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Stroh im Brot: Verbraucherschutz warnt vor Mogelpackungen

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Verbraucherzentrale deckt auf  

Hersteller mogelt Stroh ins Brot

09.05.2014, 17:19 Uhr | cme

Stroh im Brot: Verbraucherschutz warnt vor Mogelpackungen. Nicht jedes dunkle Brot ist so wertvoll wie es aussieht.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Nicht jedes dunkle Brot ist so wertvoll wie es aussieht. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Vollkornbrot gilt als gesund – doch nicht jeder mag den kräftigen Geschmack. Ein Brothersteller löst das Problem auf kreative Weise: Er mischt billige Strohfasern in den Teig. Bei einem Marktcheck der Verbraucherzentrale Niedersachsen fielen vier Produkte mit Weizenhalmfasern in der Zutatenliste auf.

Zwar ist Stroh weder gesundheitsschädlich noch ist dessen Zusatz in Lebensmitteln verboten. Allerdings enthält es im Gegensatz zu echten Vollkornmehlen hauptsächlich Fasern. Die Vitamine und Mineralstoffe, die in Vollkornmehl enthalten sind, fehlen. Zudem sei die Kennzeichnung "ungenau", monieren die Verbraucherschützer aus Hannover. Da der Hersteller die Weizenhalme sogar auslobt, entstehe beim Brotkäufer der Eindruck, dass die Fasern besonders wertvoll seien. Dies sei jedoch nicht der Fall.

Billiges Stroh als "extra feine Weizenhalmfasern" beworben

Betroffen waren laut Verbraucherzentrale vier Produkte der Harry Brot GmbH, die in einem Fall unter der Marke Goldähren exklusiv bei Aldi Nord vertrieben werden. In den "Vital & Fit Mehrkornbrötchen" des Herstellers war der genaue Faseranteil nicht erkennbar, die Fasern wurden allerdings auch nicht extra auf der Verpackung ausgelobt.

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Anders in dem Sandwichbrot "Balance aktiv" sowie dem "Balance Toast" der Harry Brot GmbH. Dort bewarb der Hersteller das Stroh mit dem Hinweis: "Der Vollkornanteil wird mit extra feinen Weizenhalmfasern ergänzt. Die sieht und schmeckt man nicht, sie machen Balance aktiv jedoch so ballaststoffreich wie ein Vollkornsandwich.“

Mehr Brot-Gewicht, weniger Vitamine

Der Anteil der Weizenstrohfaser vom Toast und dem Sandwich macht mit 1,5 Prozent rund ein Viertel des Ballaststoffgehaltes aus. Bei den Mehrkornbrötchen gibt es gar keine Angabe, wie viel "Stroh im Brot steckt". Hochwertiges Vollkornmehl wurde dafür eingespart. "Im Gegensatz zu Weizenfasern hat Vollkornmehl neben dem Ballaststoffgehalt auch einen natürlich hohen Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen", sagt Brigitte Ahrens von der Verbraucherzentrale.

Für den Hersteller hat das technologisch aufbereitete Stroh natürlich einige Vorteile. Der Ballaststoffgehalt ist größer und die Fasern binden zusätzlich Wasser. Dies macht das Brot saftig und erhöht gleichzeitig das Gewicht der Backwaren.


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