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Limonade ganz leicht selber machen

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Coole Erfrischung  

Limonade ganz leicht selber machen

21.07.2015, 11:06 Uhr | dpa

Limonade ganz leicht selber machen. Limonade (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die perfekte Erfrischung im Sommer. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Selbstgemachte Limonade ist nicht nur ein Hingucker auf Festen, sondern gerade an heißen Sommertagen eine köstliche Alternative zu Wasser. Das Tolle: Jeder kann für sich entscheiden, welche Geschmacksrichtung es werden soll und wie hoch der Zuckergehalt darin ist.

Die Grundzutaten einer Limonade sind Zitrone und Wasser

"Wer selbst eine Limonade herstellt, weiß, was sie enthält, kann frische Zutaten nehmen und bestimmen, wie süß das Getränk sein soll", sagt Gerhard Praun, Bartender in München und Buchautor. Ursprünglich ist eine Limonade ein Gemisch aus Zitrone und Wasser - "Limon" bedeutet Zitrone.

Die Mutter aller Brausen ist rasch zubereitet: Zitronensaft mit Läuterzucker in einer Karaffe mischen und mit Mineralwasser aufgießen. Läuterzucker ist ein Sirup aus kochendem Wasser und Zucker. Dann Früchte nach Wahl pürieren oder entsaften. Geeignet sind beispielsweise Erdbeeren, Himbeeren, Birnen oder Exotisches wie Passionsfrucht. Das Püree mit Läuterzucker mischen und durch ein Sieb oder ein feines Tuch passieren. "Im Sieb rutschen kleine Stückchen durch, beim Tuch wird der Saft feiner", sagt Marcus Wolff, Barchef im Hotel "Palace" in Berlin.

Ein wenig Säure rundet den Geschmack ab

Schließlich den Saft mit Mineralwasser oder Soda aufgießen. Als Ausgleich zur Süße braucht es etwas Säure. Diese liefert Saft von Limetten- oder Zitronen - oder auch Essig. "Es soll nur ein kleiner Schuss sein", sagt Wolff - und nimmt damit die Sorge, dass die Limo einen Hauch von Salatdressing bekommen könnte. "Zu roten Früchten passt Cranberry- oder Himbeeressig, ansonsten tut es aber auch Wein- oder Apfelessig."

Steffen Gransee, Barchef des Restaurants "Vielmeer" in Kühlungsborn, mischt etwas Saft von Zitrone oder Limette mit Wasser und Zucker und kocht den Mix auf - nebst Abrieb der Fruchtschale. "Die Schale enthält die ätherischen Öle, das gibt den Fruchtgeschmack", erklärt Praun. "Auch Kumquats haben tolle Schalenaromen."

Mit passenden Kräutern kreative Varianten zaubern

Mit dem Basisrezept lässt sich nun spielen. Zu der Zitronenlimo passen Minze, Basilikum, Zitronenmelisse, Rosmarin oder Salbei. "Die Kräuter werden in den Ansatz getaucht, in dem sie einige Stunden ziehen", erklärt Gransee. Und Wolff rät: "Man sollte die Kräuter vorab andrücken oder auf die Arbeitsplatte schlagen, damit die ätherischen Öle herauskommen."

Seine Tipps: Rosmarin mit Birne oder Apfel und Thymian mit Ananas. Gransee empfiehlt eine Himbeer-Thymian-Brause. Dafür püriert er die Himbeeren, streicht sie durch ein feines Sieb, süßt und gießt das Ganze mit Mineral- oder Sodawasser auf. Praun nennt noch einen Partner für Thymian: "Mit Orange schmeckt das Kraut lecker." Die Orangenlimo wird genauso angesetzt wie die Zitronenvariante.

Ohne Früchte auch als Kräuterlimonade möglich

"Für mich sind Himbeeren mit Basilikum unschlagbar", sagt Praun. Die Himbeeren mit Basilikum pürieren, durch ein Tuch passieren und zu der Zitronenlimo-Basis gegeben. Schärfe kommt dazu, wenn man Ingwer schält, kleinreibt und auspresst. Die Früchte sind auch komplett verzichtbar. Wer mag, bereitet eine reine Ingwerlimonade zu - oder eine Kräuterbrause. Praun empfiehlt dafür Thymian, Holunderblüten, Rosmarin und Zitronenmelisse.

Für den Limo-Ansatz lässt er Zucker und Wasser etwa zehn Minuten köcheln, in den letzten fünf Minuten gibt er die Kräuter dazu. "Das lasse ich über Nacht ziehen und seihe den Sirup am nächsten Morgen in Flaschen ab." Denn die Limonadenansätze aus Frucht beziehungsweise Kräutern und Läuterzucker lassen sich in größeren Mengen zubereiten. Bei Bedarf einfach mit sprudelndem Wasser auffüllen.

Zucker durch Alternativen ersetzen

Ganz ohne Süße geht es beim Limonade machen nicht. Aber der Zuckeranteil lässt sich reduzieren. "Man gewöhnt sich schnell daran, wenn eine Limonade nicht mehr so süß ist", sagt Praun. Und es muss kein weißer Zucker sein. Alternativen seien Agavendicksaft oder Orangenblütenhonig, sagt Praun. Sein Tipp: "Birkenzucker hat nur 40 Prozent der Kalorien, die weißer Zucker hat." Er sei allerdings recht teuer.

Soll es doch mal echtes "Bonbonwasser" sein, hätte Gransee einen Vorschlag, den besonders Kinder lieben: Der Barchef kocht Fruchtbonbons mit Geschmack von Orangen oder exotischen Früchten mit Orangen- und Maracujasaft zu Sirup. Davon gibt er einen Schuss mit Zitronensaft in ein Glas und füllt das Ganze mit Wasser auf. "Das ist der Knaller auf jeder Geburtstagsfeier", sagt er. Und zum Ausgleich, kann man ja danach wieder Mineralwasser trinken.

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