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Ein Pool für den Garten - Was Sie dazu brauchen

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Ratgeber: Das brauchen Sie für den Pool im Garten

02.09.2016, 14:39 Uhr | Uwe Kauss - WANTED.DE

Ein Pool für den Garten - Was Sie dazu brauchen. Was kostet ein Pool oder ein Schwimmteich? Welche Technik ist notwendig? WANTED.DE erklärt, wie es geht. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Was kostet ein Pool oder ein Schwimmteich? Welche Technik ist notwendig? WANTED.DE erklärt, wie es geht. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Kommt der Sommer, geht’s zum Abkühlen ins Wasser: Doch das städtische Schwimmbad und der Baggersee sind hoffnungslos überfüllt, das Meer zu weit. Bleibt nur eins: Raus in den Garten und mit Anlauf ins eigene Becken. Doch was kostet ein Pool oder ein Schwimmteich? Welche Technik ist notwendig? WANTED.DE erklärt, wie es geht.

Foto-Serie mit 6 Bildern

Heimkommen, rein springen, abkühlen: Das Schwimmbad im Garten macht den Sommer doppelt so schön. Doch die günstigste Variante taugt für kräftige Schwimmzüge wenig: Der Aufstellpool. Er wird einfach auf den Boden gestellt. Doch was so unkompliziert klingt, kann eine Menge Geld kosten.

Mittelgroße Aufstellpools ab 5000 Euro

Da gilt die einfache Pool- oder Teich-Formel: Je größer, desto teurer. 5000 bis 8000 Euro kommen für einen mittelgroßen Aufstellpool mit Zubehör schnell zusammen, ein eingegrabener Swimmingpool ist ab etwa 10.000 Euro zu haben – die laufenden Kosten für Strom und Chemie nicht eingerechnet. Stilvoller ist ein Schwimmteich, an dessen Rändern Wasserpflanzen und Schilf wachsen. Er kostet ab etwa 12.000 bis 15.000 Euro – wenn man ihn komplett einbauen lässt. Marke Eigenbau gibt es ihn schon für 3000 Euro.

Aufstellfläche muss perfekt waagerecht sein

Schon beim Aufstellpool ist es wichtig, den Boden, auf dem er stehen soll, vorzubereiten. Einfach auf den Rasen lassen sich nur kleine Pools stellen, in denen Kinder planschen - ansonsten muss aufgrund des großen Gewichts der Untergrund ausgehoben werden. Will man darin schwimmen, benötigt der Pool eine Wassertiefe von 1,30 bis 1,50 Meter. In diesem Fall wird er auf etwa der Hälfte seiner Höhe eingegraben, damit die Wände auch über Jahre dem Wasserdruck standhalten. Egal, ob groß oder klein: Die Aufstellfläche muss perfekt waagerecht sein. Der Grund unter dem Pool wird mit speziellem Polystrol isoliert, damit die kalte Erde nicht das Wasser abkühlt.

Wasserheizung braucht viel Strom

Nun braucht das Becken eine Innenfolie, die etwa gegen spitze Steine schützt, eine Wasserpumpe, einen Sandfilter samt Kessel, einen "Skimmer", der die Wasseroberfläche von Laub und Dreck befreit, sowie einen Bodensauger. Dazu kommt die Abdeckung des Pools sowie der Einbau einer Wasserheizung. Das schlägt kräftig auf die Stromrechnung - um etwa 300 bis 1000 Euro pro Jahr. Installiert man dafür zusätzlich Solarpanels, spart das auf Dauer viel Geld. Gegen Algen hilft aber nur Chlor, dessen Gehalt im Wasser regelmäßig justiert werden muss. Dazu müssen das Becken regelmäßig geputzt und die Pumpen gereinigt und gewartet werden. Im Winter folgt das Ablassen des Wassers samt Generalüberholung.

Das alles gilt ebenso für den klassischen Pool, der in die Wiese eingegraben ist. Becken und Zubehör sind sogar oft dieselben wie beim Aufstellpool, allerdings wird zunächst mit dem Bagger der Boden ausgehoben und per LKW abtransportiert sowie Ränder und Untergrund aus Beton gegossen. Dann wird das Becken aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) eingelassen, vom Poolbauer fixiert, die Technik integriert und angeschlossen. Dazu werden die Ränder rundum befestigt und gefliest. Das kostet schnell – je nach Größe – mehrere tausend Euro.

