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Extremsport geht aufs Herz

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Extremsport geht aufs Herz

08.06.2012, 12:20 Uhr | mm

Extremsport geht aufs Herz. Bei sehr langen Läufen schrumpft das Gehirn vorrübergehend. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Bei sehr langen Läufen schrumpft das Gehirn vorrübergehend. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Durch Sport und regelmäßige Bewegung kann man vielen Krankheiten vorbeugen. Wer es jedoch zu gut meint mit dem Training, bewirkt unter Umständen das Gegenteil. Eine aktuelle Studie ergab: Übermäßiger Ausdauersport kann dem Herzen und der Gesundheit schaden. Prof. Ingo Froböse, Deutsche Sporthochschule Köln, verrät, ab wann das Training bedenklich wird und woran Sie erkennen, dass es zu viel war.

Zu viel Sport verändert das Herz

Eine amerikanische Forschergruppe um den Mediziner James H. O'Keefe beschäftigte sich mit der Auswirkung von täglichem Ausdauertraining. Dabei konnten die Wissenschaftler des Saint Luke Krankenhaus in Kansas City zeigen, dass extremer Ausdauersport strukturelle Veränderungen im Herzen und an den Arterien verursachen kann. Das Herz-Kreislauf-System werde dabei zu stark belastet, was zu Herzrhythmusstörungen führen könne.

Das richtige Maß entscheidet

Auch wenn sich die Mediziner in ihrer Studie auf extremen Ausdauersport bezogen, das mehrstündig täglich betrieben wird, kann auch weniger intensives Training gesundheitliche Schäden verursachen. "Im Breitensport werden mehr Trainingsfehler gemacht als im Spitzensport", urteilt Prof. Ingo Froböse von der Deutschen Sporthochschule Köln. "Die meisten haben völlig falsche Vorstellungen und gönnen dem Körper nicht genügend Pausen, was fatale Folgen haben kann."

Schlafstörungen durch zu viel Sport

Als erste Anzeichen für eine zu hohe Trainingsbelastung nennt der Sportexperte Schlafstörungen, Immunschwäche, eine Anfälligkeit für Infekte, gereizte Sehnen wie beim Tennisarm und generelles Unwohlsein. Dabei erhöht sich die Herzfrequenz erheblich. Wurde beispielsweise am Abend ein zu intensives Sportprogramm durchgeführt, kann dies am nächsten Morgen anhand des Ruhepulses erkannt werden. Ist dieser vier bis sechs Schläge höher als zuvor, ist eine Pause nötig und das Training sollte beim nächsten Mal moderater ausfallen.

Pausen und Abwechslung sind wichtig

Viel bringt nicht immer viel. "Wer dem Körper keine Regenerationsphasen gönnt, muss mit einer Leistungsminderung rechnen", so der Sportexperte. "Viele reagieren darauf jedoch mit noch härterem Training." Anfänger sollten jedoch beim Ausdauersport mindestens 36 Stunden Pause zwischen den Einheiten einplanen, beim Krafttraining sogar 48 Stunden. Froböse empfiehlt daher, das Programm zu variieren. Beim Muskelaufbau können beispielsweise unterschiedliche Muskelgruppen trainiert werden.

Ziele nicht zu hoch stecken

Wichtig ist es, sich bewusst zu machen, dass der Körper sich nicht sofort den hohen Ambitionen anpassen kann. Während sich die Ausdauer bei regelmäßigem Training schnell verbessert, brauchen Knochen und Gelenke bis zu sechs Monaten, um sich an das neue Sportlerleben zu gewöhnen. "Wer ohne ausreichende Vorbereitung an einem Marathon teilnimmt, kann danach die Symptome eines Herzkranken aufweisen", erklärt Froböse. Er hält die hohe Belastung, die so ein Wettbewerb mit sich bringt, für kritisch. "Es können doch auch zwei Halbmarathons sein, das ist gesundheitlich weniger bedenklich."

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