04.04.2012, 15:35 Uhr | fq
Sie wundern sich, warum Ihr Bauch dick geworden ist, während der Rest Ihres Körpers schlank bleibt? Bei diesem Phänomen kann es sich um einen Stress-Bauch handeln. Dieser ist meist mit Blähungen und Fetteinlagerungen im Taillenbereich verbunden. Dort ist das Körperfett besonders gefährlich und sollte bekämpft werden.
Bei der Gewichtszunahme lagert sich das Fett nicht gleichmäßig im Körper ab. Bei Frauen setzt sich das Fett an der Hüfte und am Oberschenkel ab. Dies wird auch als "Birnentyp" bezeichnet. In dem Bereich ist der Fettansatz bis zu einem gewissen Maß nicht gesundheitsschädlich. Männer sind dagegen eher vom "Apfeltyp" betroffen, da sie typischerweise vor allem am Bauch Fett ansetzen. Wo sich das Fett ablagert ist zum einen Veranlagungssache, kann aber auch mit anderen Faktoren zusammenhängen.
So zeigt beispielsweise eine Studie der Yale University, dass Fetteinlagerungen des "Apfeltyps", also an Bauchdecke und Taille, häufig von Stress verursacht werden. Denn besonders bei permanenten Stresssituationen schüttet der Körper vermehrt das Hormon Kortisol aus, das Fettablagerungen in diesem Bereich begünstigt. Daher spricht man auch von einem "Stress-Bauch". Diese Einlagerungen sind Untersuchungen zufolge äußerst gefährlich, da in der Bauchgegend ein reger Stoffwechsel mit dem ganzen Körper stattfindet, sodass von dort leichter Fettsäuren ins Blut freigesetzt werden, als von anderen Körperbereichen. So erhöhen sich die Blutfettwerte, die das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Schlaganfall und Bluthochdruck vergrößern.
Als eine weitere Folge von Stress vergessen viele Betroffene zu essen und lassen sogar ganze Mahlzeiten ausfallen. Als Nervennahrung oder für den Energiekick greifen sie dafür öfter zu Süßigkeiten, die die Gewichtszunahme zusätzlich begünstigen. Zudem kann sich durch Stress ein Reizmagen oder Reizdarm bilden, der den Bauch durch Symptome wie Blähungen noch dicker aussehen lässt.
Etwas Gutes haben die Fettablagerungen am Bauch allerdings: Man wird sie schneller los als den Hüftspeck. Dabei hilft sich mehr zu bewegen, regelmäßiger und ausgewogener zu essen und Stress abzubauen. Nehmen Sie sich mehr Zeit für sich selbst, beispielsweise mit Entspannungstechniken wie Yoga oder Autogenes Training. Auch Ausflüge in die Natur, ein Wellnesswochenende und mehr Schlaf steigern das Wohlbefinden.
04.04.2012, 15:35 Uhr | fq
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