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Zahl der Abtreibungen in Deutschland sinkt kontinuierlich

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Statistik 2014  

Immer weniger Frauen treiben ab

10.03.2015, 15:59 Uhr | dpa

Zahl der Abtreibungen in Deutschland sinkt kontinuierlich. In Deutschland geht die Zahl der Abtreibungen immer weiter zurück. (Quelle: dpa)

In Deutschland geht die Zahl der Abtreibungen immer weiter zurück. (Quelle: dpa)

Die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche sinkt seit zehn Jahren kontinuierlich. Rund 99.700 Frauen haben 2014 abgetrieben, das sind drei Prozent weniger als im Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. 2004 waren noch 129.650 Abtreibungen gemeldet worden.

Der Rückgang gilt trotz des demografischen Wandels, es also insgesamt weniger Frauen im gebärfähigen Alter gibt. So kamen 2004 auf 10.000 Frauen im Alter zwischen 15 und 49 Jahren 66 Abtreibungen, 2014 waren es vorläufigen Zahlen zufolge nur noch 55.

39 Prozent der Frauen hatten noch kein Kind

Knapp drei Viertel der Frauen, die 2014 einen Schwangerschaftsabbruch durchführen ließen, waren zwischen 18 und 34 Jahre alt. Etwa acht Prozent waren mindestens 40 Jahre alt, knapp vier Prozent waren noch nicht volljährig. Etwa 39 Prozent der Frauen hatten kein leibliches Kind.

"Das Gesamtkonzept geht auf"

Werden weniger Frauen ungewollt schwanger? Oder entscheiden sich weniger für einen Abbruch? "Das Gesamtkonzept geht auf", sagt die Sprecherin der Sexualberatungsorganisation pro familia, Regine Wlassitschau. Dies reiche von der Sexualaufklärung und dem Klima über umfassende Beratungsangebote bis zur Möglichkeit des Abbruchs. Allerdings könnten sich viele Frauen und Paare mit geringem Einkommen Verhütungsmittel nicht leisten. "Das wird zunehmend ein Problem." Pro familia fordert die Übernahme der Kosten für Frauen mit wenig Geld, wie etwa für Hartz-IV-Empfängerinnen.

Ob die Abtreibungszahlen weiter sinken, weil die "Pille danach" bald ohne Rezept in Deutschland zu haben ist, bleibe abzuwarten, sagte Wlassitschau. "Das ist aber auf jeden Fall der richtige Weg." 96 Prozent der 2014 gemeldeten Abtreibungen wurden nach der Beratungsregelung vorgenommen. Bei den anderen waren medizinische oder kriminologische Indikatoren der Grund. Mehr als zwei Drittel der Eingriffe wurden mit der Absaugmethode durchgeführt.

Abtreibung: So ist die Gesetzeslage

Ein Schwangerschaftsabbruch ist in Deutschland grundsätzlich rechtswidrig, unter bestimmten Bedingungen aber nicht strafbar.

Dem Paragrafen 218a des Strafgesetzbuches zufolge darf eine Frau innerhalb der ersten zwölf Schwangerschaftswochen abtreiben lassen, wenn sie dem Arzt einen Beratungsschein vorlegt. Die Beratung muss mindestens drei Tage vor dem Eingriff in einer staatlich anerkannten Konfliktberatungsstelle erfolgt sein. Sie soll die Frau ermutigen, die Schwangerschaft fortzusetzen, und dem Schutz des ungeborenen Lebens dienen.

Wann bei Abtreibung Straffreiheit gilt

Eine Abtreibung bleibt auch nach der zwölften Schwangerschaftswoche straffrei, wenn für die Schwangere Lebensgefahr besteht oder eine schwerwiegende körperliche oder seelische Beeinträchtigung droht. Ein Abbruch ist zudem bei einer Schwangerschaft infolge einer Sexualstraftat, etwa einer Vergewaltigung, möglich - aber dann nur innerhalb der ersten drei Monate.

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