05.03.2013, 10:54 Uhr
Bei älteren Menschen ist das Maßband aussagekräftiger als der BMI. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)
Wann wird Übergewicht gefährlich? Üblicherweise gilt der Body-Mass-Index (BMI) als Gradmesser für Übergewicht oder Fettleibigkeit. Für Kinder und Jugendliche sowie Erwachsene mittleren Alters trifft dies ohne größere Einschränkungen zu, nicht aber für ältere Menschen, wie Regensburger Wissenschaftler zusammen mit Kollegen aus den USA und den Niederlanden erforscht haben: Bei diesen ist der Umfang der Taille der bessere Indikator. Denn mit zunehmendem Bauchumfang steigt das Risiko, ernsthaft zu erkranken oder zu sterben.
Das Forscherteam um den Mediziner Michael Leitzmann untersuchte die Gesundheitsdaten von mehr als 225.000 US-Bürgern zwischen 50 und 71 Jahren. Die Daten wurden über einen Zeitraum von neun Jahren - von 1996 bis 2005 - gesammelt und ausgewertet. Die Grundlage der Studie bildeten Fragebögen, die die Beteiligten ausgefüllt hatten. Gefragt waren unter anderem Angaben zum allgemeinen Gesundheitszustand, den Rauch- und Trinkgewohnheiten und zu den Körpermaßen.
Die Forscher glichen die Angaben mit den Daten der Sterberegister ab. Für den gesamten Untersuchungszeitraum von neun Jahren ermittelten sie insgesamt 20.977 Todesfälle. Häufig konnten sie dabei direkte Bezüge zur Entwicklung des Taillenumfangs nachweisen. So hatten verstorbene Patienten mit Lungenkrebs oder chronischen Atemwegserkrankungen einen vergrößerten Taillenumfang. Eine ähnliche Beziehung zwischen Todesursache und Körpermaße konnten die Forscher für den BMI nicht nachweisen.
Die Schwäche des BMI ist demnach, dass er nicht zwischen Fettmasse und Muskelmasse unterscheidet. Bei älteren Menschen nimmt die Muskelmasse im Körper beständig ab - ohne Folgen für das Gesamtgewicht der Person. Die Studie zeige, dass für ältere Menschen der Taillenumfang vor allem mit Blick auf Lungenkrebs und Atemwegserkrankungen einen wesentlich besseren Indikator für das individuelle Krankheitsrisiko darstelle als der BMI. Diese These veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift "PLoS One".
Der Body-Mass-Index wurde im 19. Jahrhundert von dem belgischen Mathematiker Adolphe Quételet entwickelt. Er basiert auf der Formel Körpergewicht (in Kilogramm) geteilt durch Körpergröße (in Metern) zum Quadrat. Das Ergebnis ist bei Normalgewichtigen ein Wert zwischen 19 und 25. Darüber liegende Werte zeigen in der Regel Übergewicht an. Ab einem BMI von 30 spricht man von behandlungsbedürftigem Übergewicht (=Adipositas).
Bei Frauen sollte der Taillenumfang nicht über 80 Zentimetern (cm) liegen, bei Männern nicht über 94 cm. Spätestens ab einem Wert von 88 cm (Frauen) beziehungsweise 102 cm (Männer) besteht ein erhöhtes Risiko für Diabetes, Herzinfarkt und Schlaganfall. Dann wird es höchste Zeit zum Abnehmen.
05.03.2013, 10:54 Uhr
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