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Erdbeeren: Nicht jede Erdbeere ist gleich

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Erdbeeren  

Malwina bis Mieze Schindler - Erdbeeren sind sehr vielseitig

12.04.2013, 16:08 Uhr | dpa/tmn

Erdbeeren: Nicht  jede Erdbeere ist gleich . Erdbeeren: Wer auf Wochenmärkten sucht, kann dort seltene Erdbeersorten finden. (Quelle: Marion Nickig, dpa/tmn)

Wer auf Wochenmärkten nach Erdbeeren sucht, kann dort seltene Sorten finden. (Quelle: Marion Nickig, dpa/tmn)

Sie denken Erdbeere ist gleich Erdbeere? Dann liegen Sie falsch! Denn es gibt sogar mehr als 1.000 verschiedene Sorten. Von kugelrund bis länglich und zuckersüß bis säuerlich. Viele davon sind aber kaum bekannt. Und das ist ziemlich schade, denn Erdbeeren haben zudem ungewöhnlich viele Aromen.

Mit Erdbeeren wieder schmecken lernen

Die allermeisten der rund 1.000 Erdbeer-Sorten bleiben oft unentdeckt. Einige wenige Sorten dominieren den Handel. Wolf Günther von Slow Food Deutschland ermutigt deshalb dazu, auf Entdeckungstour zu gehen: "Erdbeeren mit ihren mehr als 300 Aromen sind ideal, um wieder schmecken zu lernen." 

Nur wenige Sorten sind etabliert

In Supermärkten sind hierzulande etwa zehn Sorten etabliert, schätzt Ludger Linnemannstöns, Erdbeerexperte bei der Landwirtschaftskammer NRW. Mit rund 50 Prozent sei Elsanta der unangefochtene Spitzenreiter. Die großen, kegelförmigen Früchte locken mit ihrer glänzend roten Farbe und überzeugen durch ihre Festigkeit. Zudem bekommen sie nicht gleich Druckstellen. Im Glashaus reifen die Beeren besonders früh. Durch Stroheindeckung oder Einlagerung der Pflanzen bei Frost wird die Winterpause verlängert und damit die Reife hinausgezögert. 

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Erste Beeren gibt es bereits im Mai

Die wesentlichen Mitstreiter von Elsanta verdanken ihren Aufstieg dem Bedürfnis nach einer möglichst langen Naschzeit. Besonders den Beginn der Saison können Liebhaber kaum erwarten. Die hellrote, langkeilförmige Clery gibt es bereits im Mai. Auch die vergleichsweise junge Sorte Darselect ist früh zu haben. Daneben gehört die leicht säuerliche Sorte Honeoye mit ihren dunkelpurpurroten Beeren mit dem gleichmäßigen orangeroten Fruchtfleisch zu den ersten der Saison. 

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Hochsaison ist im Juni

In der Hochsaison im Juni machen mancherorts die Sorten Sonata und Korona dem Spitzenreiter Elsanta Konkurrenz. Die hellroten Sonata-Früchte sind innen leicht rosé gefärbt, besonders saftig und damit ideal für Konfitüre. Die dunkelroten, sehr süßen Korona-Beeren fallen oft durch ihre hellen Spitzen ins Auge. Sie machen sich besonders gut in der Bowle. 

Die Sorte muss nicht angegeben werden

Für den Käufer sind allerdings selbst diese gebräuchlicheren Sorten im Supermarkt kaum erkennbar. "Zum einen verteilen sie sich im Handel gestaffelt über die Saison. Man hat kaum je zwei Sorten zeitgleich nebeneinander, kann also nicht vergleichen", erklärt Laura Gross von der Verbraucherinitiative in Berlin. Zum anderen ist eine Sortenangabe bei Erdbeeren nicht vorgeschrieben. 

Tipp: Gehen Sie auf den Wochenmarkt

"Gemeinsam ist allen im Supermarkt erhältlichen Sorten, dass sie einen Kompromiss zwischen Geschmack und einer gewissen Festigkeit darstellen", erläutert Linnemannstöns. Je weiter die Transportwege sind, umso wichtiger sind Eigenschaften wie Festigkeit, Druckunempfindlichkeit und Lagerfähigkeit. Wer weniger bekannte Sorten entdecken will, sollte auf dem Wochenmarkt genauer hinschauen. "Hier kann man von Stand zu Stand schlendern, dort, wo die Beeren anders aussehen, probieren und nachfragen, um welche Sorte es sich handelt", schlägt Gross vor. 

Alternative: Felder zum Selbstpflücken

Die Alternative sind Direktanbieter mit Ab-Hof-Verkauf oder Feldern zum Selbstpflücken. "Gerade bei Erdbeeren darf man nicht unterschätzen, dass ein sehr hoher Prozentsatz beim Erzeuger direkt gekauft wird", sagt Hermann-Josef Langen von der Vermarktungsorganisation Landgard. "Die Ab-Hof-Verkäufer stellen sich sortenmäßig deutlich breiter auf als der Einzelhandel, um sich interessant zu machen." Dank kurzer Wege und schneller Vermarktungszeiten kann der Direkterzeuger weniger Wert auf die Festigkeit der Früchte legen und sich auf ihren Geschmack konzentrieren. 

"Mieze Schindler" ist die Praline unter den Erdbeeren

Da sind zum Beispiel die frühen, hellroten Lambada-Erdbeeren mit ihrem besonders süßen Aroma. Oder die mittelspäte alte Sorte Mieze Schindler. Liebhaber bezeichnen ihre kleinen, zarten Früchtchen als Praline unter den Erdbeeren. Nach Einschätzung von Linnemannstöns gewinnt vor allem die Sorte Malwina an Bedeutung. Mit einer Haupterntezeit im Juli verlängern ihre glänzend roten Früchte die Erdbeersaison entscheidend. Und das ist kein Einzelfall: Sogar bis in den Herbst hinein kann die Sorte Ostara geerntet werden.

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