist von Armut bedroht. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/bodnarchuk)

Fast jedes fünfte Kind in Deutschland ist von Armut bedroht. (Quelle: bodnarchuk/Thinkstock by Getty-Images)

Kurz vor der Bundestagswahl wird die Kinderarmut zum Thema: Dem neuen Familienreport zufolge ist fast jedes fünfte Kind in Deutschland von Armut bedroht. Das Problem der Kinderarmut beschreiben die meisten der Parteien, die Aussicht auf Einzug in den Bundestag haben, in ihren Programmen.

Die Rezepte dagegen sind unterschiedlich, es gibt aber auch Gemeinsamkeiten: Mehr Kindergeld versprechen fast alle Parteien. Aber lesen Sie selbst:

Kindergeld: Was die Pateien wollen

SPD: Das derzeitige Kindergeld von 192 Euro für das erste und zweite Kind soll für Geringverdiener auf 393 Euro monatlich aufgestockt werden. Für das dritte Kind sollen 399 Euro gezahlt werden, für das vierte und weitere Kinder jeweils 416 Euro. Die Leistung soll mit steigendem Einkommen absinken. Zudem will die SPD die Kita-Gebühren schrittweise abschaffen und einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung im Grundschulalter einführen.

CDU/CSU: Die Union strebt eine höhere Förderung für alle an. Nach dem Willen von CDU und CSU soll der Kinderfreibetrag in zwei Schritten auf das Niveau des Erwachsenenfreibetrages angehoben und das Kindergeld entsprechend erhöht werden. In einem ersten Schritt soll das Kindergeld um 25 Euro je Kind steigen. Der zweite Schritt soll abhängig von der wirtschaftlichen Lage verwirklicht werden. Die Union will in der kommenden Wahlperiode auch einen Rechtsanspruch auf Betreuung im Grundschulalter einführen.

Linke: Die Linke beklagt, dass wohlhabende Eltern für ihre Kinder einen höheren Betrag steuerlich geltend machen können als Eltern mit geringerem Einkommen an Kindergeld bekommen. Als Sofortmaßnahme soll das Kindergeld für alle auf 328 Euro erhöht werden. In Gegenden mit besonders hohen Mieten wird es bei Bedarf durch entsprechend regionalisiertes Wohngeld ergänzt. Grundsätzlich strebt die Linke eine eigenständige, individuelle Kindergrundsicherung in Höhe von 573 Euro an, die allerdings versteuert werden müssen.

Kindergeld: Mehr Einkommen, weniger Leistung?

Grüne: Sie schlagen ein Familien-Budget vor, in dem Kinderfreibetrag, Kindergeld, Kinderzuschlag und Kinderregelsatz zusammengeführt werden. Ähnlich wie die SPD wollen die Grünen Geringverdienern einen einkommensabhängigen Kindergeldbonus zukommen lassen, der das Existenzminimum garantiert. Der Bonus soll bei bis zu 364 Euro liegen, mit Kindergeld sollen maximal 460 Euro erreicht werden. Als Basis für alle soll eine einkommensunabhängige Kindergrundsicherung eingeführt werden, die das Kindergeld und die Kinderfreibeträge ersetzt.

FDP: Auch die Liberalen setzen auf eine einkommensabhängige Komponente: Das von ihnen vorgeschlagene "Kindergeld 2.0" besteht aus dem einkommensunabhängigen Grundbetrag, dem einkommensabhängigen Kinder-Bürgergeld, und den Gutscheinen für Leistungen für Bildung und Teilhabe. Dies soll sicherstellen, dass die Leistungen auch bei den Kindern ankommen.

AfD: Zur Bekämpfung der Kinderarmut fordert die AfD eine steuerliche Entlastung von Familien. Dazu gehört ein Familiensplitting, das das Familieneinkommen vor Versteuerung auf die Familienmitglieder rechnerisch verteilt.

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