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Die 10 schönsten UNESCO-Welterbestätten in Deutschland

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Welterbetag 2017  

Die 10 schönsten UNESCO-Welterbestätten in Deutschland

01.06.2017, 10:57 Uhr | msc, t-online.de

Die 10 schönsten UNESCO-Welterbestätten in Deutschland. Schloss Sanssouci mit den Weinbergterrassen in Potsdam. (Quelle: imago/Jens Schicke)

Schloss Sanssouci mit den Weinbergterrassen in Potsdam. (Quelle: Jens Schicke/imago)

Am 4. Juni 2017 ist in Deutschland der jährliche Welterbetag. Der globale Gedenktag, der an allen Welterbestätten an unterschiedlichen Tagen begangen wird, jährt sich dieses Jahr zum 13. Mal. Bei uns gibt es insgesamt 41 Welterbestätten. Allerdings ist Deutschland auch das einzige europäische Land, dem ein Welterbetitel aberkannt wurde.

Die UNESCO führt die Welterbeliste seit 1978. Dort werden nur Stätten aufgenommen, die nach Meinung des Welterbekomitees “herausragende universelle Bedeutung aus historischen, künstlerischen oder wissenschaftlichen Gründen“ haben. Die Organisation unterscheidet dabei konkrete einzelne Denkmäler, Ensembles und Stätten (Weltkulturerbe) und einzelne Naturgebilde und Gebiete (Weltnaturerbe). 2016 umfasst die Liste 1052 Stätten in 165 Ländern.

Das erste deutsche Welterbe war 1978 der Aachener Dom. 2017 gibt es in Deutschland 41 Welterbestätten und elf Beiträge zum Weltdokumentenerbe. Zu Letzterem zählen Ludwig van Beethovens 9. Symphonie oder Fritz Langs Stummfilm “Metropolis“. Damit sind aus Deutschland neben Italien, Frankreich, Spanien und China die meisten Stätten in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen worden. Die Anträge auf Ernennung zum UNESCO-Welterbe stellen übrigens die Bundesländer.

Deutschland hat allerdings auch eine von nur zwei Welterbestätten überhaupt, der ein Welterbetitel wieder aberkannt wurde. 2009 wurde der Kulturlandschaft Dresdner Elbtal der Status wieder aberkannt, nachdem es von 2006 bis 2009 schon auf der roten Liste der gefährdeten Welterbestätten stand. Der Grund war der Neubau einer vierspurigen Brücke über das Elbtal. Laut UNESCO zerstört die Waldschlößchenbrücke bei Dresden den Landschaftsraum des Elbbogens an der empfindlichsten Stelle.

Wir stellen zehn Top-Sehenswürdigkeiten und alle 41 deutschen Zeugnisse in der chronologischen Reihenfolge ihrer Aufnahme in die UNESCO-Liste vor:

1. Aachener Dom (1978)

Als erstes deutsches Kulturdenkmal wurde der Aachener Dom 1978 in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen. Er ist eines der herausragendsten religiösen Bauwerke der karolingischen Renaissance, das nach 20 Jahren Bauzeit 803 vollendet wurde. Hier wurden 31 deutsche Könige und Kaiser gekrönt. Der Dom besitzt außerdem das erste Rundgewölbe nördlich der Alpen. Er ist von universeller Bedeutung und eines der großen Vorbilder religiöser Architektur.

2. Speyerer Dom (1981)
3. Würzburger Residenz und Hofgarten, Würzburg (1981)

4. Wallfahrtskirche "Die Wies", Steingaden (1983)

Die 1754 geweihte Wallfahrtskirche der Gemeinde Steingaden liegt im sogenannten bayerischen Pfaffenwinkel. Der vollständige Name der Wieskirche heißt "Wallfahrtskirche zum Gegeißelten Heiland auf der Wies". Die UNESCO bezeichnete 1983 bei der Aufnahmen in ihre Liste die barocke Pracht der Kirche als "ein Meisterwerk menschlicher Schöpferkraft und ein außergewöhnliches Zeugnis einer untergegangenen Kultur“.

