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So viel Zucker steckt in Getränken

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Getränke

So viel Zucker steckt in Getränken

24.05.2009, 11:01 Uhr | ali/ug

 

Viele unterschätzen den hohen Zuckergehalt ihres Erfrischungsgetränks. (Foto: Archiv)Viele unterschätzen den hohen Zuckergehalt ihres Erfrischungsgetränks. (Foto: Archiv)Zucker gilt als Dickmacher schlechthin. Wer auf die Figur achtet, verzichtet daher auf Zuckerbomben wie Schokolade oder Kuchen. Doch auch Getränke haben es in sich. In einem Eistee etwa stecken bis zu 24 Stück Würfelzucker. Und so verzehren die Deutschen über 30 Kilogramm Zucker pro Jahr - viele davon ohne es zu wissen. Der versteckte Zucker lauert auch bei vermeintlich gesunden Getränken wie Fruchtsäften oder so genannten Wellnessgetränken. Der enthaltene Zucker wird gerne umbenannt - etwa in "Glucosesirup", "brauner Invertzucker" oder "Malzextrakt". Wir sagen Ihnen, wie viel Zucker in welchen Getränken enthalten ist.

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17 Stück Würfelzucker im Wellnesswasser

Bei Getränken wird der Zuckergehalt oftmals unterschätzt. Ein Test der Arbeitskammer Österreich an 64 Getränken zeigte, wie viel Zucker in beliebten Durstlöschern steckt. Eistees enthalten demnach 19 bis 24 Würfelzuckerstückchen je Liter. Erfrischungsgetränke auf Mineralwasserbasis, so genannte Wellnesswasser kommen auf 7 bis 17 Stück je Liter. "Bei Apfelsaft oder Orangensaft, den man selbst mit Wasser aufspritzt, entspricht der Zuckergehalt zum Vergleich etwa nur rund 13-15 Stück Würfelzucker je Liter", so die Tester in ihrem Bericht.

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Von wegen "ohne Zucker"

„Ohne Zuckerzusatz“ - damit werden die Getränke häufig beworben. "Es bedeutet nicht, dass diese keinen Zucker enthielten", so die Tester. Vielmehr heißt das nur, dass Zucker nicht extra zugesetzt wird. Der Zuckeranteil stammt jedoch von den verwendeten Fruchtsaftanteilen. Gesünder ist dieser jedoch nicht. Neue Studienergebnisse zeigen sogar, dass Fruchtzucker (Fruktose) bei gleicher Menge schneller dick macht als normaler Industriezucker.

Ein halber Liter Apfelsaft deckt den Tagesbedarf

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, dass Zucker nur zehn Prozent unserer täglichen Energiezufuhr ausmachen sollte. Der Körper braucht am Tag rund 2000 bis 3000 Kilokalorien, für Frauen liegt dieser Wert eher an der unteren Grenze. Das Maß ist also mit 50 Gramm Zucker bereits voll, was ungefähr 17 Würfeln entspricht. Damit decken Limo, Eistee und sogar Wellnesswasser locker den Tagesbedarf. Auch nach einem halben Liter Apfel- oder Orangensaft wäre bereits Schluss.

Künstliche Süßstoffe sind keine Alternative

Produkte, die als kalorienreduziert deklariert werden, enthalten meist eine Mischung aus Zucker und künstlichen Süßstoffen. Auf Produkten mit künstlichen Süßstoffen wie etwa Saccharin ist oft ein Hinweis auf die Nichtverwendung von Zucker zu finden. Allerdings können diese Getränke die Lust auf Süßes steigern und das Hungergefühl richtig anheizen. Sie sollten auf keinen Fall übermäßig konsumiert werden.

Rechenbeispiel So viel Zucker steckt in Ihrem Lieblingsgetränk

Zuckerfallen besser entlarven

Das Positive für alle Verbraucher: Bei verarbeiteten Lebensmitteln müssen alle Zusatzstoffe, also auch die "versteckten Zucker", vollständig aufgelistet sein. So schreibt es die Lebensmittel-Kennzeichnungsverordnung vor. Auch die Reihenfolge ist festgelegt. Als erstes kommen die Hauptzutaten, dann die mit dem nächst geringen Anteil und zum Schluss die E-Nummern. So können Sie mit einem Blick auf die Zutatenliste erkennen, ob ein Lebensmittel eine Zuckerbombe ist. Stehen Bezeichnungen wie Invertzucker, Fruchtzucker oder Maltodextrin oder eben Zucker vorne, enthält das Produkt einen hohen Zuckergehalt.

Brauner Zucker - besser als weißer Zucker?

Unter gesundheitsbewussten Genießern hält sich ein Gerücht hartnäckig: Brauner Zucker soll wegen seines höheren Mineralstoff- und Vitamingehalts besser sein als sein weißer Verwandter. Das braune Pendant enthält tatsächlich Spuren dieser Nährstoffe. Aber in so geringen Mengen, dass sie keine Bedeutung für die Versorgung des Körpers haben. Manchen Menschen schmeckt brauner Zucker einfach besser, weil er einen leicht malzigen Geschmack hat. Der Kalorien- und Kohlenhydratgehalt der beiden Sorten unterscheidet sich aber nicht.

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