Schwimmteich ohne Chemie

"Ein Pool wäre mir zu langweilig. Der sieht aus wie das städtische Schwimmbad, aber ich kann höchstens drei, vier Schwimmzüge machen“, sagt Wolfram Franke skeptisch. Der frühere Chefredakteur des Gartenmagazins "Kraut & Rüben" hat sich seit den 80er-Jahren mit Badeteichen beschäftigt und darüber mehrere Ratgeberbücher verfasst. Sein Titel "Schwimmteiche – Planung, Anlage, Technik, Bepflanzung, Pflege" ist vor wenigen Wochen in einer komplett überarbeiteten Neuauflage im BLV-Verlag erschienen. Klar, in seinem Garten hat er einen acht mal acht Meter großen Teich selbst angelegt – mit nur wenig Hilfe eines Teichbauers. Er hat ihn nur zum Abkühlen, nicht zum sportlichen Schwimmen geplant. Nach sechs Wochen harter Arbeit hat ihn das lediglich rund 3000 Euro gekostet. Gegenüber dem GFK-Swimmingpool hat dieses Konzept viele Vorteile: Der Schwimmteich braucht weder Beton beim Anlegen noch Chemie im Wasser – dafür aber ein wenig mehr Fläche. Denn der Pool entsteht nach dem Ausheben der Teichgrube nur durch eine darin ausgelegte, spezielle Kunststoff-Folie, deren Ränder mit Holzpalisaden abgegrenzt werden.

Blühende Seerosen

Im flachen Wasser der angelegten Uferbereiche wachsen eigens gesetzte Pflanzen, die die Nährstoffe der Algen zum Wachstum benötigen. Die entstehenden Bakterien reduzieren weiter deren Nahrung. Durch die Badenden, den Wind und eintauchende Vögel bewegt sich das Wasser permanent zu den Rändern und zurück. "Algen entstehen durch Wärme und einen hohen Nährstoffgehalt im Wasser. Die Pflanzen verhindern sie. Damit ist keine Technik nötig, keine Chemie und kein Strom." Dazu sei es wunderschön, auf blühende Seerosen und andere Pflanzen zu blicken."Das entspannt mich total", schwärmt Wolfram Franke. Zudem würden Pool und Garten durch die Wasserpflanzen zu einer Einheit verschmelzen – keine rechten Winkel, kein Beton.

Schwimmteich: Bau dauert mehrere Wochen

Allerdings dauere es nach dem Anlegen einige Wochen, bis sich das biologische Gleichgewicht zwischen Wasser und Pflanzen einstelle. Anders als im Pool bleibt im Winter das Wasser drin und wird nur mit einem Netz gegen das Herbstlaub geschützt. Zum Befüllen von Teich oder Pool empfiehlt Franke, Regen- oder Grundwasser zu verwenden. "In Tonnen aufgefangenes Regenwasser ist das Beste, man lässt es einige Tage absetzen. Das ist kalkfrei, wunderbar", empfiehlt er. Auch Grundwasser lasse sich anstelle von teurem Wasser aus der Leitung einfüllen, Allerdings sollte man es zuvor auf Schadstoffe untersuchen lassen – vor allem, wenn man in landwirtschaftlichen Regionen wohnt. "Da können die Nitratgehalte schon mal drastisch überhöht sein."

Unbedingt auf Regelungen zu Baugenehmigungen achten

Umfasst der Pool oder Teich nicht mehr als 100 Kubikmeter, darf man ihn in Deutschland ohne Baugenehmigung einbauen. Das entspricht in etwa einem Pool mit einer Größe von fünf mal zwölf Metern sowie einer Tiefe von 1,50 Meter. Doch Vorsicht: Je nach Bundesland und Kommune können die Details dazu anders lauten. Daher ist es wichtig, vor den Bauarbeiten beim örtlichen Bauamt nachzufragen.

Was deckt die Versicherung ab?

Auch ein Anruf bei der Versicherung ist sinnvoll: Denn der Pool muss in die Gebäudeversicherung eingeschlossen werden. Hier kommt es auf die Details an: Zahlt sie, wenn Pumpen und Filter durch den Schlamm eines Unwetters unbrauchbar geworden sind? Ach ja: Ein mindestens 1,20 Meter hoher Zaun rund um den Garten ist ebenfalls nötig, um sich abzusichern. Denn auch, wenn Kinder bei Abwesenheit der Hausbesitzer ohne Erlaubnis aufs Grundstück kommen und im Pool verunglücken, haftet der Eigentümer. Daher gilt für Pool-Bauer: Erst detailgenau planen, dann entspannt rein springen.

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