5. Schlösser Augustusburg und Falkenlust, Brühl (1984)
6. Dom und Michaeliskirche, Hildesheim (1985)

7. Römische Baudenkmäler, Dom und Liebfrauenkirche, Trier (1986)

Trier ist nicht nur die älteste Stadt Deutschlands, sondern auch mit einem der wichtigsten Ereignisse der Menschheitsgeschichte verbunden: mit dem Feldzug Konstantins gegen Maxentius im Jahre 312, dessen Folge die Anerkennung des Christentums als Staatsreligion des Römischen Reiches durch das Edikt von Mailand 313 war. In die UNESCO-Welterbeliste brachte Trier aber die unglaubliche Dichte gut erhaltener Denkmäler – Brücken, Reste der Stadtbefestigung, Thermen, Amphitheater, Speicherhäuser – als außergewöhnliches Zeugnis der römischen Epoche.

8. Hansestadt Lübeck (1987)

9. Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin (1990; 1992 und 1999 erweitert)

Die Sommerresidenz Sanssouci von Friedrich dem Großen ist wohl das bekannteste Schloss der Hohenzollern. Mitte des 18. Jahrhunderts errichtet, sind die Schlösser und weitläufigen Parkanlagen von der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg verwaltet. Insgesamt zählen 150 Bauwerke zur Gesamtanlage der Parks mit allen Schlössern und Denkmälern, die über Potsdam bis nach Berlin hinein verteilt sind. Nach der Wende 1990 als Welterbe aufgenommen, werden die einzigartigen Anlagen oft als preußisches Versailles bezeichnet.

10. Kloster Lorsch (1991)
11. Bergwerk Rammelsberg, Altstadt von Goslar und Oberharzer Wasserwirtschaft (1992; 2010 erweitert)
12. Altstadt von Bamberg (1993)
13. Klosteranlage Maulbronn (1993)

14. Stiftskirche, Schloss und Altstadt, Quedlinburg (1994)

Quedlinburg bietet ein "außergewöhnliches Beispiel für eine europäische mittelalterliche Stadt", die aus einem Burgdorf und mehreren Ansiedlungen entstanden ist. Das zusammenhängende städtische Gefüge mit den rund 1300 alten Fachwerkhäusern aus sechs Jahrhunderten ist eines der größten Flächendenkmäler Deutschlands und bestimmt den Charakter des Ortes. Vom Schlossberg aus schaut man auf ein einmaliges schiefverwinkeltes Spitzgiebel- und Türmchengewirr.

15. Völklinger Hütte (1994)
16. Grube Messel (1995)
17. Das Bauhaus und seine Stätten, Weimar und Dessau (1996)

18. Kölner Dom (1996)

Der Kölner Dom ist ein Unikum. Erbaut von 1248 bis 1880, ist er ein Meisterwerk gotischer Architektur und das einst größte Gebäude der Welt. Herausragende Bedeutung hat die Kathedrale, die zweithöchste in Europa nach dem Ulmer Münster, durch den Reliquienschrein für die Gebeine der Heiligen Drei Könige, dem größten Schrein des Abendlandes.

Am 5. Juli 2004 wurde erstmals eine Welterbestätte aus Deutschland auf die so genannte Rote Liste der UNESCO gesetzt. Der Grund war die „Gefährdung der visuellen Integrität des Doms und der einzigartigen Kölner Stadtsilhouette durch geplante Hochhausbauten auf der gegenüberliegenden Rheinseite“. 2006 konnte der Dom glücklicherweise wieder aus der Liste gestrichen werden, eine Freizone auf beiden Rheinseiten schützt fortan die Geltung des Domes.

19. Luthergedenkstätten, Eisleben und Wittenberg (1996)

20. Klassisches Weimar (1998)

Goethe, Schiller, Wieland, und Herder: Sie alle prägten als große Dichter das klassische Weimar so nachhaltig, das eine ganze Epoche nach ihnen benannt wurde: die „Weimarer Klassik“. Ein Ensemble von elf Denkmälern im thüringischen Weimar stellt ein einzigartiges Zeugnis einer vergangenen Kultur dar, darunter das Goethe- und das Schillerhaus und der einzigartige Park an der Ilm mit Goethes Gartenhaus und grandiosen Sichtachsen. Die große kunsthistorische Bedeutung von Gebäuden und Parklandschaften und die herausragende Rolle Weimars als Geisteszentrum im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert wirkt bis heute.

