14.12.2012, 15:36 Uhr | akl
Es ist ein Gefühl, als wäre eine Reißzwecke im Schuh: So beschreiben viele den Schmerz beim Fersensporn. Häufig können Betroffene nur noch humpeln. Doch zu sehen ist an der Ferse nichts. Was hinter dem schmerzhaften Fersensporn steckt und wie man ihn behandeln kann.
Ein Fersensporn ist ein dornartiger Knochenauswuchs, der am hinteren Teil des Fersenbeins auftritt. Er besteht aus Knochenkalk. Da er sehr langsam wächst, wird er oft zu spät bemerkt. Viele Menschen haben einen Fersensporn und wissen nichts davon. Doch der Sporn kann auch große Probleme bereiten, wenn er sich entzündet. Viele Betroffene haben so starke Schmerzen, dass sie kaum noch gehen können.
In den meisten Fällen entstehen die Schmerzen durch eine dauerhafte Überlastung der Sehnenplatte, welche die Unterseite des Fußes vor Verletzungen schützt und das Fußgewölbe stützt. Der Körper versucht, die Belastung auszugleichen und vergrößert die Knochenoberfläche. Der Fersensporn entsteht. Schätzungen zufolge tritt der Sporn bei bei etwa zehn Prozent der Erwachsenen auf.
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Der Fersensporn kann viele Ursachen haben: Neben Vererbung und Überbelastung gehen Experten davon aus, dass auch eine verkürzte Wadenmuskulatur, Übergewicht, unbequeme Schuhe sowie Schuhe mit hohen oder harten Absätzen die Entstehung begünstigen. Die Beschwerden treten meist ab einem Alter von 40 Jahren auf. In seltenen Fällen verschwinden die Beschwerden wieder, doch darauf hoffen sollten Betroffene nicht.
Wer unter stechenden Schmerzen in der Ferse leidet, die beim Laufen, aber auch morgens nach dem Aufstehen belasten, sollte zu einem Orthopäden gehen. Auch dumpfe, unregelmäßig auftretende Schmerzen im Fersenbereich, die auch ohne Belastung auftreten, sind deutliche Hinweise. Um eine Diagnose stellen zu können, wird der Arzt die Füße röntgen. Denn von außen ist nichts zu erkennen und auch ertasten kann man den Sporn nicht.
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Kurzfristig helfen gepolsterte Fersenkissen, die den Druck auf die Ferse und somit auch die Schmerzen verringern. Längerfristig haben sich individuell angepasste Schuh-Einlagen bewährt. Auch ein Gang-Training kann helfen. Hierbei lernen die Betroffenen, wie sie ihren Fuß richtig abrollen und dadurch den Druck auf die Ferse mindern können. Massagen der Wadenmuskulatur helfen vielen Patienten ebenfalls.
Hilft das alleine nicht, kommen Spritzen mit entzündungshemmenden Wirkstoffen zum Einsatz sowie Ultraschall- und Stoßwellen-Therapien. Operiert wird nur dann, wenn alle anderen Maßnahmen versagt haben: Dabei wird entweder der Sporn abgetragen oder die Sehnenplatte mit einem kleinen Schnitt entlastet.
Quelle: akl
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