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Mücken sind unterwegs: So beugen Sie Mückenstichen vor

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Plagegeister  

Auf wen Mücken besonders fliegen

26.06.2016, 13:09 Uhr | dpa, t-online.de

Mücken sind unterwegs: So beugen Sie Mückenstichen vor. Nahaufnahme von einer Mücke, die auf der Haut sitzt (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Nur wenig hält die Mücken vom Stechen ab. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Gemütlich auf der Terrasse oder mit Freunden am See - wer sich zur Zeit im Freien aufhält, bekommt Besuch von lästigen Mücken. Doch nicht alle Menschen werden gestochen. Manche sind für Mücken eben attraktiver als andere, heißt es dann oft. Stimmt das? Ja, bestätigt Martin Geier, Biologe aus Regensburg.

"Süßes Blut" zieht Mücken nicht an

Verantwortlich ist der Geruch der Haut - jeder Mensch riecht anders und Mücken haben dafür ein feines Näschen. Die Mischung von Stoffen wie Milchsäure, Ammoniak und Fettsäuren sei der entscheidende Faktor, ob ein Mensch bevorzugt gestochen wird oder nicht. Wie viel man gestochen wird, liegt also nicht - wie im Volksmund oft angenommen- daran, wie süß das Blut ist.  "Entscheidend ist der körpereigene Botenstoff 4-Methyl-Phenol. Wer viel von diesem Stoff über seinen Schweiß absondert, wird häufiger gestochen als andere Menschen", weiß auch Julian Heiermann, Referent für Umweltinformation beim NABU.

Nach dem Sport schnell duschen hilft gegen Mücken

Man kann zum Teil aber doch gegensteuern: Warme Haut zum Beispiel lockt Mücken eher an, so Geier. Nach Sport im Freien sollte man also lieber schnell duschen oder sich im See abkühlen. Duftende Duschgels und Parfum sollte man jedoch weglassen. Sie locken die Insekten zusätzlich an.

Wählerisch sind Mücken auch nur, wenn sie in einer Gruppe mehrere Menschen vorfinden. Wird man unter Leuten nie gestochen, heißt das also nicht, dass Mücken einen generell verschmähen. Geier vergleicht dies mit hungrigen Menschen: “Können sie am Buffet Essen wählen, nehmen sie das, was schmeckt.“ Gibt es nur trockenes Brot, werden sie aber auch das essen.

Licht aus hilft nur wenig

Da sich Mücken bei der Suche nach einem Wirt an Gerüchen orientieren, ist ausgeschaltetes Licht keine Garantie für ein mückenfreies Schlafzimmer. Heiermann bestätigt, dass Mücken zwar - wie alle Insekten - mal ganz gerne zum Licht fliegen. Bei ihrer Suche sind aber Gerüche entscheidender.

Lavendel und Zitronenöl helfen kaum

Viele Mittel gegen Mücken arbeiten mit Duftstoffen wie Lavendel oder Zitronenöl. Allerdings helfen diese Mittel kaum, wie eine Untersuchung der Stiftung Warentest ergab. "Duftstoffe können den Körpergeruch überdecken und Mücken eventuell leicht verwirren", sagt Julian Heiermann. "Sie halten die Insekten aber nicht wirklich ab", so der Experte. Auch Elektrogeräte, die mit Pestiziden oder UV-Licht arbeiten, helfen nicht zuverlässig. "Diese Geräte ziehen viele Insekten an - auch nützliche - und sind daher umweltschädlich." Heiermann rät daher von der Verwendung solcher Geräte ab. 

Mechanischer Schutz hält Mücken fern

Doch was hilft wirklich gegen die kleinen Blutsauger? Chemische Cremes können Mücken für einige Stunden fernhalten. Bei solchen Mitteln besteht allerdings immer die Gefahr von Allergien. "Ich plädiere für einen mechanischen Schutz", sagt Heiermann. Lange, luftige Kleidung, Fliegengitter am Fenster sowie - in besonders hartnäckigen Fällen - ein Moskitonetz über dem Bett halten die Mücken fern und schützen vor lästigen Stichen.

Enge, dünne Kleidung ist hingegen kein guter Schutz. Gerade große Mücken wie die Ringelschnake stechen ohne Probleme durch die Kleidung. Auch dunkle Kleidung ist für die Mücken anziehend. Neben menschlichem Blut mögen sie nämlich auch gerne das Blut von Wildtieren wie Wildschweinen oder Hirschen, also Tieren mit eher dunklem Fell.

Pfützen sind perfekte Brutstätten

Aufgrund der vielen Regenfälle in den vergangenen Tagen haben die Mücken zur Zeit ideale Lebensbedingungen. "Regentonnen, Gießkannen oder Pfützen - also alle temporären Gewässer - sind ideale Brutstätten für die Insekten", weiß Heiermann. Denn Mückenweibchen legen ihre Eier am liebsten in stehenden, nährstoffreichen Gewässern ab. Zudem gibt es dort auch keine Feinde wie Fisch oder Amphibien. 

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