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Gleitsichtbrillen: Ab wann man Gleitsichtgläser braucht

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Alterssichtigkeit  

Wann sich eine Gleitsichtbrille lohnt

12.05.2016, 15:23 Uhr | stw

Gleitsichtbrillen: Ab wann man Gleitsichtgläser braucht. Eine Gleitsichtbrille vereint Lesebrille und Fernbrille. (Quelle: imago/Westend61)

Eine Gleitsichtbrille vereint Lesebrille und Fernbrille. (Quelle: Westend61/imago)

Wer bereits im Alltag auf eine Brille angewiesen ist kennt die Situation, wenn plötzlich noch eine Lesebrille notwendig wird. Dann ist ein ständiges Brillenwechseln vorprogrammiert. Moderne Gleitsichtbrillen sorgen dafür, dass nur noch eine Brille nötig ist. Doch lohnt sich der Kauf einer Gleitsichtbrille? Thomas Truckenbrod, Präsident des Zentralverbandes für Augenoptiker (ZVA), erklärt, für wen und wann die Spezialgläser sinnvoll sind.

Alterssichtigkeit ist eine Sehschwäche im Nahbereich

Alterssichtigkeit (Presbyopie) ist eine allmählich auftretende Sehschwäche im Nahbereich. Sie trifft jeden und beginnt mit etwa 40 bis 45 Jahren. Der Grund dafür: Mit dem Alter kommt es zum Verlust der Flexibilität des Auges. Die Linse ist verhärtet und erschwert die Fokussierung auf Objekte, die sich in Ihrer unmittelbaren Nähe befinden. Oft wird dann der Griff zur Lesebrille obligatorisch.

Wer ohnehin schon eine Sehschwäche hatte, muss dann je nach Bedarf zwischen normaler Brille und Lesebrille hin- und herwechseln. Das kann auf Dauer lästig sein. Abhilfe schafft eine Gleitsichtbrille, mit der man in allen Entfernungen scharf sieht. 

Gleitsichtgläser ermöglichen scharfe Sicht in alle Entfernungen

Gleitsicht bedeutet dabei, dass der Übergang zwischen den Korrektionszonen "gleitend" ist und man den Übergang nicht sehen kann. Anders als zum Beispiel bei Bifokalgläsern, bei denen eine deutliche Trennungslinie zwischen den Sehbereichen zu sehen ist. Ein Gleitsichtglas hat hingegen drei verschiedene Sehbereiche. Die obere Zone dient der Fernsicht, die mittlere Zone ist für Zwischen-Entfernungen und die untere Zone dient der Nahsicht. Eine Gleitsichtbrille komme dem natürlichen Sehen am nächsten, so ZVA-Präsident Thomas Truckenbrod. Der Blick fällt automatisch durch die Zone des Brillenglases, die eine entsprechende Korrektion bietet.

Ein weiterer Grund für eine Gleitsichtbrille: "Die heutigen Sehanforderungen werden immer anspruchsvoller. Wir benutzen Handys, iPads, Laptops - viele Informationen werden digital abgerufen". Das strengt die Augen besonders an und fordert auch mehr von einer Brille. Hinzukommen alltägliche Anforderungen, die unsere Augen stark beanspruchen.


Gleitsichtgläser verändern das gewohnte Sehen

Viele, die sich für eine Gleitsichtbrille entscheiden, haben anfangs Schwierigkeiten mit dem Sehen und klagen über Schwindelgefühl und Kopfschmerzen. Das liegt daran, dass der Gleichgewichtssinn direkt mit dem Sehsinn verbunden ist. Durch die neuen Gläser wird das gewohnte Sehen verändert und so kann es zum Schwindelgefühl kommen. Experte Thomas Truckenbrod rät deshalb schon bei ersten Anzeichen von Alterssichtigkeit eine Gleitsichtbrille zu verwenden und nicht erst eine Lesebrille anzuschaffen. "Die Augen gewöhnen sich so schneller an die verschiedenen Zonen der Brille". Zu betonen ist, dass die frühe Nutzung von Brillen die Alterssichtigkeit weder aufhalten noch beschleunigen kann.

Die Kosten für eine Gleitsichtbrille sind sehr variabel

Wichtig bei der Anschaffung einer Gleitsichtsbrille ist eine fachgerechte Beratung, da die Brille exakt angepasst werden muss, so Truckenbrod. Schildern Sie Ihrem Optiker Ihre Wünsche und in welchen Bereichen die Brille vor allem korrigieren soll. So können die Gläser individuell an Ihre Bedürfnisse angepasst werden. Die Kosten für eine gute Gleitsichtbrille sind daher sehr variabel. Sie müssen mit mindestens 400 Euro rechnen. Standartprodukte passen oft schon gut, der Aufpreis für eine Maßanfertigung kann sich aber lohnen. Gleitsichtbrillen aus dem Internet sind oft Fehlinvestitionen, so Thomas Truckenbrod.

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