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Mutterschutzgesetz: Wie lange sind die Mutterschutz-Fristen?

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Schutzfristen im Mutterschutzgesetz  

Mutterschutz – wie lange sind die Fristen?

20.03.2017, 17:02 Uhr | rev, t-online.de

Mutterschutzgesetz: Wie lange sind die Mutterschutz-Fristen?. Vor und nach einer Geburt gibt es im Mutterschutz Fristen, in denen Frauen gemeinhin von der Arbeit freigestellt sind. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Vor und nach einer Geburt gibt es im Mutterschutz Fristen, in denen Frauen gemeinhin von der Arbeit freigestellt sind. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Erklären sich schwangere Frauen nicht ausdrücklich bereit, kurz vor und nach der Schwangerschaft zu arbeiten, gilt für diese Phasen ein Beschäftigungsverbot – und zwar unabhängig von der Art der Beschäftigung. Diese berufliche Freistellung wird häufig als der eigentliche Mutterschutz betrachtet, obwohl dieser weitaus mehr Schutzmaßnahmen und Regelungen für schwangere und stillende Arbeitnehmerinnen umfasst. Wie lange aber sind die Schutzfristen im Mutterschutz?

Schutzfristen vor der Geburt

Laut Mutterschutzgesetz dürfen werdende Mütter sechs Wochen vor dem voraussichtlichen Entbindungstermin nicht mehr arbeiten. Die Beschäftigungsart spielt dabei keine Rolle. Die einzige Ausnahme für diese Mutterschutzregelung tritt dann ein, wenn die schwangere Frau es ausdrücklich wünscht zu arbeiten. Die hierfür nötige Erklärung kann von ihr allerdings zu jeder Zeit widerrufen werden.

Schutzfristen nach der Geburt

Auch nach der Geburt besteht eine solche Schutzfrist. Diese ist im Mutterschutzgesetz auf insgesamt acht Wochen festgeschrieben.

Allerdings kann es hier zu Abweichungen kommen: Bei einer vorzeitigen Geburt verlängert sich die Zeit des Beschäftigungsverbots um die nicht in Anspruch genommene Zeit vor der Geburt. Für Mehrlingsgeburten und Frühgeburten gilt laut Mutterschutzgesetz zudem, dass sich die Schutzfrist nach der Geburt um vier Wochen auf zwölf Wochen verlängert. Von einer Frühgeburt spricht man, wenn ein Kind vor Vollendung der 37. Schwangerschaftswoche zur Welt kommt.

Mütter von Kindern mit Behinderung erhalten seit 2017 vier Wochen länger und damit insgesamt zwölf Wochen Mutterschutz nach der Geburt.

Mutterschutz bei Totgeburten?

Endet die Schwangerschaft mit einer Totgeburt, gelten die gleichen Regelungen wie bei einer Lebendgeburt. Die Totgeburt wird rechtlich einer Entbindung gleichgesetzt, entsprechend gilt auch hier die achtwöchige Schutzfrist beziehungsweise die verlängerte zwölfwöchige Frist nach der Geburt, falls die Totgeburt gleichzeitig eine Frühgeburt ist.

Fehlgeburt im Mutterschutzgesetz nicht als Entbindung anerkannt

Frauen, die nach der zwölften Schwangerschaftswoche eine Fehlgeburt erlitten haben, erhalten mindestens vier Monate Kündigungsschutz nach der Geburt.

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