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Kreuzfahrten: Sieben goldene Regeln für die erste Seereise

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Kreuzfahrt: Sieben goldene Regeln für die erste Seereise

20.04.2017, 16:30 Uhr | Hans-Werner Rodrian, srt

Kreuzfahrten: Sieben goldene Regeln für die erste Seereise. Auf Kreuzfahrten läuft einiges anders als an Land (Quelle: ed2456; Pixabay)

Auf Kreuzfahrten läuft einiges anders als an Land (Quelle: ed2456; Pixabay)

Soll ich das kleine Schwarze mitnehmen? Wieviel Trinkgeld ist normal? Warum ist es eine schlechte Idee, einen Lockenstab einzupacken? Wer zum ersten Mal auf Kreuzfahrt geht, der hat meist eine Menge Fragen im Gepäck. Wir haben die wichtigsten Regeln der Kreuzfahrt-Etikette zusammengestellt.

1. Dresscode

Smoking und langes Abendkleid erwartet niemand, wenn ein "Clubschiff" oder "Freestyle Cruising" ausgeschrieben ist. Aber auch da gibt es mal eine Galaveranstaltung und ein exklusives Restaurant. Herren sollten also sicherheitshalber einen dunklen Anzug und eine Krawatte zur Hand haben.

Wenigstens ein Kleines Schwarzes, Cocktailkleid oder ein eleganter Hosenanzug sind bei den Damen eine gute Wahl. Apropos Dresscode: Kurze Hosen gehen auch tagsüber gar nicht, eine schicke Jeans schon, T-Shirts ebenfalls – aber bitte ohne Werbeaufdruck.

Zum Essen zieht man sich dann eine gepflegte Leinenhose, feste Schuhe und Polohemd an, Damen machen mit einem Sommerkleid nichts falsch. Überhaupt nichts im Restaurant verloren haben Bikini und Badeshort oder Bademantel.

Tipp: Garderobenvorschläge bietet in der Regel das Tagesprogramm an Bord. Oft kann man das schon in den Wochen vor der Reise auf Facebook mitlesen.

2. Tischordnung

In den großen Buffetrestaurants, wie sie zum Beispiel Aida anbietet, herrscht "free seating", also freie Platzwahl. Wo serviert wird, erhält man meist einen festen Platz zugewiesen. Gästewünsche werden dabei so weit wie möglich berücksichtigt. Wem angesichts eines Tischnachbarn die Urlaubsfreude abhanden kommt, dem hilft ein diskretes Gespräch mit dem Restaurantchef.

Beim Frühstück und Mittagessen haben Kreuzfahrer in der Regel sowieso freie Sitzplatzwahl. Bei fester Tischordnung ist es üblich, sich namentlich bekannt zu machen. Schließlich trifft man sich bei jeder Mahlzeit wieder. Gut kommt an, wer erstmal zuhört, anstatt selbst das große Wort zu schwingen.

3. Trinkgeld

Das wird von Reederei zu Reederei unterschiedlich geregelt. Auf einigen Schiffen gilt "All-inclusive" auch für den "Tip", er ist also im Reisepreis inbegriffen. Meist werden aber pauschal acht bis 13 Dollar vom Bordkonto abgebucht. In beiden Fällen ist das persönlich übergebene Trinkgeld dann nur noch das Dankeschön für ganz besonderen Service. Wer etwas geben will, tut gut daran, nicht erst alles am Schluss zu geben.

Was gar nicht geht, ist sich ums Trinkgeld zu drücken, nur weil einen die pauschale Abbuchung stört. Dadurch trifft man nur die unschuldigen Crew-Mitglieder, für die das Trinkgeld einen wichtigen Teil des Lohns ausmacht. Ist der Service wirklich schlecht, dann kann man natürlich kürzen, sollte aber sofort Besserung anmahnen. Tipp: Auch wenn andere Ausgaben an Bord zunehmend bargeldlos verbucht werden – Trinkgeld übergibt man bar.

4. Sicherheit

Auf Pfennigabsätzen nachts an der Reling entlang stolzieren? Seien Sie lieber vorsichtig und unternehmen Sie Spaziergänge zu hellen Tageszeiten und auf flachen Schuhen. Es kann nämlich durchaus mal glitschig sein an Deck. Zu recht kleinlich sind die Reedereien bei Feuergefahr. Es ist deshalb eine ausgesprochen schlechte Idee, Bügeleisen oder Lockenstab mit in die Kabine zu nehmen.

Auch Mehrfachsteckdosen werden vom Personal konfisziert. Einen Föhn gibt es meist in der Kabine. In den Reiseunterlagen lässt sich nachlesen, was man an Bord mitnehmen darf und was nicht. Raucher sollten sich vor Reisebeginn sehr genau erkundigen, was erlaubt ist und auf keinen Fall die Kippen über die Reling schnippen.

5. Rücksichtnahme

Auf einem Schiff leben viele Menschen auf engem Raum. Da heißt es Rücksicht nehmen. Das ist manchmal offensichtlich: Natürlich gehört es sich nicht, beim Busausflug per Einsatz der Ellenbogen um den besten Sitz zu fighten. Und natürlich ist es ungehörig, sich morgens eine der wenigen Sonnenliegen per Handtuch zu reservieren und dann erst einmal frühstücken zu gehen.

Weniger offensichtlich ist die Sache mit den Bordtoiletten: Wer da irgendetwas anderes als das spezielle Bordklopapier hineinwirft, der provoziert eine Verstopfung. Das büßt hinterher nicht nur er selbst, sondern auch der Kabinennachbar, der am gleichen Rohr hängt. Vorsicht auch beim Fotografieren und Filmen: Menschen mit Stil fragen erstmal nach, bevor sie das Video mit dem Liegennachbarn auf Facebook oder Youtube stellen.

6. Pünktlichkeit

Ob Sie rechtzeitig zum Captain's Dinner erscheinen, ist Ihre Sache. Wirklich ärgerlich wird es aber, wenn wieder einige Passagiere zu spät vom Landausflug zurückkehren. Der Kapitän muss dann entscheiden, ob er noch wartet und einen höheren Kraftstoffverbrauch in Kauf nimmt, weil er dann im Eiltempo zum nächsten Hafen fahren muss.

Erfahrene Seebären sind stets mindestens eine halbe Stunde vor der vorgegebenen Abfahrtszeit an Bord. Denn sie wissen: Wer das Schiff versäumt, der muss auf eigene Kosten zum nächsten oder übernächsten Hafen nachfliegen – ein teurer Spaß.

7. Die Kunst des Smalltalk

Gute Einstiegsthemen sind das Bordprogramm, das Wetter, die geplanten oder bereits gemachten Ausflüge. Bei Privatem beschränkt man sich erstmal auf Heimatstadt, Beruf, Anzahl der Kinder.

Vor allem gegenüber Menschen aus anderen Ländern gibt es einiges zu beachten: Mit Amerikanern spricht man besser nicht gleich über Donald Trump, gegenüber Briten hält man sich mit seiner Meinung zum Brexit zurück, mit Italienern und Spaniern spart man sich Diskussionen über die teure EU. Und nirgendwo gut kommt an, wer alles besser weiß und stets von seinen vergangenen Reisen erzählt. Schließlich ist man gekommen, um sich an dieser Reise zu freuen.

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