21. Wartburg, Eisenach (1999)

Die Sänger des Mittelalters lieferten sich auf der Wartburg den sagenhaften „Sängerkrieg“. Und die heilige Elisabeth lebte im 13. Jahrhundert hier: Die Wartburg ist seitdem ein Symbol für deutsche Integration und Einheit. Obwohl die heutige Anlage im 19. Jahrhundert mit nur wenigen alten Originalteilen wiedererbaut wurde, zählt die großartige Burg zum UNESCO-Welterbe. Nicht zuletzt, weil 1521 bis 1522 die Wartburg Stätte eines welthistorisch bedeutsamen Ereignisses war: dem Aufenthalt und Wirken Martin Luthers. Hier fand der verbannte Reformator Zuflucht und schrieb die Übertragung des Neuen Testaments aus der griechischen Urfassung ins Deutsche. Das von ihm bewohnte Kavaliersgefängnis, die Lutherstube, ist heute Ziel vieler Pilger.

22. Museumsinsel, Berlin (1999)
23. Gartenreich Dessau-Wörlitz (2000)
24. Klosterinsel, Reichenau (2000)
25. Industriekomplex Zeche Zollverein, Essen (2001)
26. Altstädte von Stralsund und Wismar (2002)

27. Oberes Mittelrheintal (2002)

Der mythenumrankte Rhein hat 2002 endlich seinen Platz auf der UNESCO-Liste bekommen. Seit immerhin zwei Jahrtausenden stellt das Rheintal einen der wichtigsten Verkehrswege für den kulturellen Austausch zwischen der Mittelmeerregion und dem Norden Europas dar. Das hochromantische Obere Mittelrheintal liegt in den Bundesländern Rheinland-Pfalz und Hessen. Das Welterbekomitee der UNESCO würdigte es als "eine Kulturlandschaft von großer Vielfalt und Schönheit“. Die an kulturellen Zeugnissen reiche Landschaft schließt auch die beliebten Touristenziele „Loreley“ in Sankt Goarshausen und „Deutsches Eck“ in Koblenz ein.

28. Rathaus und Roland, Bremen (2004)
29. Muskauer Park (Park Muzakowski), Bad Muskau (2004)
30. Grenzen des Römischen Reiches – Obergermanisch-Raetischer Limes (Erweiterung des seit 1987 in der Liste verzeichneten Hadrianswalls, Großbritannien; 2008 um den Antoninuswall in Schottland erweitert) (2005)
31. Altstadt Regensburg mit Stadtamhof (2006)
32. Alte Buchenwälder Deutschlands (2007; 2011 erweitert)
33. Siedlungen der Berliner Moderne (2008)

34. Wattenmeer, Nordsee (2009; 2011 und 2014 erweitert)

Das Wattenmeer der Nordsee ist eine circa 9000 Quadratkilometer große Landschaft zwischen Dänemark, Deutschland und den Niederlanden. Es ist damit das größte und wichtigste gezeitenabhängige Biotop weltweit und hat als Rastgebiet und Nahrungsquelle für Zugvögel globale Bedeutung.

Es wird zweimal am Tag während des Hochwassers überflutet mit einem Abstand zwischen Hoch- und Niedrigwasser von sechs Stunden und zwölf Minuten. Das vor etwa 7500 Jahren entstandene Wattenmeer gehört seit 2009 zum UNESCO-Weltnaturerbe, 2011 wurde das Hamburgische Wattenmeer, 2014 auch der dänische Teil des Wattenmeeres in die UNESCO-Liste aufgenommen.

35. Fagus-Werk in Alfeld (2011)
36. Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen (2011)
37. Markgräfliches Opernhaus, Bayreuth (2012)
38. Bergpark Wilhelmshöhe, Kassel (2013)
39. Karolingisches Westwerk und Civitas Corvey, Höxter (2014)
40. Speicherstadt und Kontorhausviertel mit Chilehaus, Hamburg (2015)
41. Das architektonische Werk von Le Corbusier (zwei Häuser der Weissenhof-Siedlung in Stuttgart) (2016)

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